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SCHWESTERHERZ

SCHWESTERHERZ

Regie Ed Herzog
Kinostart 06.09.2007

Kritiken • SCHWESTERHERZ

08. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Der Spiegel

Warum ist SCHWESTERHERZ, der Film zur Postadoleszenz, so banal geworden, fragt sich Jenny Hoch. Er rekapituliert "allzu plakativ ein altes Klischee: Das kulleräugige, weltverbessernde Mädchen, der alle Sympathien zufliegen versus die neurotische Zicke, die in Wahrheit aber nur unsicher und desorientiert ist. Sehr vorhersehbar gerät auch Annes schrittweiser Zusammenbruch: Wenn gar nichts mehr geht, sitzt sie alleine in dem schnieken Ferien-Apartment mit der Aussicht auf die Lichter der Stadt und schnupft Koks."

07. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Die Tageszeitung

Ein Eva-Hermann-Epos sah Anke Leweke. "Mit Vorliebe zeigt die Kamera in Großaufnahme Makatschs Gesicht, das immer mehr in sich zusammenfällt, registriert mit sadistischer Freude die Trauer und Verzweiflung, die sich über ihre Züge legen. Schon steht Marie wieder vor dem Spiegel, repariert das angeschlagene Image. Prompt holt der Film zum nächsten Keulenschlag aus. Durchweg muss er seine Hauptfigur demütigen und ihr beweisen, dass Frauen, die Karriere und Privatleben unter einen Hut bringen, reine Utopie sind. Denn, so lautet die klare Botschaft: Erfolg macht zynisch, einsam, verbittert und reichlich unsexy."

06. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Heike Makatsch spielt Anne und dabei sicher ein wenig auch sich selbst, glaubt Julia Teichmann. "Sensibel und vielschichtig interpretiert sie Annes Wandlung, die Risse, die sich in der zynischen Fassade einer Frau zeigen, die versucht, sich verzweifelt vor sich selbst zu schützen. Die Dialoge sind intelligent, lebensnah, manchmal witzig und manchmal bissig ... Der Regisseur Ed Herzog inszeniert die Annäherung der ungleichen Schwestern, die Annes Entwicklung auslöst und befördert, als unaufdringliches Kammerspiel."

06. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie nah das Alles-Haben mitunter ans Nichts-Haben grenzt, zeigt SCHWESTERHERZ auf sehr schonungslose Weise, stellt Kerstin Decker fest. "Anna Maria Mühe gibt der kleinen Schwester die leisen starken Töne von Menschen, auf die das Leben zukommt. Marie hat die Paniksätze derer, vor denen es sich zurückzieht. Ebbe und Flut, nichts Besonderes, eigentlich. Und was darin knistert, ist die Spannung, die in jedem Leben steckt: es verfehlen zu können. Es vertun zu können. Ein Urlaubsvideo der anderen Art. Für alle über und unter dreißig."

06. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ed Herzogs SCHWESTERHERZ ist der Film zum Eva-Prinzip, schreibt Rüdiger Suchsland. "Das Drehbuch wurde von Hauptdarstellerin Heike Makatsch gemeinsam mit der Journalistin Johanna Adorjan geschrieben, also von zwei erfolgreichen Karrierefrauen. Doch es denunziert dieses Rollenmodell mit seiner Hauptfigur. Irgendwie selbstironisch ist das offenkundig nicht gemeint; der völlig humorfreie Film meint es ernst -bis zum Sendungsbewusstsein. Alles ist immer eine Spur zu dick aufgetragen, der Ton hysterisch. Der Film ist nie an irgendetwas einer Erfahrung oder Frage ähnlichem interessiert."

06. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Junge Welt

Der Film nervt Ina Bösecke von Anfang bis Ende. "Wen interessieren schon die Probleme eines in die Jahre gekommenen Girliemonsters? Ein Blick ins Presseheft macht den Schlamassel perfekt. Makatsch erklärt dort allen Ernstes, daß es sich bei SCHWESTERHERZ um 'eine ehrliche Deskription der Problematik einer neuen Generation' handelt. Man muß weder Spiegel, Focus, Stern oder Bunte lesen, um zu wissen, daß so etwas alle Jahre wieder verkündet wird und es sich dabei doch stets um dasselbe handelt."

05. September 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Marin Majica unterhält sich mit Heike Makatsch und Johanna Adorjan über ihr Drehbuch zum Film.

27. August 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • film-dienst 18/2007

Horst Peter Koll hat die Fragilität, die Unwägbarkeit und die Gefahren des weiteren Weges der Protagonistin gespürt. "Die Kamera taucht die wenigen Kulissen des Kammerspiels in entsättigte Farben, die Annes gedämpfte Wahrnehmungen paraphrasieren, bis sie am Ende den Grauschleier ihrer Welt beiseite zu schieben beginnt. Davor liegen Phasen der Panik, Hysterie, des Kontrollverlusts und der einsamen Selbstgeständnisse, der Aussetzer und des Filmrisses — eine Tour-de-Force, mit der Heike Makatsch den Film dominiert."

24. August 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz lobt besonders die Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin Heike Makatsch, um dann festzustellen: "SCHWESTERHERZ ist ein Frauenfilm, wie man ihn selten so zu sehen bekommt: eine energische, ernste und manchmal entlarvende groteske Zustandsbeschreibung über die Lebenslügen der erfolgreichen Karrierefrauen, die den Spagat wagen zwischen den tradierten Frauenrollen und den Anforderungen, die beruflicher Erfolg und Karriere so mit sich bringen."

03. August 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • programmkino.de

Letztendlich ist SCHWESTERHERZ ein Einpersonenstück - die kleine Schwester dient nur ein Zerrspiegelbild, findet Dorothee Tackmann. "Offenbar ist dies der schnellere Weg zur Selbsterkenntnis als durch Partner und Psychologen. Die Umgebung spielt das ganze kalte Spektrum modernen Designs durch. Wer hat Anne nur eingeredet, dass eine kahle Betonwand toll zum Wohnen ist? Die grobkörnigen, graustichigen Bilder atmen das Ambiente einer Versuchsanordnung, die auch gut für einen Fernsehfilm taugt. ... Überzeugend veranschaulichen [die Filmemacher] die schwierige Identitätssuche einer Frau in einer Welt, die im Jugend- und Medienwahn rauscht. Ihr Film legt die Finger auf die Wunden und Leerstellen."

03. August 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • programmkino.de

Ein sicheres Gespür für sein Sujet bescheinigt Norbert Raffelsiefen dem Film. "Man spürt in jeder Szene, dass die beiden Drehbuchautorinnen Heike Makatsch und die FAZ-Redakteurin Johanna Adorjan um die Probleme ihrer Generation wissen. Heike Makatsch jedenfalls hat sich die Rolle perfekt auf den Leib geschrieben und die Figur, trotz einiger Stereotypen, lebendig gestaltet. Dass sie dabei den Charakter schonungslos offenlegt, Mut zu unsympathischen Zügen zeigt und ihm dennoch in seiner ganzen Verletzlichkeit und Problematik nie seiner Würde beraubt, macht den Film zu einem sehenswerten Frauenporträt."

12. Juli 2007 | SCHWESTERHERZ • Kritik • critic.de

Wie Marcus Wessel feststellt, ist SCHWESTERHERZ ein Schauspielerfilm. Heike Makatsch spielt ihre Rolle "als überdrehte, unausgeglichene, rastlose und zuweilen ungerechte Person, deren Unmut sich gegen sich selber und andere Menschen in ihrem Umfeld richtet. Weil es Anne nicht gelingt, den zerstörerischen Stress aus Beruf und Beziehung hinter sich zu lassen, droht sie zu zerbrechen, was Herzog als dramatischen, emotionalen Wendepunkt inszeniert, ab dem der Zuschauer gewillt sein dürfte, Annes vorheriges Verhalten zu entschuldigen. Anna Maria Mühe hat es da leichter. Ihr Charakter bildet von Beginn an den ruhenden Gegenpol, dem die meisten Sympathien gewiss sind."

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