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APOCALYPTO

APOCALYPTO

Regie Mel Gibson
Kinostart 14.12.2006

Kritiken • APOCALYPTO

14. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Der Spiegel

APOCALYPTO von Mel Gibson hat mit Plagiatsvorwürfen zu kämpfen. "Jetzt allerdings behauptet der mexikanische Filmemacher Juan Catlett, der Film sei gar nicht so einzigartig. Mel Gibson habe sich großzügig aus seinem kaum bekannten Werk RETURN TO AZTLAN bedient. ... Auch US-amerikanische Kritiker haben außergewöhnlich viele Ähnlichkeiten mit anderen Filmen festgestellt, wie "USA Today" in ihrer Onlineausgabe berichtet."

14. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Was in den letzten Tagen über Apocalypto zu hören und zu lesen war, erinnerte an den Umgang mit Leni Riefenstahl: Niemandem ist es geheuer, aber alle loben die Kamera, schreibt Daniel Kothenschulte. "Gibson ist der willfährige Erfüllungsgehilfe seiner eigenen finsteren Visionen. Dabei führt er mit mechanischer Präzision aus, was die Stimme in seinem Kopf befiehlt. In der Welt des Kinos ist ein derart geradliniges visuelles Erzählen für sich genommen nicht schlecht angesehen, und nur so erklärt sich die kollektive Sorge in der Hollywood-Community, es könne diesmal gar etwas Genialisches dabei entstanden sein."

14. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Die Zeit

Laut Jörg Lau spielt der Film alle Obsessionen des Regisseurs durch - vom Sadomasochismus bis zur Machtgier. "Wie schon die PASSION kommt auch APOCALYPTO als historistische Fleißarbeit daher: Kostüme, Tattoos und Ohrpiercings wurden mit großem Willen zur Authentizität und viel Silikon rekonstruiert, Pyramiden originalgetreu nachgebaut, und Hunderte Laienschauspieler sprechen den letzten bekannten Maya-Dialekt. In seiner Detailversessenheit ist APOCALYPTO eines der extremsten Experimente der neueren Kinogeschichte. Der Film ist physisch so aufdringlich, dass man ihn sich mit Konzentration auf ein paar historische Unstimmigkeiten gern vom Leibe halten möchte."

13. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Berliner Zeitung

Ebenso brutal wie großartig findet Anke Westphal das Werk. "Das Gewaltige, Überzeugende an Gibsons neuer Arbeit ist genuin filmisch: Nicht nur die Jagdszenen im Dschungel, auch jene Sequenzen, in denen die Gefangenen nach qualvoller Reise in die Maya-Metropole einziehen, sind überwältigend. Penibel im Detail, groß im Gedanklichen, ist das Ganze digital gefilmt - und sieht atemberaubend aus. ... Der Abbildwahn Gibsons ist immer noch steigerbar, möchte man meinen. Aber er ist auch kein Selbstzweck: Splatter und Gore sind nun mal keine Erfindung verhaltensgestörter Entertainment-Designer, sondern Teil der Menschheitsgeschichte seit Anbeginn. Gibson hat in seinem Film nur angemessene Mittel eingesetzt."

13. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Die Tageszeitung

In den besten Momenten wird fesselndes Actionkino geboten, lobt Barbara Schweizerhof. "Den zivilisationskritischen Ansatz, mit dem Gibson sein neues Werk umgibt, kann man im Grunde ebenso übergehen wie die Diskussion um seinen Geisteszustand: Das eigentliche Thema von APOCALYPTO ist die Angst - und ihre Überwindung. Purer Kinostoff also. Das angeblich so authentische Maya-Setting des 16. Jahrhunderts ist letztlich nur Fantasy-Kulisse, um eine alte Geschichte zu erzählen: Die vom Jungen, der "Herr" seiner Angst wird. Sage niemand, er sehe sich so was nicht gerne an. Besser noch als aufgeschlitzte Leiber und abgeschlagene Köpfe versteht Gibson es nämlich den angstvollen Blick zu inszenieren."

12. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit APOCALYPTO vollendet Mel Gibson seine Trilogie der Grausamkeit, schreibt Sebastian Handke. "Keine Frage: Gibson hat sich ein Herz gefasst und alle Wut auf die Leinwand geworfen. APOCALYPTO ist ein rohes Biest von einem Film. ... Das angekündigte Epos vom Niedergang einer Hochkultur entpuppt sich als klassischer Survival-Thriller – Anthropologen und Maya-Nachfahren beschweren sich über rassistische Klischees. ... Der Nervenkitzel von APOCALYPTO verdankt sich seiner Perspektive: Wie der ahnungslose Held ist der Zuschauer in einen Film geworfen, der nichts erklärt. Das steigert zwar den Effekt, alles ist schnell, fremd und gefährlich – aber auch ohne Sinn."

12. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Der Spiegel

APOCALYPTO ist ein grausamer Action-Thriller vor exotischer Kulisse, schreibt Jenny Hoch. "Ohne Zweifel hat Gibson Talent als Action-Filmer: APOCALYPTO rauscht von der ersten bis zur letzten Minute in hohem Tempo am atemlosen Zuschauer vorbei, die extrem bewegliche Digitalkamera von Dean Semler bleibt immer dicht am grausigen Geschehen und bringt sogar das Kunststück fertig, für Sekunden die Perspektive eines abgeschlagenen Kopfes einzunehmen. ... Einem Exorzisten gleich, versucht Mel Gibson, Böses mit Bösem zu vertreiben. Mit an Obsession grenzender Liebe zum ekelerregenden Detail, zoomt er immer näher an gemarterte Physiognomien und klaffende Wunden heran und erfindet immer krudere Todesarten."

10. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Cinema

"In Sachen Brutalität bleibt sich Regisseur Mel Gibson indes treu: Abgeschlagene Köpfe und herausgerissene Herzen bestimmen zu Beginn des wuchtigen Films die Szenerie. Dabei dominiert die Gewalt jedoch zu keinem Zeitpunkt die Handlung. Sie unterstreicht vielmehr den ambivalenten Charakter einer Epoche zwischen Archaik und der aufkommenden Zivilisation. Dank derart drastischer Bilder, in Verbindung mit dem im Film gesprochenen Maya-Dialekt Mayathan, gelingt es Gibson schließlich, den Zuschauer 600 Jahre in die Vergangenheit zu katapultieren."

07. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Der Spiegel

Laut dem Spiegel hat Mel Gibson mit seinem neuen Film die Mayas verärgert.

05. Dezember 2006 | APOCALYPTO • Kritik • Der Spiegel

Wird der Film einen Oscar bekommen? Der Spiegel glaubt, daß die Academy ein Problem hat.

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