Inhalt • DER GUTE HIRTE
Der Film blickt zurück auf die Gründungszeit der Central Intelligence Agency und taucht mit Edward Wilsonin ein Universum der Geheimnisse und des Misstrauens. Sein makelloser Lebenslauf, sein tiefer Glaube an die amerikanischen Werte und seine schnelle Auffassungsgabe machen Wilson zum idealen Kandidaten für eine Karriere im neu gegründeten Auslandsgeheimdienst der USA und später zum Mitgestalter der strategischen Abteilung der CIA. Doch sein Erfolg hat einen hohen Preis, denn ein normales Leben mit seiner Frau und seinen Kindern passt nicht in seine Welt, in der immer und überall der Verrat zu lauern scheint.
Kritik • DER GUTE HIRTE • 13. Februar 2007 • film-dienst 04/2007
Laut Felicitas Kleiner versucht sich der Regisseur an einem "breit angelegten Blick auf amerikanische Befindlichkeiten, der die Ästhetik des Genrekinos nutzt, ohne sich in dessen Konventionen zu verlieren. Der verhaltene, epische Erzählduktus ist nicht zuletzt dem Drehbuch von Eric Roth zu verdanken, der nicht versucht, die Komplexität des Sujets durch simple Gut-Böse-Schemata zu glätten, und eine Hauptfigur präsentiert, die nicht recht zum Helden taugen will. Der von Matt Damon verkörperte Wilson hat ganz und gar nichts vom Glamour eines James Bond; eher wirkt er wie ein Versicherungsbeamter, wenn er mit Trenchcoat und Aktentasche ins Büro eilt: eine graue Maus, die sich geschickt im Räderwerk internationaler Beziehungen bewegt."