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IDLEWILD

IDLEWILD

Regie Bryan Barber
Kinostart 23.11.2006

Kritiken • IDLEWILD

23. November 2006 | IDLEWILD • Kritik • Berliner Zeitung

Die filmische Strategie von IDLEWILD entspricht dem musikalischen Erfolgsrezept von Outkast, meint Markus Schneider. Die Tanzszenen "setzen zwischen Schellack und Computer ein Kontinuum afroamerikanischer Kultur und Geschichte in Bewegung, das als kollektives Vergnügen dargestellt ist und nicht als individuelle Leistungsshow. Solche Momente hinterlassen jedoch kaum Spuren in der schillernd aufgeputzten, aber herkömmlichen Erzählung. IDLEWILD bleibt schwungloser als Luhrmans MOULIN ROUGE und unpräziser als Coppolas COTTON CLUB. Und ist am Ende zu selbstverliebt für einen guten Film."

23. November 2006 | IDLEWILD • Kritik • Frankfurter Rundschau

IDLEWILD ist ganz hinreißend in warmem Sepia gefilmt, lobt Katja Lüthge. "Die Tanzeinlagen sind nicht nur unter akrobatischen Aspekten beachtlich, vielmehr scheint von hier eine direkte Linie zum Breakdance zu führen. Die größte Leistung des Film besteht aber zweifelsfrei in seiner Musikalität, in dem gelungenen Versuch, die Musik der 30er und 40er Jahre in einen ganz und gar zeitgenössischen HipHop-Soundtrack zu verwandeln. So stereotyp die Figuren und ihre Geschichte angelegt sind, so originell wurden hier Swing, Blues, Jazz, R & B zu einem traditionsgesättigten, insgesamt souligen HipHop-Universum verbastelt. Schöner sind vielleicht nur noch die Kostüme."

22. November 2006 | IDLEWILD • Kritik • Der Tagesspiegel

Schwarze Nostalgie sah Christian Schröder in dem Filmmusical. Der Film ist eine "Referenz an die Toten, ein mit zackigen Grooves und irrwitzigen Tanzszenen aufgemotztes Musical im Stil der dreißiger Jahre. Das Melodram lässt kein Klischee aus, es gibt mordende Mafiosi, eine Sängerin, die unter falschem Namen die Bühne und Percivals Bett erobert, Kugeln, die in Bibeln stecken bleiben. Outkast sind für ihren Eklektizismus berühmt, sie verrühren Funk, Blues, Exotika und modernste Elektronik zu einer eigentümlichen, aufregenden Wundertüten-Musik."

22. November 2006 | IDLEWILD • Kritik • Der Spiegel

Das HipHop-Kino-Musical bewegt sie sich geschickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, ohne sich festzulegen, schreibt Daniel Haas. "Noch einmal Postmoderne also, noch einmal Collage und Zitat, und das mit einer Verve, die dem Musical Beine macht wie zuletzt Rob Marshalls Showbiz-Musical CHICAGO. Da spielte Zeit ebenfalls keine Rolle ... Wer braucht also historische Rekonstruktionen, wenn er die Vergangenheit als Idee des Jetzt erleben kann, als Simulation des Gestern mit den Mitteln von morgen? Wenn Rooster, umgarnt von Revue-Girls und angefeuert von Bläsertruppe und stampfendem Piano, seine Raps zum Besten gibt, dann wird HipHop mit den Mitteln des Kinos tatsächlich wieder jener popkulturelle Dialog, für den ihn seine Verfechter immer gehalten haben."

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