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SCOOP - DER KNÜLLER

SCOOP - DER KNÜLLER

Regie Woody Allen
Kinostart 16.11.2006

Kritiken • SCOOP - DER KNÜLLER

16. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Heike Kühn macht sich SCOOP "unnachahmlich lustig über die stupide Ernsthaftigkeit, mit der die Toten in den gängigen TV-Serien zu Privatdetektiven und Seelsorgern umfunktioniert werden. ... Systematisch werden alle Bemühungen des Amerikaners, im alten Europa, einen guten Eindruck zu hinterlassen, ad absurdum geführt. SCOOP ist nicht nur eine Hommage an den investigativen Journalismus, und die (Hitchcock-)Filme, die es dazu gibt, sondern auch eine Prüfung für den britischen Humor. Trocken geht es in diesem Film, in dem die Liebe baden geht, wahrlich nicht zu."

16. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker behauptet: Woody Allen ist in jedem Film immer derselbe und doch ein anderer. "Nun also seine erste echte Altersrolle, ohne wenn und aber. Das klingt bitter, aber es ist das Gegenteil. Echte Befreiung! Kaum je sah man ihn als eine so lächerliche Figur, kaum je gewann er darin eine solche Ernsthaftigkeit. Allen in den Regionen der Altersweisheit. Eine neue Gelöstheit sich selbst gegenüber. Hier will einer nichts mehr beweisen. Kann das gut gehen? Ja, es ist ein grandioser Film geworden, einer der besten in seinem langen Regisseursleben. Ihn hier zu erzählen, würde alles verderben. Filme soll man sehen und erst hinterher darüber reden."

16. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Die Zeit

Für Peter Kümmel ist es "schade, dass die Figur des Joe im Verlauf der Geschichte einfach entschwindet; der Reporterspuk wird von der netten Kriminalkomödie, die sich nun entspinnt, spurlos verdaut. Was fortan dominiert, ist heller, harmloser Witz im Geist von Allens MANHATTAN MURDER MYSTERY – der Schauspieler Woody Allen, der sich als komische Figur ins Alarmsystem der eigenen überreizten Nerven verstrickt, der Regisseur Woody Allen, der seinen New Yorker Blick in den älteren und tieferen Schönheiten Londons badet."

15. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Der Spiegel

Schon komisch, wenn Woody Allen einen abgetakelten Magier auf Mördersuche spielt: Seine Gags können Daniel Haas immer noch verblüffen. "Die Chemie von Johansson und Jackman hat die Qualität eines Pups im Fahrstuhl: Man kann über soviel lieblose Regie nur die Nase rümpfen. Dafür sind Allens und Johanssons Szenen hinreißend, auch wenn Hollywoods neues Supergirl weniger komisches Talent hat als Drew Barrymore, Christina Ricci oder Jennifer Tilly, die Allen ebenfalls für sein Komödienkino verpflichtete. ... Allen gibt den Künstler-Greis, aber immer noch mit so viel verbalem Sex-Appeal, dass Hugh Jackman dagegen auf geriatrische Weise öde wirkt."

15. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Berliner Zeitung

Stephan Speicher empfiehlt den Film nur Leute, die mal Zeit haben. "Nahezu alle Elemente dieses Films hat man in früheren Filmen Woody Allens schon gesehen. Eines aber nicht: das Behagen, mit dem Film und Zuschauer sich der Geschichte anheimgeben. Alles hat seine Ordnung, alles ist gut. Das Verbrechen, das aufgeklärt wird, vollzieht sich jenseits der Handlung; das Leid, die Opfer, das Unrecht bleiben ohne Bild und Stimme. Die Musik ... fügt sich mit den angenehmen Bildern zum Eindruck einer umfassenden, also auch moralischen Harmonie, in dem noch das Verbrechen seinen Platz hat, gut motiviert und wenig schmutzend."

15. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Die Tageszeitung

Leider nur eine harmlose Krimikomödie sah Birgit Glombitza, die "außer gewollten Vaudeville-Trampeligkeiten, mühevollen Screwball-Effekten und bewährten Allen'schen Einzeilerpointen kaum etwas aus dem Zylinder zu zaubern vermag. Der distanzierte Romancierblick auf die Klassengesellschaft der Alten Welt, der Allen vorher so wunderbar und scharf glückte, fehlt bei der zweiten filmischen Begegnung mit der Londoner High Society ganz. Wer sich an den Zauber und die unbeschreibliche Eleganz erinnert, die in "Match Point" allein schon über dem noch unentschieden auf der Netzkante tanzenden Tennisball lag, muss sich jetzt wundern, wie sehr sich "Scoop" um Wirkung, Finten und verblüffende Wendungen abrackert."

15. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Jungle World

Für Jürgen Kiontke ist der Film erneut rasant, lustig und mit Scarlett Johansson. "Verwicklungen, Tempo, Wortwitz included! Allen zieht souverän mehrere Span­nungsbögen auf; neben den altbekannten Problemen zwischen Mann und Frau und dem Widerspruch zwischen Leben und Tod begegnet einem auch noch der fast genauso alte zwischen oben und unten (Unterschichtsdebatte). ... Man könnte die oberen Zehntausend, so wie sie hier in Woody Allens Film dargestellt werden, beinahe für menschlich halten, wären da nicht alle ihre begangenen Grausamkeiten."

12. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schreibt eine Liebeserklärung an Woody Allen. SCOOP ist einer seiner schönsten und sein schönster Film seit langem. "Woody Allen ist wieder da, vor der Kamera, aber endlich hat er sich in den alten Mann verzaubert, der er ist. Einen, der weder den jungen Dingern nachsteigt noch, zunehmend sentimental, dem Ihnen-nicht-mehr-so-recht-nachsteigen-Können nachtrauert."

12. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • br-online.de

Einen der schönsten Allen-Filme seit Jahren sah Thilo Wydra. "SCOOP übertrifft bei weitem alle letzten Allen-Filme an Humor, Geisteswitz und Feinsinnigkeit. Die Dialoge - wie stets hat Allen das Drehbuch selbst verfasst - sprudeln nur so vor Humorigkeit und Charme, so manchen Einzeiler ist man versucht, sich unbedingt zu merken, doch der nächste lässt den vorherigen schon wieder vergessen. Allen fackelt ein Feuerwerk an subtilen Einfällen voller Situationskomik und Menschenkenntnis ab."

09. November 2006 | SCOOP - DER KNÜLLER • Kritik • film-dienst 23/2006

Wieder wird dabei mit britischen Klischees gespielt, schreibt Felicitas Kleiner. "Trotzdem lässt sich Allens Umgang mit seinem britischen Setting nicht als rein "exotistischer" Blick des Amerikaners auf das alte Europa abtun; das klischeebeladene Bild der rigiden englischen Klassengesellschaft liefert ihm vielmehr eine probate Chiffre, um als Hintergrund seiner Story eine Tendenz zu beleuchten, die ganz und gar nicht nur Großbritannien betrifft: die Verschärfung sozialer Gegensätze und den damit einhergehenden, rücksichtloser werdenden Kampf um Privilegien und Status. Hinter der verführerischen Kultiviertheit der feinen Gesellschaft lauert hier einmal mehr ein unterschwelliges Gewaltpotenzial."

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