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SCHRÄGER ALS FIKTION

SCHRÄGER ALS FIKTION

Regie Marc Forster
Kinostart 08.02.2007

Kritiken • SCHRÄGER ALS FIKTION

13. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • Der Spiegel

Exzellent nennt David Kleingers den Film, ebenso wie das Darstellerteam. "Dass SCHRÄGER ALS FIKTION kein zerebrales Planspiel wird, liegt nicht zuletzt an Will Ferrell, der den tragischen Nachhilfeschüler des Lebens zurückgenommen, verletzlich und mit subtilem Humor darstellt. Empfiehlt sich der Starkomiker als ernstzunehmender Darsteller jenseits der Genrekategorien, so bestätigt die chronisch unterschätzte und wie immer großartige Maggie Gyllenhaal ihren zum Glück nicht mehr ganz geheimen Status als eine der besten Schauspielerinnen im US-Kino. Daneben dürfen sich Dustin Hoffman und Emma Thompson ganz uneitel und spielfreudig austoben, was bei beiden Stars wie eine unverhoffte Frischzellenkur wirkt."

08. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist voller Lob: "Was ist dies doch für ein kluger, amüsanter, aus vorbehaltlichen Nahaufnahmen, hübschen kleinen Grafikspielereien und sinnvollem Voice-over zusammengebastelter Film! Seine Vorzüge lassen sich nicht genug rühmen, an vorderster Stelle die Verspieltheit, mit der Regisseur Foster hier schwer philosophische Fragen aufwirft ... Es ist der Aufstand eines Protagonisten, die Rebellion des sogenannten kleinen Mannes gegen das Schicksal, gegen die Prophezeiung - bewegend, wie der notorische Grobkomiker Will Farrell hier unerwartet leise Zwischentöne anschlägt."

08. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • Die Tageszeitung

Thesentheater auf der Höhe französischer Diskurse sah Harald Fricke. "Manchmal ist sich das US-Kino selbst im Weg. Vor lauter Action geht die Geschichte verloren, und die intellektuelle Auseinandersetzung mit Figuren oder Themen leidet häufig unter zu viel Handlung. Gleichwohl gilt für den Rest: Wer sein Publikum mit philosophischen Fragen anfüttert, braucht bei aller Lust auf Reflexion und Metaerzählungen ein Drehbuch, das noch in den kleinsten alltäglichen Beobachtungen funktioniert - und dazu disziplinierte Schauspieler. SCHRäGER ALS FIKTION ist ein solcher Glücksfall."

08. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wunderbar nennt Daniel Kothenschulte die Komödie. "Wie intelligent das Ganze erdacht ist, bemerkt man darin, wie es die Postmoderne behandelt. Angesiedelt in der weltbekannten Hochhausmeile von Downtown Chicago, bevorzugt der Film Gebäude des Modernisten Mies van der Rohe. Die Geradlinigkeit der Glasquader entspricht dem geregelten Denken des Protagonisten. Und Professor Hilbert kann der postmodernen Idee einer sich verselbstständigenden Erzählung nur mit den von ihr verachteten Mitteln der Autorentheorie beikommen. Trotzig plädiert er gegen Barthes' These vom Tod des Autors, wie sie etwa das Kino eines Michael Haneke so sehr beeinflusst hat. Dabei ist dieser Film überaus sinnlich gearbeitet."

08. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • epd-Film 02/2007

Birgit Roschy hat sich von der Komödie begeistern lassen. "Von der größten Frechheit dieser Komödie wird noch zu sprechen sein; die zweitgrößte ist aber, dass der Film sein eigentliches Dilemma ignoriert und Harolds Fleischwerdung nicht einmal ansatzweise erklärt; in der Tat kann sich die Autorin Kay Eiffel mit ihrem verzweifelten Geschöpf ganz ohne Special-Effects-Budenzauber im Hier und Jetzt treffen. Man nimmt diese Unmöglichkeit hin wie jene Architekturbilder des Mathematikers Gödel – übrigens sind alle Nachnamen im Film Mathematikern entliehen –, zumal die Kulisse mit ihrer hyperrealen Ästhetik sowieso eine verrutschte Realität präsentiert."

07. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • Der Tagesspiegel

Den Aufstand eines Antihelden bezeichnet Christian Schröder als wunderbar. "Will Ferrell, groß geworden in der TV-Comedyshow "Saturday Night Live", ist die Idealbesetzung für diesen Zwangsneurotiker im Liebesrausch. Er kann seine Mimik auf einen Minimalzustand herunterfahren, sein Crick figuriert als Gegenentwurf zu der Schriftstellerin, die Emma Thompson als kettenrauchendes Nervenbündel mit zerzaustem Haar porträtiert. Dustin Hoffman spielt einen verschrobenen Literaturprofessor und demonstriert, auf wie viele verschiedene Arten man Kaffee aus einem Plastikbecher schlürfen kann. ... SCHRÄGER ALS FIKTION ist die bislang beste Komödie des Jahres."

01. Februar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • film-dienst 03/2007

Michael Kohler konnte die narrativen Nüssen sehr leicht knacken. Es gibt Fragen über Fragen, die der Drehbuchautor nicht mal ansatzweise beantwortet. "Auch Marc Forsters Regie ist so geradeheraus und locker, als wollten er und sein Autor es nur nicht übertreiben mit der existenziellen Düsternis ihrer Geschichte. Letztlich geht es in SCHRÄGER ALS FIKTION vor allem darum, sein Leben zu ändern und das Glück zu finden, bevor es zu spät ist. Das Schicksal kann einem immer einen Strich durch die Rechnung machen. Selten genug kündigt es sich vorher an."

30. Januar 2007 | SCHRÄGER ALS FIKTION • Kritik • br-online.de

Die Art, wie der Film die Geschichte erzählt, macht ihn für Gunnar Mergner zu einem "seltenen Vergnügen. Marc Forsters Film baut auf einer interessanten Grundidee auf, die bis zum Ende ihre Spannung hält und lässt die ganze Geschichte dabei gleich durch die Figur des Professor Hilbert analysieren und kommentieren. Das ist clever, wobei sich der Film seiner eigenen Cleverness oft ein bisschen zu sehr bewusst ist. Diese leichte Abgehobenheit und die übriggebliebenen Ungereimtheiten im Drehbuch fallen aber nicht so sehr ins Gewicht. Mit seiner lethargisch-sympathischen Hauptfigur, dem kalten Produktionsdesign mit vielen leeren Räumen und dem zurückhaltenden Humor ist SCHRÄGER ALS FIKTION eine Art melancholische Komödie mit Botschaft."

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