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AMERICAN HARDCORE

AMERICAN HARDCORE

Regie Paul Rachman
Kinostart 14.12.2006

Kritiken • AMERICAN HARDCORE

15. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • Der Spiegel

Für Cristina Moles Kaupp gleicht AMERICAN HARDCORE "zwar eher einer um Chronologie bemühten, unkommentierten Montage aus alten Konzertaufnahmen und aktuellen Interviews, denn einer klassischen Dokumentation. Trotzdem weiß sie zu begeistern, so lebendig transportiert sie Lebensgefühl und explosives Potential jener Subkultur, die derzeit wieder mal ein Revival feiert - ein gemäßigtes, kommerzielles versteht sich."

14. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • Berliner Zeitung

Die ist ein Fan-Film, stellt Julia Teichmann fest. "Rachman und Steven Blush, der den Film mitproduzierte und mit dem Buch "American Hardcore: A Tribal History" eine Art Vorlage und Inspiration geliefert hatte, waren selbst Teil der Szene. Diese Nähe und Leidenschaft merkt man dem Film an, Distanzlosigkeit und radikale Parteinahme sind Stärken, allerdings wird auch (selbst-)kritisch zurückgeblickt. Oft selbstironisch, aber nie abgeklärt, berichten die vielen Protagonisten vom Geist der selbst gebastelten Gegenkultur."

14. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche hat zwar Geschichtsrevisionismus wahrgenommen, aber sie macht den Film zum erfreulich ruppigen Erlebnis. "Das New Yorker CBGB's und Richard Hell kommen überhaupt nicht vor, die Ramones und die Dead Kennedys nur am Rande. Rachman interessiert sich für eine ganz bestimmte Spezies Hardcore, eine DIY-Politmentalität ohne Kunstkropf. ... Man fühlt sich nach dem Film selbst etwas gerockt, von der vielen guten Musik, den wahnsinnigen (und höllisch raren) Konzertmitschnitten, den kurzen, prägnanten Interviews, die niemals länger als dreißig Sekunden dauern. Der ganze Film hat den Rhythmus eines Hardcore-Stücks. Ruppig, schnell, keine Soli."

14. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • Junge Welt

Gerhard Hanloser sieht doe politische Relevanz in den Film: "Der Film von Rachmann macht deutlich, daß US-Hardcore eine Kampfansage war – gegen den Konservativismus unter Präsident Ronald Reagan, der Haßfigur Nummer eins der Punks. Am Ende des Films erläutert Vic Bondi, daß es in den 80er Jahren keine organisierte Linke in den USA gab – nur Hardcore.
Bondi stellt diese Musik in die Tradition des US-amerikanischen linken Radikalismus."

13. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • Jungle World

Tobias Kirsch erhielt einen Schlag in die Magengrube. "Mit dem Film gibt [der Regisseur] seiner eigenen Szene eine Legitimät zurück, die ihr in der Phase der Kommerzialisierung des Punk genommen wurde. Hier kommen die Kids von damals zu Wort, berichten von ihrer Wut auf das politische System und Präsident Reagan und erinnern sich selig an bessere Zeiten, als Konzerte noch sehr spontan in Garagen stattfanden und die Unterstützung der Fans ohne große Werbekampagne sicher war. Es geht um eine Zeit, als Werte wie Antifaschismus, Vegetarismus, Antisexismus und »DIY« wichtig wurden."

07. Dezember 2006 | AMERICAN HARDCORE • Kritik • film-dienst 25/2006

Ulrich Kriest hat sich von der Dokumentation überzeugen lassen. "Insgesamt ist die klar strukturierte, dem Thema entsprechend rasant montierte Musikdokumentation, die auch Themen wie die Rolle von Frauen in dieser Subkultur streift, nicht nur für nostalgische Fans des Genres sehenswert. Denn mögen die meisten Bands auch vergessen sein, die Haltung von Hardcore inspirierte ungleich bekanntere Gruppen wie die Pixies, Nirvana oder die Beastie Boys."

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