| Regie | George Miller |
| Kinostart | 30.11.2006 |
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Christoph Egger ist etwas enttäuscht: "Trotz gigantischem Aufwand mit einem technischen Stab von über tausend Leuten ist der Regisseur von MAD MAX und SCHWEINCHEN BABE hier allerdings nicht auf der Höhe seiner Kunst. Schuld daran ist das dünne Drehbuch, das vor allem den Anfang beeinträchtigt, aber auch den Schluss stark abfallen lässt. Dazwischen wird's freilich sehr vergnüglich. Hat man einmal die Schlagerparade zu Beginn überstanden - bekanntlich singt ja jeder Pinguin seine persönliche Erkennungsmelodie -, die sogar einigen amerikanischen Kritikern zu viel geworden ist, treten wir ein in das inzwischen aus Film, Funk und Fernsehen bestens bekannte Leben der Kaiserpinguine."
Es ist eine große Gemeinschaft, die da durch eine beeindruckend fotorealistische Schneelandschaft watschelt, schreibt Katja Lüthge. "Doch so schön die Tiere auch tanzen, zum animatorischen Höhepunkt dieses Films wird die Szene, in der sich die Jungpinguine erstmals kollektiv ins Wasser stürzen - in einer Unter-/Überwasserflugshow voller atemberaubenden Stunts und großartiger Surfszenen. Das ist ein schöner und unaufdringlicher Appell, das Meer, dieses fantastische Pinguinspaßbad nicht zu ruinieren."
Einen erstaunlich bitteren Abgesang auf den Gemeinschaftssinn der Kaiserpinguine sah Sascha Westphal. "Der schleichende, dafür aber umso nachhaltigere Wechsel im Ton hebt HAPPY FEET aus der Masse der Animations- und Familienfilme hervor, in denen selbst die bedrohlichsten Situationen noch einen süßlichen Beigeschmack haben und die ihr Publikum in einer letztlich falschen Sicherheit wiegen. Die Bedrohungen, mit denen sich Mumble und seine Freunde konfrontiert sehen, sind real. Und genau das macht Millers Film zu einem Meisterwerk, nicht nur in seinem eigenen Genre. Anders als so viele Kinderfilm-Regisseure bringt er seinem jungen Publikum den gleichen Respekt entgegen wie erwachsenen Zuschauern. Er macht ihm nichts vor."
Sebastian Handke ist völlig begeistert: "Dieses herrliche Geflüsical mit seiner ernster Seele sollte eigentlich im Stehen genommen werden. Denn es fällt schwer, still zu sitzen. Und auch wenn der Saal längst verlassen ist, muss man ganz schön an sich halten, um nicht jubelnd und watschelnd auf offener Straße in Gesang und Tanz auszubrechen."
Obwohl der Film etwas zu düster für Michael Kohler ist, erfüllt er doch seine Erwartungen. "Die Vorschau lässt ein animiertes Pinguin-Musical erwarten, in dem jedes fusselige Neugeborene ein fröhliches Liedchen trällert, während ein aus der Art geschlagenes Junges das Tanzbein schwingt. Genau das bekommt das Publikum auch, und zwar in einer handwerklichen Qualität und mit einer erzählerischen Finesse, die zugleich bezaubert und in falsche Sicherheit über die wahren Motive dieser Reise an den Kältepol der menschlichen Gesellschaft wiegt."
HAPPY FEET - Offizielle Webseite
HAPPY FEET - moviepilot
HAPPY FEET - imdb.com
HAPPY FEET - critic.de