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DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ

DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ

Regie Heidi Specogna
Kinostart 07.12.2006

Kritiken • DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ

12. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • programmkino.de

Die Regisseurin bleibt ruhig und verantwortungsvoll und bleibt dicht an ihrem Thema, lobt Hendrike Bake. "Sie respektiert die Standpunkte ihrer Gesprächspartner und zeigt weit mehr als sie kommentiert. Vor allem für die Aufnahmen aus Guatemala nimmt sie sich viel Zeit. Die politischen Großthemen, die ihre Geschichte unweigerlich streift, behandelt Specogna außerordentlich dezent. Ein sparsam eingesetzter Off-Kommentar erwähnt die Verwicklung der USA in den Bürgerkrieg, der Guatemala 36 Jahre lang verwüstete, in wenigen Sätzen. ... Es bleibt den Zuschauern überlassen, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen."

11. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • Berliner Zeitung

Der Tod von José Antonio Gutierrez war ein kurzes Medienereignis, schreibt Bert Rebhandl. "Heidi Specogna bringt über ihn so viele Dinge in Erfahrung, dass nicht nur sein Tod, sondern auch sein Leben nun zur Geschichte des 21. Jahrhunderts gehören. José Antonio Gutierrez, von dem die Mediengesellschaft nur kurz Notiz genommen hatte, ist nicht länger anonym. Das ist das Verdienst dieses Films."

11. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • Die Tageszeitung

Wie Matthias Reichelt bemerkt, transportiert der Film die zynische Wahrheit in eine persönliche Geschichte. "Die Autorinnen machen die Recherche, das Fahnden und Finden zum Hauptthema ihres Films. Dabei präsentieren sie durchaus widersprüchliche Versionen von Leben und Tod des José Antonio Gutierrez. Am Ende gelingt es dem Film, zwei andere Geschichte zu erzählen als die propagandistische vom heldenhaften Tod für die Sache der USA. Zum einen macht er das Drama eines Menschen sichtbar, der einfach nur ein würdevolles Leben für sich beanspruchte. Zum anderen erzählt er von einem Menschen zwischen den Kriegen, in einem Krieg geboren, in einem anderen gestorben."

11. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Kai Müller interessiert sich selten für die Lebensgeschichten gefallener Soldaten, zumal ihre Zahl im Irak allmählich in die Legion geht. "Specogna legt ihr Filmporträt als Spurensuche an – und es ist erstaunlich, wie viele Menschen sie aus dem Leben dieses durch Armut und Emigration Versprengten ausfindig macht. Indem sie dessen Odyssee mit der Kamera nachvollzieht, tauchen überall Figuren auf, die sein Schicksal teilen und denselben kreiselnden Traumpfaden folgen. Gutierrez wurde in einem Krieg geboren, und er starb in einem anderen. Aus der Traum."

08. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • Junge Welt

Claudia Wangerin schreibt über die Produktionsbedingungen beim Film.

07. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • Neues Deutschland

Es gibt Szenen in dem Film, die haben Margit Voss genervt. "Minutenlang verharrt die Kamera auf jenen Verstümmelten, die Arme, Beine und ihren Verstand einbüßten, als ihr Körper nicht wendig genug war, den fahrenden Güterzug über die Grenze zu entern."

05. Dezember 2006 | DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ • Kritik • film-dienst 25/2006

Laut Kathrin Häger blickt die Regisseurin auf die Erwartungen an das gelobte Land Amerika. Sie "bedient sich bei der Dokumentation von Gutierrez' Lebensgeschichte unterschiedlicher Berichtsformen. ... Eindrucksvoll sind die Filmaufnahmen der aktuellen Situation guatemaltekischer Straßenkinder und lateinamerikanischer Emigranten, die auf den Dächern von Güterwagons Mexiko durchqueren. Mit diesen Einschüben gelingt es Specogna nicht nur, José Antonio Gutierrez' Reise nachzuzeichnen, sondern sein Schicksal in den Zusammenhang von Globalisierung und nationaler Interessenspolitik zu stellen."

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