Inhalt • DER GUTE HIRTE
Der Film blickt zurück auf die Gründungszeit der Central Intelligence Agency und taucht mit Edward Wilsonin ein Universum der Geheimnisse und des Misstrauens. Sein makelloser Lebenslauf, sein tiefer Glaube an die amerikanischen Werte und seine schnelle Auffassungsgabe machen Wilson zum idealen Kandidaten für eine Karriere im neu gegründeten Auslandsgeheimdienst der USA und später zum Mitgestalter der strategischen Abteilung der CIA. Doch sein Erfolg hat einen hohen Preis, denn ein normales Leben mit seiner Frau und seinen Kindern passt nicht in seine Welt, in der immer und überall der Verrat zu lauern scheint.
Kritik • DER GUTE HIRTE • 15. Februar 2007 • Frankfurter Rundschau
Eine fulminante Desillusionierung des CIA-Gründungsmythos sah Heike Kühn. "Die Verstrickungen der CIA in den Überfall auf Kuba, Intrigen, Verrat und Edwards eigener Sündenfall - er stimmt der Folterung eines vermeintlichen russischen Gegenspions zu -, all dies zeigt De Niro mit kritischer Distanz. Kommt es zu Actionszenen, sind sie als Unrecht ausgewiesen, als amerikanische Hybris im Umgang mit dem "Bösen". Der Mythos CIA implodiert in der Selbstunterdrückung seines immer bürokratischer und graugesichtiger werdenden Gewährsmanns. ... De Niro ist ein großer Film über den Wahn der (Selbst-)Kontrolle gelungen."