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DER LETZTE KUSS

DER LETZTE KUSS

Regie Tony Goldwyn
Kinostart 16.11.2006

Kritiken • DER LETZTE KUSS

16. November 2006 | DER LETZTE KUSS • Kritik • Berliner Zeitung

Das Drama um Liebe und Eifersucht hat Philipp Bühler nicht ganz überzeugt. "Die Männerfurcht vor dem in Verantwortung geregelten Leben ist das Thema, als Kehrseite der Orientierungslosigkeit, an der Zach Braff in GARDEN STATE so sympathisch litt. Beim Versuch, ihm Sympathie und Kritik gleichzeitig zukommen zu lassen, ist Haggis nicht immer erfolgreich. Aus solchen Zwickmühlen rettet er sich gern durch übertrieben moralisches Pathos. Auch sind die Darsteller durchweg etwas zu jung besetzt. Was dann so wirkt, als wolle man ein Teenagerpublikum schonend an die Midlife Crisis heranführen. Aber an den entscheidenden Stellen bemerkt man in DER LETZTE KUSS einen Willen zur Ehrlichkeit, der den meisten Filmen seiner Machart abgeht."

12. November 2006 | DER LETZTE KUSS • Kritik • br-online.de

Für eine amerikanische Liebeskomödie nimmt sich Regisseur Tony Goldwyn ungewöhnlich viel Zeit, wenn ihm eine Szene besonders wichtig ist, schreibt Heiko Rauber. Einige "Szenen werden mit sehenswerten Blenden und Alternative-Rock-Songs so inszeniert, dass DER LETZTE KUSS in seinen besten Momenten an ganz große Filme wie MAGNOLIA erinnert. Anders als in der romantischen italienischen Vorlage dominiert in DER LETZTE KUSS eine etwas unterkühlte Grundstimmung. Das ist konsequent, weil es zum Bild einer Generation passt, in der sich die meisten Menschen immer selbst als der wichtigste Teil der Inszenierung ihres Lebens begreifen. Das Mitgefühl der Figuren in diesem sehr aktuellen Liebesfilm gilt vor allem immer erst ihnen selbst."

09. November 2006 | DER LETZTE KUSS • Kritik • film-dienst 23/2006

Interessant ist für Franziska Heller, daß der Film seine Charaktere nicht in Kategorien von "gut" und "böse" einordnet. "Dadurch geraten moralische Vorstellungen leicht aus den Fugen, und es ist faszinierend, die Gefühle und Probleme der männlichen Endzwanziger jenseits des Machotums zu verfolgen. Am spannendsten ist dabei, wie der Film mit der Ausweglosigkeit der emotionalen Verpflichtungen umgeht. Seine inszenatorischen Stärken liegen besonders in der akribischen Ausstattung der Wohn- und Lebensräume, in denen sich die Bürgerlichkeit zeichenhaft begründet. Leider verschenkt er gegen Ende die Chance, die Ausweglosigkeit auch narrativ in allen Konsequenzen erfahrbar zu machen; letztlich wird alles in geordnete Bahnen gelenkt."

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