| Regie | Sven Unterwaldt jr. |
| Kinostart | 26.10.2006 |
Katja Lüthge kann mit dem Film wenig anfangen. "Das Böse ist wirklich ein bisschen unheimlich, und sogar Nina Hagen bringt es mit einem für ihre Verhältnisse zurückhaltenden Spiel zu einer recht ansehnlichen Hexe, die im Vergessen Trost sucht. Kostüme und Ausstattung sind märchenhaft angemessen, die Lauflänge von 95 Minuten ist passabel. Generell aber gilt: Je weniger Zwerg, desto besser. Allein Ralf Schmitz als Zwerg Sunny schafft es in einer Szene mit seiner denkwürdigen neuen Gebärdensprache die Zwergen-Ehre zu retten. Diese Sorte clever eskalierenden Humors verstehen sogar Mädchen."
Die Idee findet Michael Kohler eigentlich hübsch. "Ein bisschen Handlung muss schon sein, mag sich die Autorentrias Otto Waalkes, Bernd Eilert und Sven Unterwaldt gedacht haben, aber zuallererst ist auch der zweite Teil eine als Märchenparodie getarnte Nummernrevue. Jeder bekommt seinen bis zum Abwinken wiederholten Auftritt, sei es nun Rüdiger Hoffmann als Zauberspiegel, Nina Hagen als geschasste Königin, jemand aus der Zwergenriege oder gar Otto, der Außerfriesische höchstselbst. Dieser Marketingtrick ist im Erstling noch ein richtiger Besetzungscoup gewesen, der für Abwechslung im dramaturgischen Flickenteppich sorgte, nun geht alles nach dem Motto der Fortsetzungsindustrie: von allem mehr, aber vor allem vom selben."
Nicht ein Haufen Komiker allein macht den guten Witzfilm, behauptet Alexander Soyez. "Das Original, solide Familienunterhaltung, setzte mit schlichten und meist langsamen Pointen eher aufs kindliche Publikum. Und hatte zumindest einen gewissen Charme. DER WALD IST NICHT GENUG nun schlägt sich mit leider verlorener Unschuld durchs Unterholz."
Jens Hinrichsen kann nicht nachvollziehen, "dass einmal mehr eine wirklich zusammenhängende Story, die ja nicht unkomisch sein müsste, der kleinteiligen Häppchendramaturgie des von Werbepausen gegliederten Privatfernsehens geopfert wird. Dass sich überdies die 'kleine Form' schwerlich auf den Spielfilm übertragen lässt, bewiesen schon die Loriot- und Otto-Filme Horst Wendlandts, der als Produzent nun von Otto Waalkes beerbt wird. ... Zwar haben Ausstattung und Lichtdesign die Außendrehorte im Harz zum zauberischen Märchenforst verwandelt, aber die ohnehin mageren Grimm-Zutaten wie Hänsel, Gretel und ein Zauberspiegel werden von mehr oder weniger gelungenen Cameos aus der deutschen Comedy-Szene weggebissen, als müsste peinlich darauf geachtet werden, das womöglich märchen-unkundige Publikum nicht zu überfordern."