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RAUCHZEICHEN

RAUCHZEICHEN

Regie Rudolf Thome
Kinostart 16.11.2006

Kritiken • RAUCHZEICHEN

16. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für ein das Publikum über 50 wirbt der Film, laut Katja Lüthge. "In RAUCHZEICHEN wird das selbstbestimmte Liebesleben zweier Sechzigjähriger gelassen filmisch gefeiert. Wer überdies aufwändig ausgedachte Plotexpositionen und herb-schöne Landschaften schätzt, dem werden die über 120 Minuten, wie vom Regisseur versprochen, kurz erscheinen."

16. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof ist etwas enttäuscht. Der "bruchloser Übergang von hoher Liebes- in gewöhnliche Alltagslyrik war stets die Stärke von Thomes Filmen. In RAUCHZEICHEN gibt es davon aber entschieden zu wenig, zumal er in der unsympathischen deutschen Parallelgesellschaft Italiens spielt. Was man ihm allerdings noch weniger verzeihen will, ist die Handlung rund um eine "arabische Prinzessin", mit der der Regisseur offenbar den Anspruch erhebt, ein Stück problematischer Gegenwart in sein Märchen hereingeholt und auch noch gleich "gelöst" zu haben."

16. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

In den Filmen von Rudolf Thome geht es immer um die Liebe, schreibt Harald Martenstein. RAUCHZEICHEN "hat einige Probleme. Erstens eine gewisse Langatmigkeit. Diese wird vor allem deshalb empfunden, weil eine Identifikation mit den Figuren, die gerade in Liebesfilmen extrem hilfreich ist, einem recht schwer gemacht wird (Problem Nr. 2), denn sie reden in Kalendersprüchen ("Nur aus Distanz ist Erkenntnis möglich", "Ohne Tod gibt es kein Leben"), nehmen Katastrophen wie Mord oder Selbstmord mit buddhistischer Gelassenheit hin und werden als Charaktere kein bisschen plastisch."

16. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Sascha Westphal würdigt der Regisseur den Nutzen der Vergangenheit für die Zukunft und huldigt dem Mond als Lichtquelle und stillem Begleiter. "Noch nie war bei Thome die Vergangenheit, seine eigene wie die des Kinos, so mächtig und allgegenwärtig wie nun in dem abschließenden, der Zukunft gewidmeten Teil seiner "Zeitreisen"-Trilogie. Schon die erste Einstellung zeigt ein riesig wirkendes Flugzeug, das sich im Anflug auf den sardischen Flughafen befindet und dabei immer näher auf das Publikum zukommt: Es wirkt aus dieser Perspektive so archaisch wie hypermodern - Vergangenheit und Zukunft werden eins."

12. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • br-online.de

Für Heidi Reutter beschreibt der Film "eine italienische Idylle, ein Biotop menschlichen Zusammenseins, das durchaus realistisch gezeichnet ist, auch in der Art, wie die Figuren charakterisiert sind: Es geht um Verletzungen und Enttäuschungen, um gescheiterte Beziehungen und solche, die gar nicht erst möglich sind. Es geht um den globalen Terrorismus und die Unmöglichkeit, dem zu entkommen. ... Hannelore Elsner, die schon oft mit Thomé drehte, ist die zentrale Figur dieses Films. Ihrem Charisma und Energie, die sie im Zusammenspiel mit Karl Kranzkowski als Joe entwickelt, ist es zu verdanken, dass man dran bleibt an diesem Film. Auch wenn er manchmal ein bisschen zu philosophisch, zu manieriert daherkommt."

09. November 2006 | RAUCHZEICHEN • Kritik • film-dienst 23/2006

Einen offensiven Liebesfilm sah Ulrich Kriest. Der Film "bewahrt explizit den Tunnelblick der von Pathosformeln gesättigten Liebesmetaphysik, doch wenn man sieht, wie Joes Aktivitäten die sardische Landschaft verschandeln, wie Annabellas Angst vor den näher einschlagenden Katastrophen nur als Bedrohung des privaten Glücks empfunden wird, dann wähnt man sich – wider die Absicht des Films – als Zeuge eines durch und durch egozentrischen Methusalem-Komplotts, in dessen Verlauf sich distanzlose Alt-Rocker der Sardinien-Fraktion mit großer, fast schon imperialer Geste ("Auf ein paar Tausend Euro kommt es mir nicht an!") die Erde untertan machen und ihr Tun mit etwas pseudo-philosophischem Zierrat aufbrezeln."

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