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7 JUNGFRAUEN

7 JUNGFRAUEN

Regie Alberto Rodriguez
Kinostart 09.11.2006

Kritiken • 7 JUNGFRAUEN

09. November 2006 | 7 JUNGFRAUEN • Kritik • Berliner Zeitung

Der sozial realistische Film legt ein rasantes Tempo vor, schreibt Katja Lüthge. "Schnelle Schnitte und die vorwärtstreibende Musik lassen aber ahnen, dass es in dieser Geschwindigkeit nicht ewig weitergehen kann. Der pubertäre Lebenstraum vom immerwährenden Rausch und der grenzenlosen Freiheit bekommt Risse. Denn diese Freiheit, so dämmert es den Freunden, bedeutet immer auch, frei zu sein von jedweder sozialen Verbindlichkeit. Dass Rodríguez seine Jungs in einer besinnlichen Szene fast am Ende des Films aber ausgerechnet von einer gänzlich unrebellischen kleinbürgerlichen Existenz träumen lässt, ist unglaubwürdig."

09. November 2006 | 7 JUNGFRAUEN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Anke Leweke bleibt "die so genannte Authentizität bleibt Effekt, weil sich Rodríguez selten selbst ein Bild macht. Stattdessen wird man mit Szenen konfrontiert, die man zu oft im Kino gesehen hat, als dass sie noch auf eine äußere Wirklichkeit verweisen könnten. Auch wenn sie auf der Seite der Jugendlichen stehen, manifestieren Filme wie 7 JUNGFRAUEN den Status quo, den sie eigentlich beklagen. Dabei entwickelt Rodríguez' Film immer dann eine Stärke, wenn er vom Weg des dramaturgisch zwanghaft vorgesehenen Unheils abkommt und im Alltag verweilt."

09. November 2006 | 7 JUNGFRAUEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist begeistert: "Aus dem spanischen Sevilla kommt ein Film, der durch den Kunstgriff des Knasturlaubs aus diesem Leben etwas ganz Besonderes macht und zu einer selten erreichten Konzentration destilliert. Wir wissen nicht viel über diesen Tano, dem seine Intelligenz eigentlich etwas Besseres als kleine Gaunereien erlauben sollte. Mehr, als er in diesen 48 Stunden von sich zu erkennen gibt, kommt dabei kaum heraus. Aber es reicht, um mehr Verständnis für seinen ständigen Flirt mit der schiefen Bahn zu entwickeln, als es den meisten plausibel erzählten Sozialdramen gelingt."

07. November 2006 | 7 JUNGFRAUEN • Kritik • film-dienst 23/2006

Wolfgang M. Hamdorf hat der Film durch seinen Rhythmus und seine Authentizität beeindruckt. "Blicke, Bewegungen, das Schweigen oder das, was nicht gesagt wird, sind hier allemal stärker als die gesprochenen Worte. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel professioneller Schauspieler mit den jugendlichen Laiendarstellern, was teilweise jedoch zu einem so starken Lokalkolorit führt, dass die Dialoge für Nichtandalusier nur schwer verständlich sind. Die Kamera begleitet die Protagonisten angemessen und schafft dadurch einen eigenen Realismus. Der Handlung angepasst ist auch der Schnitt, von langsamen Einstellungen bis zum videoclipartigen Stakkato."

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