| Regie | Robinson Savary |
| Kinostart | 30.11.2006 |
Leni Höllerer bewundert die schönen Bilder aus dem Luftschauklermilieu. Aber "vor lauter Bedeutungsfülle vernachlässigt Savary die emotionale Zeichnung seiner Charaktere, deren Handlungen so oftmals schwer nachvollziehbar sind. Ebenso unzugänglich bleibt die Liebesgeschichte. Savary schöpft das eigentlich schöne Motiv der idealen Liebe als vertrauensvollen Trapezakt nicht aus, sondern hält vielmehr die Romanze zwischen Alice und Josef knapp, um noch andere Figuren und Probleme einzuführen, wie etwa eine Missbrauchsgeschichte in Alices Familie oder den langsamen Untergang des Zirkus'. Mehr als ein reichlich sperriges Bilderpuzzle ist BYE BYE BLACKBIRD auf Grund dieser mannigfachen Überfrachtung nicht geworden."
Robinson Savary muss sich in der Wahl seines Sujets und seiner Motive laut Felicitas Kleiner mit großen Vorbildern messen lassen. Der Regisseur erzählt seine Geschichte in betont artifiziellen Bildern - "auf Kosten der Lebendigkeit seiner Zirkuswelt, die bisweilen etwas blutleer wirkt und zur symbolischen Folie zu gerinnen droht. Der Film leidet unter seiner allzu elliptischen Erzählweise, die auf nachvollziehbare und glaubhafte Entwicklungen von Charakteren und Konflikten zugunsten der Oberflächenreize verzichtet, sodass man der Handlung oft mehr ratlos als Anteil nehmend folgt."