Inhalt • NICELAND
Jed und Chloe sind Anfang 20, verliebt - und geistig behindert. Neben Jed nimmt auch Chloes Katze Catey einen Platz in ihrem Herzen ein. Als das Tier bei einem Unfall stirbt, an dem Jed Mitschuld hat, zieht Chloe sich in Schweigen zurück und verliert ihren Lebenswillen. Überzeugt davon, dass es noch etwas geben muss, das dem Leben Sinn verleiht, zieht Jed los, um Chloe aus ihrer Lethargie zu befreien. Getrieben von der Hoffnung, dass der Schrotthändler Max die Antwort kennt, betritt Jed die Welt des einsamen Mannes. Trotz des freundschaftlichen Bandes, das sich zwischen ihnen entwickelt, bleibt Max verschlossen - selbst als Chloe ins Koma fällt ...
Kritik • NICELAND • 05. Dezember 2006 • film-dienst 25/2006
Der Weg ist das Ziel – kein origineller, aber ein weiser Grundsatz. Er passt zur Weisheit des nur scheinbar einfach gestrickten Films, schreibt Jens Hinrichsen. "Einfühlsam nimmt Fridriksson nun einmal mehr eine ungewöhnliche Perspektive ein. Der Blickwinkel eines jungen Mannes mit Down-Syndrom färbt und 'verrückt' in NICELAND die Alltagserfahrungen der Normalos, was im Wortspiel des Titels anklingt: In konkreten Locations in Island gedreht, scheint der Film doch in einer Art modernem Sagenreich zu siedeln, dessen Klima von gefühlten Temperaturen bestimmt ist. Das emotionale Thermometer pendelt zwischen 'Nice' und 'Ice', zwischen dem Hochgefühl der Verliebtheit und dem absoluten Gefrierpunkt in der Ehe von Jeds Eltern."