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THE HOUSE IS BURNING

THE HOUSE IS BURNING

Regie Holger Ernst
Kinostart 16.11.2006

Kritiken • THE HOUSE IS BURNING

16. November 2006 | THE HOUSE IS BURNING • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling erscheint es so, als hätte der Regisseur einen Problemkatalog regelrecht abgearbeitet. "Fast alles kommt bei ihm an sein schlimmstmögliches Ende. Am Schluss stehen Mord, Tod durch Überdosis, Autounfall mit Papas Karre, die Defloration einer Minderjährigen durch einen Junkie - alles schön dreckig mit der Digi-Cam gefilmt und ganz nah aufgenommen ... Schonungslos nennt man derartige Pseudo-Dokus gern - dabei ist der Film in seiner ungebrochenen Gebrochenheit nicht näher dran an der Wirklichkeit als ein Heimatfilm aus dem Schwarzwald. So dicht Holger Ernst die Lebensläufe seiner Kaputt-Gesellschaft verwoben hat, so fragmentarisch ist der Erkenntnisgewinn."

16. November 2006 | THE HOUSE IS BURNING • Kritik • Der Tagesspiegel

Das ist für Julian Hanich kein Film, bei dem man im flauschigen Kinosessel versinkt. "Bei Holger Ernst ist das Haus mehr als gespalten. Seine Diagnose lautet: Das Haus steht in Flammen. Der Regisseur erklärt es zum Prinzip, Alltagsgeschichten mit dem Vergrößerungsglas zu betrachten. So entsteht aus dem kleinen Ausschnitt ein Bild von Amerika im Großen. Dafür nimmt er auch die Gefahr der Überzeichnung in Kauf. Seine Teenager sind getrieben, bindungslos und emotional heruntergekommen. Der forcierte Individualismus äußert sich in Ich-Zentriertheit bei gleichzeitigem Mangel an Empathie. Die Männer plustern sich auf. Die Frauen heucheln. Hier regiert, wer die höchste Position in der Hackordnung hat – wer unten liegt, wird getreten."

16. November 2006 | THE HOUSE IS BURNING • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wer den Film ohne Vorinformationen besucht, erlebt Beklemmung und Verzweiflung, vielleicht sogar das Gefühl entfliehen zu wollen, schreibt Gunter Göckenjahn. "Jenseits der High-School-Komödien könnte es tatsächlich zugehen wie in THE HOUSE IS BURNING, denkt der Kinogänger. Aber wer kennt schon diese vorgeführte Welt aus eigener Erfahrung? Den "Realismus" des Szenarios können wir nur an den Bildern aus amerikanischen Filmen und anderen Medien messen. Am Ende wirft das Faktenwissen einen langen Schatten auf den Film: Dies ist der erste abendfüllende Spielfilm des 34-jährigen, deutschen Autors und Regisseurs Holger Ernst - produziert von Wim Wenders' Firma "Reverse Angle Pictures"."

09. November 2006 | THE HOUSE IS BURNING • Kritik • film-dienst 23/2006

THE HOUSE IS BURNING vermittelt ein Bild von einer Gesellschaft, das nahezu jede Hoffnung raubt – obgleich weiterhin die Sonne scheint, schreibt Sarah-Mai Dang. "Der Film beginnt mit herrlichem Sommerwetter und endet nach einer verregneten Nacht und einem grauen Morgen. Die rasante Dramaturgie, die schnellen Schnitte, die grobkörnigen Bilder und die aufrüttelnde Tonspur schaffen einen kalten Raum, dem jegliche Wärme entwichen scheint. Zusammen mit den Protagonisten durchleidet man alle nur möglichen seelischen Tiefs, die sich nicht nur in diesem Milieu auftun können."

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