| Regie | Gabriele Muccino |
| Kinostart | 18.01.2007 |
Mit Mariam Schaghaghi spricht Filmstar Will Smith über die Dreharbeiten mit seinem Sohn, Glück und tolle Typen.
Im Film wird nichts beschönigt, behauptet Philipp Bühler. "Armut als Massenphänomen, das jeder ganz für sich allein erduldet - dafür hat Regisseur Gabriele Muccino prägnante Bilder gefunden. Es gibt auch kitschige Momente, die Schlange vor dem Nachtasyl gehört nicht dazu. Das Elend wird sogar noch sichtbarer, als Chris sich hier rücksichtslos vordrängelt. Wie er nach oben buckelt, immer im feinen Anzug - das hat ebenfalls seine bittere Ambivalenz. ... Aber der schale Nachgeschmack war nun mal vorprogrammiert. Vielleicht ist es ja eine hiesige Unsitte, nach den neunzehn anderen zu fragen, wenn nur für einen von zwanzig der amerikanische Traum wahr wird."
Man kann einem Menschen alles nehmen, eines aber nicht: die Kraft der Fantasie, schreibt Christian Schröder. "DAS STREBEN NACH GLÜCK führt in die Welt der Modernisierungsverlierer und Vom-Wohlstand-Abgehängten, doch die sehr amerikanische Botschaft dieses Unterschichtendramas lautet: Es gibt immer einen Ausweg. Jeder kann reich werden, er muss sich nur anstrengen. ... Die Vater-Sohn-Geschichte trieft vor Pathos, und es fällt mitunter schwer, den gusseisernen Optimismus dieser Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Variante zu ertragen. Trotzdem ist DAS STREBEN NACH GLÜCK ein anrührender, streckenweise großartiger Film. Das liegt vor allem an Will Smith."
Die Filmfigur wirkt für Sascha Koebner nicht gerade realitätsnah. "Wirklich nahe geht einem das Schicksal von Vater und Sohn nicht, und das, obwohl die Chemie zwischen beiden stimmig ist – was man auch erwarten kann, wenn der Filmsohn zugleich das leibliche Kind ist. Erstaunlich auch, dass die Hautfarbe keine Rolle zu spielen scheint, obwohl der Film im Amerika der 1980er-Jahre angesiedelt und Chris der einzige Schwarze unter den Praktikanten ist. Zudem geht der Film nicht allzu sorgsam mit seinen Nebenfiguren um."
Heidi Reutter hat sich von dem Film überzeugen lassen. "Gabriele Muccinos feinsinniger europäischer Regie ist es zu verdanken, dass dieser Film zu keiner Zeit ins Kitschige kippt, dass Zwischenmenschliches höchst glaubhaft interpretiert wird. Was die Vater-und-Sohn-Beziehung angeht, erklärt sich deren wunderbare Chemie natürlich durch die Tatsache, dass hier tatsächlich Vater und Sohn gemeinsam vor der Kamera stehen. ... Das ist eine schöne Geschichte, auch deshalb eignet sie sich wunderbar fürs Kino. Im echten Leben sind solche Geschichten mittlerweile selten geworden."
Andreas Kurtz schreibt aus Anlass der Deutschlandpremiere des Films über Will Smith, der seinen Sohn für einen besseren Schauspieler hält.
Das Spiel Seite an Seite mit dem Sohn bereitete Papa Smith anfangs Probleme, behauptet Andreas Conrad.
Der Schauspieler Will Smith gibt in Berlin Arbeitslosen Tipps, ganz beflügelt vom American Dream, hat Andreas Becker bemerkt.