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YELLA

YELLA

Regie Christian Petzold
Kinostart 13.09.2007

Kritiken • YELLA

06. Juni 2007 | YELLA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Gespenstisch findet Sascha Keilholz den Film. "YELLA ist einer dieser seltenen Filme, die nicht auf der Ebene des Gefühlskinos verharren und gleichzeitig einen doppelten Zugang ermöglichen. Zum einen ist dies jener der Reflektion - über ein Kino, das formsicher eine vielfach codierte Geschichte zu erzählen vermag, ohne diese zu überlasten oder in Artifizialität zu verfallen. Zum anderen schafft es YELLA mit seiner schlichten aber eindringlichen Visualität und vielen Momenten der Ambivalenz das Bewusstsein bis ins Unbewusste zu durchdringen und dort weiterzuwirken."

21. April 2011 | YELLA • Kritik • wieistderfilm.de

"Der Regisseur und (Co-)Autor erzählt auf eine sehr eigene Art, kommt aber auch nicht ganz um Klischees herum, wie etwa die Raben-Symbolik und allgemein das Ende, das den Film auflöst, aber, je nach Empfinden, ihm gleichzeitig auch seinen ganzen Sinn zu rauben droht. Christian Petzold zielt erfolgreich auf eine längere Nachwirkung ab und genießt es, sein Werk entschlüsseln zu lassen – im positivsten Sinn ein gefundenes Fressen für das Feuilleton, und für das breite Kinopublikum unter Umständen kaum mehr als ein nahezu frustrierendes, spannungsarmes Fragezeichen."

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sah einen abstrakten Horrorfilm, der durch Nina Hoss zur sinnlichen Erfahrung wird. "So leise, so kunstvoll verdichtet und so wenig authentizitätsheischend seine Filme auch daherkommen - Petzold fängt in ihnen doch stets die nervösen Schwingungen im Land ein wie kaum ein zweiter. In seinem somnambulen Ostwest-Drama YELLA zeichnet er nun den geisterhaft unkörperlichen Kapitalstrom nach. ... Erstaunlich, wie Petzold seine Handlung von den Ruinen des Aufbaus Ost in die verwaisten Wohlstandszonen des Westens vorantreibt, ohne dass man dabei eine atmosphärische Veränderung spürt. Die postindustrielle Ödnis Wittenberges und die Menschenleere auf dem Hannoveraner Expo-Gelände - sie wirken so unwirtlich wie unwirklich."

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Berliner Zeitung

Petzolds Porträt dieser seltsamen Ökonomie ist grandios in seiner lässig zugespitzten Lakonie, indem es Unsichtbares zeigt, lobt Peter Uehling. "Der filmische Fluss, um den sich Petzold seit GESPENSTER mehr bemüht und der dort zuweilen zu einer gewissen Unverbindlichkeit im Hin und Her der Personen führte, wirkt in YELLA sicher beherrscht. Petzold kann ohne Angst vor Längen abschweifen und Gesten, Haltungen, Räume zeigen. Aus den einfachen Grundlinien wächst so ein komplexer Gedankenraum. YELLA ist ein unheimlicher, ein unheimlich starker Film."

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Resch unterhält sich mit der Hauptdarstellerin Nina Hoss über die Figur der Yella, Wäsche aufhängen und die Suche nach der Inspiration.

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer entdeckt die "entscheidende Frage, die nicht nur im deutschen Kino derzeit kaum einer so entschieden stellt wie Christian Petzold, lautet dann: Welche Formen der Existenz treten an die Stelle von Verortung und Heimat und wie stellen sich diese neuen Formen in Bildern des Kinos dar? ... YELLA ist, wie Petzolds letzte Filme überhaupt, bevölkert von Toten und Untoten, die die Lebenden heimsuchen und Lebenden, die wie Tote sich durch die Welt bewegen. Grundiert sind sie von Fragen wie: Wie sollen wir leben, wem dürfen wir trauen, wofür sollen wir uns entscheiden? Es geht um Geschlechterverhältnisse, um die Bedingungen von Arbeit und Liebe in der ökonomieversessenen Gegenwart."

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Wieder geht es auf vier Rädern hinein ins Petzoldland wenig erinnerungswürdiger deutscher Provinzorte, leerer Landschaften und obskurer Hoch- und Tiefbausünden.", schreibt Daniel Kothenschulte. Wenn Devid Striesow bemerkenswerten Dialoge "wie selbstverständlich über die Lippen kommen, staunt man wieder einmal über das ungeheure Spektrum dieses derzeit besten deutschen Schauspielers seiner Generation. Nina Hoss gelingt es nicht ganz so gut, aber sie ist ja auch nur ein Geist. Diese Szenen, die zu einem morbiden Konferenzzimmer-Tourismus einladen, sind phantastisch. Und sie sind auf ihre diskrete Art so unheimlich, dass man sich ernstlich fragt, wozu denn die offizielle Geistergeschichte noch von Nöten ist - zumal in ihrer frühen Offenlegung."

13. September 2007 | YELLA • Kritik • Junge Welt

Alexander Reich stellt dem Regisseur einige Fragen.

12. September 2007 | YELLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah mit YELLA ein schön wild gedachtes und extrem diszipliniert kartografiertes und kadriertes Pamphlet - antikapitalistisch wie antigesamtdeutsch. "Wie Devid Striesow, dieser derzeit konkurrenzlos wandlungsfähige deutsche Schauspieler, cool und zugleich mit wohldosierter Wärme die verlorene Yella zu seiner Mitarbeiterin, seiner Komplizin, seiner Geliebten macht; wie die beiden in Geschäftsgesprächen auftreten und ihre Gegenübers beiläufig aufreiben, vom kalkulierten Blickwechsel bis zur kleinfeinen Fingerverschränkung in einer Verhandlungspause – das sind Glanzminuten des Kinos: für den Kopf, für das dahintuckernde Herz, und sogar das Zwerchfell ist mitunter angesprochen."

12. September 2007 | YELLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz spricht mit dem Regisseur Christian Petzold über Nina Hoss, Alfred Hitchcock und amphibische Filme.

17. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Frankfurter Rundschau

YELLA ist für Daniel Kothenschulte ein ebenso reicher wie problematischer Film, der das Publikum entzweit wie kaum ein anderer dieses Festivals. Die "Szenen, die zu einem morbiden Konferenzzimmer-Tourismus einladen, sind phantastisch. Und sie sind auf ihre diskrete Art so unheimlich, dass man sich ernstlich fragt, wozu denn die offizielle Geistergeschichte noch von Nöten ist - zumal in ihrer frühen Offenlegung. Transfers vermeintlich trivialer Genres in die Sphären "höherer Filmkunst" erlebt man immer wieder. Meist misslingen sie, weil ihre Autoren glauben, dabei einen Akt der Aufwertung vornehmen zu müssen. Petzold kann man das nicht unterstellen, dafür bedeuten ihm diese Genrefilme zu viel."

17. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Begründung der Femina-Jury

"YELLA entzieht sich den konventionellen Genrekategorien. Er wechselt zwischen Realismus und den inneren Phantasiebildern der Protagonistin. Der Schnitt trägt die komplexe Erzählstruktur durch seinen souveränen Rhythmus. Er läßt mit Eleganz und Leichtigkeit den Zusammenklang von Regie, Kamera und Sounddesign entstehen. Unmerklich führt er die Zuschauer und Zuschauerinnen in eine Welt, die von jedem Bild zum nächsten voller Überraschungen ist."

15. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Berliner Zeitung

Einen ganz unüblichen Horrorfilm sah Anke Westphal. "Scheinwelten, Täuschungen und Maskeraden, Existenzkämpfe und Insolvenzen, Sicherheiten oder Perspektiven - das sind die Motive in YELLA, alles ganz nah an der Realität und doch absolut gespenstisch in der Überzeichnung. Es lastet hier eine tiefere Bedrohlichkeit auf der eigentlich doch einfachen Geschichte, die einem schier den Atem nimmt. ... Was für ein Film über Deutschland, das Land der Ideengespenster! Wenn man will, kann man YELLA sogar als Film über den Stand in Sachen Wiedervereinigung sehen, über die Annäherung von West und Ost. Und was ist das doch auch für ein Film über eine Frau, der man nicht erlauben will, aus dem Schatten zu treten."

15. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Die Tageszeitung

Ein Gespräch mit dem Regisseur Christian Petzold über Menschen in Hotels und darüber, wie Ausrangierte gehen führt Cristina Nord.

15. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Christian Petzold-Filme sind nie harmlos, und YELLA erst recht nicht, stellt Kerstin Decker fest: Er ist ein kongenialer Petzold-Film. "Wittenberge scheint ihm die richtige Besetzung zu sein für die postindustrielle Tristesse, das inwendige Reich aller Einsamkeiten.
Ich schreibe immer kleine Schwebezustände auf, und manchmal entsteht ein Film daraus, hat Christian Petzold gesagt. YELLA ist ein beklemmend real-irrealer Schwebezustand geworden. Nicht nur ein individueller, auch einer unserer Venture-Kapital-Welt."

15. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel ist dem Regisseur begegnet.

14. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk spricht mit Regisseur Christian Petzold über seinen Wettbewerbsbeitrag YELLA und den Gang von Nina Hoss.

14. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann porträtiert Nina Hoss, deren Zeiten als blonder Engel vorbei sind.

14. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas ist überaus angetan von YELLA: Der Regisseur "serviert am Ende eine Pointe, die die Erzählung von Yellas Liebesglück und -unglück im kältesten, weil kritischsten Licht erscheinen lässt. Man darf nicht verraten, wo sich das kurze Abenteuer von Buchhalterin und Makler wirklich abspielt, aber soviel sei gesagt: Selten wurde die Korruption des Menschen bis in seine Träume hinein so schonungslos bloßgestellt wie in Petzolds großartigem, nach der Hauptfigur benannten Film. Die Stellung halten, im falschen Leben, zu dem es sowieso nie eine Alternative gab - das lässt sich sehen und gleichzeitig schwer ertragen."

07. Februar 2007 | YELLA • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

07. Februar 2007 | YELLA • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

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