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LITTLE MISS SUNSHINE

LITTLE MISS SUNSHINE

Regie Jonathan Dayton
Valerie Faris
Kinostart 30.11.2006

Kritiken • LITTLE MISS SUNSHINE

30. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz ist begeistert von der großartigen Komödie. Die Regisseure "inszenieren die turbulente Geschichte mit Gelassenheit und Zurückhaltung - sozusagen dem Tempo eines VW-Busses angemessen - und bereiten solcherart das Terrain, auf dem die Besetzung den subversiven Charme von LITTLE MISS SUNSHINE zum Funkeln und Strahlen bringen kann. Denn das große Plus dieses kleinen Films sind die Schauspieler, von denen keiner auch nur im Traum daran denkt, seine Figur an Stereotypen des Skurrilen auszuliefern. Diese Weigerung infiziert ihre vergeblich dem amerikanischen Traum hinterherjagenden Charaktere schließlich mit einer Authentizität, die überraschende Folgen zeitigt."

30. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • Die Tageszeitung

Zu wirklich großer Form findet der Film in seinem kühnen Finale, schreibt Cristina Nord. "Dem Film gelingt dadurch jene glückliche Form der Kritik, die affirmativ überbietet, was es bloßzustellen gilt. Zugleich bleibt eine merkwürdige Ambivalenz. Schließlich wird das Publikum genötigt, einer Siebenjährigen beim Strippen zuzuschauen. Auch wenn bei der roten Spitzenunterhose Schluss ist: Für die Dauer dieser ambiguen Szene ist LITTLE MISS SUNSHINE kühn genug, die Begrenzungen des Feelgood-Movies zu überschreiten."

30. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • Der Tagesspiegel

Schön schrill findet Christina Tilmann LITTLE MISS SUNSHINE. "Nicht nur, weil er die alte Botschaft "Eine Familie muss zusammenhalten" noch einmal neu und sehr berührend vorbringt. Nein, er lässt seinen Chaoten ihre Eigenheiten, lässt den Zuschauer über sie lachen und stellt sie doch nie bloß. Und wird sich, im Berliner Winter, auch bei uns zum Hit entwickeln. Geht's dir schlecht? Fühlst dich hässlich und ungeliebt? Nach diesem Film nicht mehr."

30. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Es ist ein sonderbarer Road Trip, von dem dieser Film erzählt, schreibt Daniel Kothenschulte. "Road Movies handeln meist vom Ausbruch des Individuums aus bürgerlichen Konventionen. Wenn es einen konservativen Wert gibt, dem diese Filme zugleich verpflichtet sind, so dem der Freundschaft. Hier hingegen ist ein Haufen von Outcasts, der kaum unter ein Dach passt, auf dem Weg ins grotesk-entartete Herz familiärer Werte. Der wahre Familiengeist aber, darin ist der Film sehr konservativ, findet sich natürlich im Hippiebus, im antiautoritären Gebot der Toleranz trotz besseren Wissens. Welcher Toleranz es allerdings bedarf, diese unglaublichen Nerds und Spinner unter einen Hut zu bringen - das übertrifft jede Vorstellung."

25. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • br-online.de

Margret Köhler ist begeistert: "Die erwachsenen Schauspieler sind alle wunderbar, aber die junge Abigail Breslin schießt den Vogel ab in ihrer herzerfrischenden Unverdorbenheit und unverdrossenen Spontanität. Diese "Familienangelegenheit" beweist nicht nur die Kraft des amerikanischen Independent-Kinos, sondern auch seine Durchsetzungsfähigkeit. Allein in USA spielte der Film das Zehnfache seiner Produktionskosten von 7,5 Mio Dollar ein. "Peanuts", die sich rechnen. LITTLE MISS SUNSHINE ist ein "Gute-Laune-Film" mit Biss und rabenschwarzen Humor. Tut einfach gut."

25. November 2006 | LITTLE MISS SUNSHINE • Kritik • film-dienst 24/2006

Ein überzeugenderes Hohelied auf die Familie als dieses freche, subversive Road Movie ist schon lange nicht mehr gesungen worden, lobt Felicitas Kleiner. "Ohne Slapstick-Eskapaden oder peinliche Gags lebt der Film ganz von seinem vorzüglichen Drehbuch, das Charaktere wie Situationen liebevoll auf- und ausbaut, und einem hervorragenden Darstellerensemble, das die Figuren bei aller Komik nie der Lächerlichkeit oder albernen Klischees preisgibt. ... Man wünscht sich von Herzen, dass das Diktat eintöniger Schönheitsideale und daraus resultierende Selbstzweifel, die immer mehr immer jüngere Frauen in Essstörungen oder zum Schönheitschirurgen treiben, von ihrer großen kleinen Heldin noch lange so herrlich abprallen, wie das im furiosen Finale der Fall ist."

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