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ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET

ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET

Regie Luc Schaedler
Kinostart 12.10.2006

Kritiken • ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET

13. Oktober 2006 | ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET • Kritik • critic.de

Dem Film gelingt über weite Strecken die Dekonstruktion im Westen verbreiteter Klischees, lobt Michael Kienzl. "Die bemerkenswertesten Bilder sind dabei beiläufige Momentaufnahmen aus dem heutigen Tibet. Bilder, die zeigen wie sich Tibeter bei der Fußballweltmeisterschaft über die Niederlage der Chinesen freuen oder Szenen des nächtlichen Treibens in Lhasa nehmen zwar nur geringen Raum ein, besitzen aber eine Note des Unverbrauchten. Dass Angry Monk durchaus auch Längen hat, liegt sowohl an seinem enormen Informationsgehalt, als auch an der strikt linearen Erzählstruktur, die dem Ganzen eine allzu didaktische Note verleiht."

13. Oktober 2006 | ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns findet der Filmemacher "erstaunliches zeitgenössisches Bildmaterial, nur eines fehlt: Ein Interview mit dem Dalai Lama. Ganz bewusst hat Schaedler auf das verzichtet, was ansonsten in keinem Film über Tibet fehlt und stellt sich somit auch gegen die dem Dalai Lama in den Augen des Westens oft gegebene Rolle einer ultimativen Autorität in allen Dingen Tibet. ... Nicht nur das schiefe Tibetbild rückt Schaedler mit seiner Dokumentation gerade, er liefert vor allem das faszinierende Portrait eines ungewöhnlichen Mannes, der gleichzeitig nach seinen eigenen Regeln lebte und doch fest seinem Glauben verhaftet blieb."

12. Oktober 2006 | ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Leni Höllerer zeigt der Regisseur "Dinge, die andere Filme über Tibet nicht zeigen: etwa Discos, mehrspurige Straßen und kommerziell organisierten Pilgertourismus. "Schaedler hat uns also viel zu berichten. Manchmal fast zu viel: Unaufhörlich wird der Zuschauer von den oft ziemlich schnöden Kommentaren belehrt; er befindet sich mal im alten Tibet, mal in der Kulturrevolution, dann wieder in der Gegenwart. Diese thematische Unentschlossenheit kostet den Film die Nähe zu seiner eigentlichen Hauptperson. Bis zum Schluss erhält man kaum Einblicke in Choephels Selbstverständnis; man begreift etwa nicht, wie er seinen Lebenswandel mit seiner Religion vereinbarte."

10. Oktober 2006 | ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET • Kritik • film-dienst 21/2006

Obgleich die Gedanken des Autors deutlich zum Ausdruck kommen, bleibt für Sarah-Mai Dang viel Raum für eigene Überlegungen. "Der Lebensweg des Abenteurers steht zwar im Vordergrund des Dokumentarfilms, bildet jedoch nicht das Hauptthema. Vielmehr ermöglicht er einen Zugang zur Identität des heutigen Tibets. Zeitzeugen, Forscher und Archivmaterial erklären, dass in den Klöstern und in der Gesellschaft hierarchische Strukturen herrschten, die aufzubrechen unmöglich war, da Geistliche wie Adlige ihre Macht mit allen Mitteln zu verteidigen wussten. Nicht gewillt, sich den reformresistenten Gewalthabern zu unterwerfen, verließ Gendun Choephel zunächst das Kloster und später dann auch seine Heimat."

02. September 2006 | ANGRY MONK - EINE REISE DURCH TIBET • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Subversion im Lamaismus sah Till Brockmann. "Schaedler und sein minimales Team, das sich besonders in Tibet wie filmende Touristen benahm, um nicht die Aufmerksamkeit der chinesischen Behörden auf sich zu lenken, bleibt Choephel stets auf den Fersen, bei den geographischen wie den geistigen Reisen. Eine Kommentarstimme, deren konstant besonnener Ton die Brisanz der Themen etwas betäubt und der Verve des 'zornigen Mönchs' wohl nicht ganz gerecht wird, führt uns durch den Film und liefert einige erhellende Erklärungen ... Die vom Kameramann Filip Zumbrunn gefühlvoll eingefangenen Bilder aus der Gegenwart erzeugen mit den Texten spannende Synergien (und sind gleichzeitig Indiz dafür, dass die Biografie Choephels primär als Filter genutzt wird, um sich den aktuellen Problemen Tibets zu nähern)."

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