Inhalt • EIN WAHRES VERBRECHEN
Der Reporter Steve Everett hat beruflich nichts mehr zu gewinnen: Zuviel Alkohol und zahllose Affären haben ihn im Lauf der Jahre restlos ruiniert. Trotzdem weckt der Auftrag, das letzte Interview mit einem Todeskandidaten zu führen, noch einmal seinen journalistischen Ehrgeiz: Everett wittert, daß der junge Mechaniker Bob Beechum zu Unrecht verurteilt wurde - doch ihm bleiben nur 12 Stunden Zeit, um das Leben des unschuldigen Mannes zu retten...
Kritik • EIN WAHRES VERBRECHEN • • film-dienst 09/1999
"Mehr an einer melancholischen Selbstdarstellung als an einer argumentativen Auseinandersetzung mit der Todesstrafe interessiert, belässt Clint Eastwood die schleppende Handlung allzu sehr im unentschiedenen Bereich zwischen Krimi, moralischer Ehegeschichte und sozialem Kommentar.", schreibt Franz Everschor. "Der Wettlauf mit dem Tod, der nicht vor dem letzten Viertel des Films an Tempo und Ernsthaftigkeit gewinnt, erscheint mehr wie ein Vorwand denn wie ein Anliegen. Über lange Strecken herrscht jedenfalls der Eindruck vor, daß weniger das Leid des Verurteilten als das Selbstmitleid des zufällig auf dessen Schicksal gestoßenen Reporters im Mittelpunkt steht."