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MADEINUSA

MADEINUSA

Regie Claudia Llosa
Kinostart 09.11.2006

Kritiken • MADEINUSA

12. November 2006 | MADEINUSA • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke ist begeistert. "Claudia Llosa, Nichte des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa, ist vor der großartigen Kulisse der Andenlandschaft ein erstaunlicher und ungewöhnlicher Debütfilm gelungen: eine farbenprächtige, ironische Fabel über die Bruchstellen zwischen Moderne und Archaik, Neigung und Pflicht, heidnischen Bräuchen und christlichem Glauben – vor allem aber: zwischen Indios und Mestizen. ... Das Schöne an MADEINUSA ist, dass er diese Kluft weder korrekt noch sentimental zur Darstellung bringt, sondern unkonventionell, witzig und böse."

11. November 2006 | MADEINUSA • Kritik • Die Tageszeitung

"Was Claudia Llosas Spielfilmdebüt auszeichnet, ist nicht nur die Unerbittlichkeit einer Emanzipationsgeschichte, sondern auch der genaue Blick, den sie für die Bedeutung von Dingen und Gesten hat und mit dem sie vom Zusammenstoß eines archaischen Dorfkosmos mit der Moderne erzählt.", schreibt Claudia Lenssen. "Der Film ist weit mehr als die Fluchtgeschichte seiner Heldin, er lebt auch vom Rhythmus der Arbeitsgänge und Handreichungen des Mädchens, von der Einbettung der absurden dörflichen Festrituale in die Handlung und nicht zuletzt vom Wechsel der intimen Szenen."

09. November 2006 | MADEINUSA • Kritik • Berliner Zeitung

Leni Höllerer lobt den Film. MADEINUSA "gleicht über weite Strecken einem Dokumentarfilm, so präzise und geduldig fängt die Kamera die bizarren Riten und glanzvollen Prozessionen des Dorfes ein. Wie beiläufig schweift sie gelegentlich über die malerisch-raue Andenlandschaft oder auf die beredten, ausgemergelten Indio-Gesichter. Alles scheint hier echt zu sein. Die Schauspieler sind Laiendarsteller, oft Dörfler. Die Riten jedoch sind reine Fiktion, und hier beginnt das Problem: In Peru wurde Llosa oftmals vorgeworfen, sich des Klischees vom rohen, unverständigen Indio zu bedienen. Unbegründet ist das nicht, wird der Dorfbevölkerung im Film doch nicht nur jedes tiefere Religions- und Moralverständnis abgesprochen, sondern selbst natürliche Güte."

09. November 2006 | MADEINUSA • Kritik • Der Tagesspiegel

"Claudia Llosa, Nichte des Schriftstellers Mario Vargas Losa, ist ein erstaunlich perfektes Debüt gelungen: eine ironische Fabel über den Zusammenstoß von Alt und Neu und von Wollen und Sollen – mit einer Prise schwarzen Humors und einem herrlich bösen Schluss, der allen eine lange Nase macht, die dachten, Madeinusa sei nur ein naives Provinzmädchen. Sehenswerte Dorffabel."

07. November 2006 | MADEINUSA • Kritik • film-dienst 23/2006

Ungewöhnlich und überraschend findet Wolfgang M. Hamdorf den Erstling. Der Film bietet "eine ebenso komische und schillernd exotische wie tragische Episode vom Zusammentreffen zweier Welten. Zwischen Melodram und fast dokumentarischer Inszenierung des dörflichen Mikrokosmos spielt die Regisseurin mit bekannten Klischees, überwindet aber die Ebene anthropologischer Allgemeinplätze. Ihr Film lebt von seinem besonderen Humor, vom ironischen Spiel mit den Stereotypen der Ethnizität, ohne in opulent-sentimentale Drittweltromantik zu verfallen. Dabei balanciert die Regisseurin virtuos zwischen Fiktion und authentischen Beobachtungen."

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