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OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE

OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE

Regie Carsten Fiebeler
Michael Boehlke
Kinostart 23.08.2007

Kritiken • OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE

24. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film gerät laut Michael Luger mehr zum Porträt von sechs Lebensgeschichten als zur rastlosen Punk-Chronik. Er "gibt seinen Protagonisten viel Raum für Erzählungen und verzichtet ganz auf ergänzende Kommentare. Er zeigt die ehemaligen "Systemfeinde" bei dem, was sie heute gerne tun. ... Die filmische Rückschau auf die Ungezwungenheit der alten Punktage, die man sich in der von Zwängen durchzogenen DDR geleistet hat, kommt nicht ganz ohne Melancholie aus. Damals waren sie rebellisch, heute sind sie angepasst. So ist OSTPUNK! auch – ja, vor allem – die Geschichte einer Mäßigung."

24. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Der Freitag

Für Jörn Luther überfällt der Film "den Zuschauer am Anfang durchaus punkgemäß mit einer wilden Flut von Bild- und Musikfetzen, zeigt dann, mal in längeren Sequenzen, mal kurz gegeneinander geschnitten, die sechs aus der ersten DDR-Punkgeneration stammenden Protagonisten. ... Der Film hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Was Ausstellung und Katalog leisten konnten, vermag der Film nicht. Das Bild des Ostpunks bleibt schemenhaft. OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE liefert dem Zuschauer abgesehen von der namentlichen Vorstellung der Interviewten kaum Orientierungshilfen."

23. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Berliner Zeitung

Die Ikonografie des Sozialismus wird hier indes schamlos überreizt, kritisiert Ronald Galenza. "Manche Auskünfte wirken insiderhaft; das liegt in der Natur der Sache. Private Mythen werden etwa beschworen, wenn sich Colonel und ein Mit-Punk aus alten Zeiten im Knast wiedertreffen. Mitunter wirkt das Erlebte vernettet bis komisch, manche Mitteilungen bleiben seltsam unpolitisch. Natürlich werden Knast, Stasi und Ausreise in den Westen thematisiert; politische Fixpunkte - vom polnischen Kriegsrecht bis hin zu Gorbatschow - spielen allerdings keine Rolle. Auch die Situation in anderen DDR-Bezirken bleibt unerwähnt. Vielleicht hätte dem Film ein Kommentar geholfen."

23. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Oliver Tepel hätte sich mehr gewünscht. "Es ist der unmittelbare Blick, selektiert und gegliedert von den Regisseuren Carsten Fiebeler und Michael Boehlke, die dabei das psychologische Portrait der kulturhistorischen Perspektive vorziehen. Dennoch argumentieren die Bilder im Kulturellen, versuchen einerseits die Idee von einem Coolness-Gefälle zwischen Düsseldorf und Dresden zu nivellieren, um sogleich zu Recht auf das hohe Risiko des Punks im Osten hinzuweisen."

23. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Der Schnitt

Bei Kyra Scheurer bleiben nach dem Film einzelne Textzeilen von Bands wie Planlos, Wutanfall, Schleimkeim, Zwitschermaschine und Sendeschluß und die herausgeschriene Energie dahinter in Erinnerung. "Am nachhaltigsten aber beeindruckt die Kraft und Gelassenheit, die sämtliche Protagonisten allen Brüchen zum Trotz ausstrahlen. Hier haben sich welche ausgelebt und eingebracht, haben vieles gesehen, sind selbst ins Visier geraten und haben bei all dem doch einen frischen und sehr eigenen Blick auf das Leben und sich selbst bewahrt – Punk is not dead!"

07. August 2007 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • critic.de

Laut Maurice Lahde wartet der Film mit spektakulärem, größtenteils unveröffentlichtem Archivmaterial auf. "Der Film beeindruckt schon durch die schiere Fülle des Materials, oder vielmehr: beeindruckend ist, dass es die Archivaufnahmen, darunter mehrere illegale Konzertmitschnitte, überhaupt gibt. Zwar wirkt er formal zunächst recht konventionell mit seiner typischen Mixtur aus Bilddokumenten und Zeitzeugeninterviews – auch die gelegentlichen Verfremdungen auf Ton- und Bildspur ändern daran nicht viel, eher wirken sie manchmal effekthascherisch. Aber der flotte, rhythmische Schnitt wird dem Gegenstand gerecht, und in der Inszenierung der Interviews setzt der Film gekonnt das von der Künstlerin Cornelia Schleime ausgegebene wichtigste Credo der Bewegung um: 'Wir wollten Einzelwesen sein.'"

04. November 2006 | OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE • Kritik • Begründung der Jury der DOK Leipzig

"Der Film beleuchtet auf mitreißende Weise die Punkszene der späten DDR. Er untersucht damit eine bisher vernachlässigte Form des jugendlichen Widerstandes der 80er Jahre - mit eindrucksvollen Protagonisten und cineastischen Mitteln, die dem Thema angemessen erscheinen. Ein kraftvoller Film voller rebellischer Energie."

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