| Regie | Lucy Walker |
| Kinostart | 10.01.2008 |
"Sicher war es eher ein Glücksfall für Lucy Walker, dass das Leben nicht den Regeln eines Hollywood- Films folgt, dass der Weg hier wichtiger blieb als das Ziel und der höchste Punkt nicht erreicht wurde. So wird vielleicht noch deutlicher, dass der eigentliche Endpunkt dieser Bergtour nicht der Gipfel, sondern ein neues Selbstbewusstsein war."
Lauter mutige Menschen hat Katrin Knauth gesehen, die unsere Aufmerksamkeit und Bewunderung verdienen. "Im Vordergrund steht vielmehr die Erweiterung der persönlichen Grenzen und die Erfahrung, die sie dabei machen. Bei der Expedition ist der Weg das Ziel und der ist beschwerlich genug. Die Blinden sehen keine schöne Natur, aber sie spüren die Kraft und den Willen, etwas ganz Besonderes zu leisten. Genau dieser Aspekt kommt bei dem Film sehr gut heraus, ohne dass das Ganze zu klischeehaft herüberkommt. Hut ab!"
Für Birte Lüdeking ist der Film "nicht ausschließlich ein Film über eine spezifische Mount-Everest-Eroberung durch blinde Jugendliche. Mehr als das ist er ein auf viele Bereiche übertragbares Plädoyer für einen selbstbewussten Umgang mit so genannten Handicaps. Ein überzeugendes und inspirierendes Beispiel dafür, sich nicht von den Vorstellungen anderer einschränken zu lassen und sich nicht mit der Außenseiterrolle abzufinden, die manch einem von der Familie oder von der Gesellschaft zugeschriebenen wird. Stattdessen unterschätzte oder unerkannte Potentiale auszuschöpfen und wie das einstige Straßenkind Tashi vielleicht eine Massagepraxis zu eröffnen."
Dorothee Tackmann findet die Dokumentation bewegend. "In ihrem Film bahnen sich Unmengen an Stoffen, neuen Geschichten und Sichtweisen an. Es ist ergreifend zu verfolgen, wie die Kinder mit sich kämpfen, um der Herausforderung zu trotzen und das unbekannte Terrain zu erobern. Und erschütternd, dass sie einen der schönsten Orte der Welt gar nicht sehen können."
Laut Rene Wildangel stehen in BLINDSIGHT außergewöhnliche und mutige Menschen im Mittelpunkt, die Bewunderung verdienen. "Die blinden Kinder sind selbstbewusst, können ihr Leben meistern und haben erstaunliche Pläne, die ihnen in Tibet eigentlich nicht zugestanden werden sollten. Es wird nicht einfach, sich Durchzusetzen, aber es besteht kein Zweifel, dass sie es schaffen werdn. Die so eigenwilligen wie eigenständigen Persönlichkeiten aus der Blindenschule sind die Helden dieses Films über die Macht der Menschlichkeit, bei der auch hartgesottene Berlinalisten eine Träne verdrücken können."
Datenblatt des Films.