Inhalt • EIN FREUND VON MIR
"So lange ich denken kann, habe ich alles richtig gemacht." Das sagt Karl, ein junger Mathematiker, der als Nachwuchs-Führungskraft in einer großen Versicherung arbeitet. Dass etwas fehlt in seinem Leben, entdeckt er erst durch die Begegnung mit Hans, der ihn in existenzielle Dinge einweiht: In die Magie des Nacktporschefahrens zum Beispiel, oder in die Kunst, wahre Königinnen wie Stelle unter Tausenden zu erkennen.
Crew • EIN FREUND VON MIR
Regie: Sebastian Schipper
Darsteller: Jürgen Vogel, Daniel Brühl, Peter Kurth, Steffen Groth, Sabine Timoteo ...
Verleih/Copyright: X Verleih AG, Berlin
Kritik • EIN FREUND VON MIR • 26. Oktober 2006 • film-dienst 22/2006
Laut Michael Kohler ist der Film eine Art kalkuliertes Risiko. Die "Figuren sind weniger Menschen als einander widersprechende Prinzipien, die zudem von zwei äußerst gegensätzlichen deutschen Stars verkörpert werden. Daniel Brühl spielt den verschlossenen Karl, seinen Freund stellt Jürgen Vogel dar. Das ist insofern konsequent, als es schon einen Hans Dampf in allen Gassen braucht, um den auch diesmal wieder seltsam unbeteiligt wirkenden Brühl aus seiner Lethargie zu wecken. Andererseits mutiert Vogel dadurch endgültig zur Nervensäge. Seine Figur vereint so ziemlich alles, was man von Vogel nicht mehr sehen will: den ungezügelten Geltungsdrang, das Liebäugeln mit dem Naturalismus und vor allem das Klischee einer melancholisch grundierten, aber gleichwohl ansteckenden Lebensfreude."