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EIN GUTES JAHR

EIN GUTES JAHR

Regie Ridley Scott
Kinostart 09.11.2006

Kritiken • EIN GUTES JAHR

09. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl findet, daß EIN GUTES JAHR eine kleine Spielerei zwischendurch für den Regisseur ist, "eine Petitesse, in der sich ein Technokrat des Kinos vergewissert, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt. Mit Russell Crowe hat er einen der angesehensten Charakterschauspieler der Gegenwart verpflichtet. Der Australier in Hollywood hat schon in der kitschigen Geniefabel "A Beautiful Mind" gezeigt, dass er die all die Ticks und Tricks beherrscht, die heutzutage ein Seelenleben suggerieren sollen. Immer wieder lässt Russell Crowe seine Mimik leicht grotesk entgleisen, um zu zeigen, dass in Max Skinner etwas vorgeht. Dazu inszeniert Ridley Scott kleine Slapstick-Einlagen: ein Kapitalist muss erst einmal auf die Schnauze fallen, bevor er sich am Gabentisch der Natur niederlassen darf."

09. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • Die Tageszeitung

Eine weichgezeichnete Winzerkomödie sah Dietmar Kammerer. Der Film ist "so nett und harmlos und unwirklich zugleich anzusehen, dass man die ganze Zeit das Gefühl nicht los wird, dass Crowe plötzlich schweißgebadet in einem unbequemen Londoner Designerbett aufwacht, um erleichtert festzustellen, dass alles nur ein böser Traum gewesen ist, schließlich ist für ein Arbeitstier wie ihn das Wort "Urlaub" eine handfeste Beleidigung. Weil das nicht passiert, darf man das Kino mit dem Gefühl verlassen, dass das Leben irgendwie angenehmer sein könnte, hätte man jede Menge Kohle, lauter schöne Menschen um sich, ein eigenes Schloss und dreihundert Sonnentage im Jahr."

09. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich ist enttäuscht. "Dass sich mit Marion Cotillard eine Frau in [Russel Crowe] verliebt, der man mit den Worten "umwerfend" und "bezaubernd" nicht annähernd gerecht wird, ist eine Gemeinheit, die man dem Film lange nach dem Abspann nicht verzeiht. Schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass der gelenke Australier Crowe hier einen steifen Briten mimen soll – und im Slapstick endet. ... Man muss sich daher nicht wundern, dass uns der humoristische Laie Scott mit abgestandenen EnglandFrankreich-Klischees und gespreiztem Esprit zu becircen versucht."

09. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal erinnert EIN GUTES JAHR daran, dass Komödien vor allem eine Frage des Timings sind. "Schließlich hapert es in Scotts erster reiner Komödie vor allem am Timing. Nie stimmt das Tempo. Entweder forciert der Regieveteran, der sich mittlerweile beinahe in allen großen Kinogenres versucht hat - in seiner Filmografie fehlen nur noch ein Musical und ein Western -, das Tempo durch seinen hektischen Schnittrhythmus so sehr, dass neben den Darstellern und ihren Charakteren auch der Zuschauer auf der Strecke bleibt. Oder er stampft so lange auf seinen Gags herum, bis er aus ihnen, diesen Trauben der Komödie, auch noch den letzten Rest an Witz und Esprit heraus gepresst hat."

09. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • Der Spiegel

Wenig süffig findet ristina Moles Kaupp die Komödie. "Französisches Flair passt immer, wenn's darum geht, echte Werte zu bebildern; Scott serviert pittoresken Kitsch dazu: schönste Landschaften, kulinarische Köstlichkeiten, einfaches Landleben und Charaktere mit Herz und Temperament. Zu Skinners Läuterung wird die Landschönheit Fanny (...) in die Handlung geschleust, die der Finanzhai mit dem Auto von der Fahrbahn fegt. ... Alles in allem ein Potpurri aus Frankreich-Klischees und bemühten Gags - wenn etwa ein Hündchen namens Tati Skinner ans Bein pinkelt."

07. November 2006 | EIN GUTES JAHR • Kritik • film-dienst 23/2006

Was nach einer einfältigen Filmidee aussieht, entpuppt sich als ein mit großer Leichtigkeit inszeniertes, zitatreiches und fast selbstreflexives Spiel mit den Konventionen des Kinos, lobt Esther Buss. "Glücklicherweise nimmt der Film seine Wandlung vom Broker zum Landei nicht allzu ernst und verzichtet auf psychologische Erklärungen. Nebenbei erfährt man zwar einiges über Weinanbau, doch letztlich ist das Spiel mit filmischen Vorbildern und Stereotypen schon alles, was Scott zu bieten hat – was insgesamt doch etwas wenig ist. Gegen Ende rutscht der Film zunehmend in die Ästhetik einer französischen Zigaretten-Reklame und schlägt einen versöhnlichen Ton an. Wenn Russell Crowe seine letzten Sätze auch noch auf Französisch spricht, ist man doch etwas ratlos."

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