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PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE

PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE

Regie Christopher Nolan
Kinostart 04.01.2007

Kritiken • PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE

05. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche lässt sich gern hinters Licht führen. "Nolan ist der Faszination für die modernen Maschinen, die die aufkommende Industrialisierung hervorbrachte, erlegen. Denn auch er ist ein Illusionist, ein brillanter Blender und Trickser. Ihn interessiert die Mechanik der Illusion, so wie er über seine vertrackten, teilweise doppelt verschraubten Flashback-Erzählungen und rückläufigen Handlungsstränge auch die Ordnungslogik konventioneller Erzählweisen offen legt. ... Das Tolle an PRESTIGE ist, dass die Mechanik von Nolans Illusion genauso fasziniert wie die Illusion selbst. Sie mag fragil sein wie einer von Méliès durch Dutzende von Klebestellen zusammengehaltener Filmstreifen, aber am Ende geht der Trick immer auf unsere Kosten."

05. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • Der Spiegel

Andreas Resch ist begeistert von der bildgewaltige Parabel über das Wesen der Illusion, die das Kino selbst, die die größte Illusionsmaschine von allen, entlarvt. "Nichts ist wie es scheint, und obwohl man das weiß, lässt man sich trotzdem immer wieder bereitwillig hinters Licht führen. Im Film laufen mehrere Zeitebenen neben- und gegeneinander, die schließlich in einem furiosen Finale zusammengeführt zu werden. Zwar erreicht das 40 Millionen Dollar teure Ausstattungsdrama nicht ganz die Qualität von Nolans minimalistischen Experimenten wie FOLLOWING, dennoch handelt es sich um einen in seiner Erzählstruktur hochgradig komplexen, zudem überaus spannenden Film, dessen Metaphorik nie bloßes Beiwerk ist, sondern ein wichtiges narratives Element, das die Einzelteile der Geschichte zusammenhält."

04. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • Der Tagesspiegel

Virtuosität und Perfektion bescheinigt Sebastian Handke dem Film, allerdings auch weder Herz noch Seele. "PRESTIGE beginnt mit dem Ende, schlägt dann Haken und legt falsche Fährten; kaum wähnt man Boden unter den Füßen, folgt schon die nächste Überraschung. Bei wiederholter Sichtung erst fällt auf, wie sehr die Teile des Puzzles zueinander in Beziehung stehen, Nolans Geheimnis als Konstrukteur aber kommt man auch dann kaum auf die Schliche. ... Zugrunde liegt dem Zauber nur die unerbittliche Mechanik der Konstruktion, ohne dass die Triebkräfte der Figuren glaubhaft zum Ausdruck kämen. Ein reizender, raffinierter, eiskalter – Oberflächeneffekt."

04. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat dem Film gern nachgesehen, dass er sich zu ernst nimmt. Der Regisseur "zeigt ein phantastisches Drama wie es schon im klassischen Hollywood immer wieder entstanden sein könnte. Solch ein Duell zweier genialischer Zauberer - das hätten Boris Karloff und Bela Lugosi ebenso gern gespielt wie Vincent Price oder Peter Lorre. In Ermangelung derselben sind es jetzt, in durchaus würdiger Nachfolge, Hugh Jackman und Christopher Bale. ... Wie es scheint, wurde der in den USA überwiegend verrissene Film auf die vordergründige, rationale Ebene festgelegt. Aber schauen wir genau hin. Für die Welt der Magie gilt für gewöhnlich die selbe ernüchternde Erkenntnis, die der Soziologe Niklas Luhmann aus dem Fernsehen zog: Die Zuschauer wissen längst, dass sie kaum etwas von dem, was sie sehen, glauben dürften - und bleiben dennoch bei der Stange."

03. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Peter Uehling ist PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE von Christopher Nolan der bisher schönste Film des Regisseurs. "Ungeachtet der komplexen Struktur ist das Betrachten dieses Films ein Fest, bevor es eine Herausforderung ist. Auch wer Magier, London oder die Jahrhundertwende nicht mag, wird diese Dinge von der schwindelnden Logik des Films so eigen bewegt finden, dass sie ihr Ausstattungswesen ablegen und zu Gegenständen des Nachdenkens werden. Satt gefärbt, üppig bebildert, wundervoll gespielt ist PRESTIGE Nolans bislang reichster Film. Vielleicht sogar sein reinster, weil seine rauschende Sinnlichkeit immer wieder an der Frage nach dem Sehen gebrochen wird."

03. Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • epd-film 01/2007

Einen raffinierten Zauberkunst-Film sah Anke Sterneborg. "Dabei gibt es keinen Zweifel, dass auch der Filmregisseur ein Zauberer ist, der die Wahrnehmung mit Tricks und Finten manipuliert und so wie sein Bühnenkollege hinter Vorhängen und Tüchern zwischen zwei Schnitten unsichtbare Geheimnisse verbirgt. Als Zuschauer sollte man jedenfalls seinen Augen und Ohren nicht trauen, wenn sich die Taschenspieler von Bühne und Kino auf solche Weise verbünden, und als Kritiker sollte man hier keinesfalls zu viel verraten. Ohnehin gilt, was Michael Caine immer wieder sagt: Die Menschen schauen gar nicht genau hin, weil sie betrogen werden wollen."

Januar 2007 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • film-dienst 01/2007

Franz Everschor ist begeistert, der Regisseur schafft es, die ganze Zeit die Spannung zu halten: "Dieser Plot ist nichts als das vordergründige Material einer Geschichte, in deren Verstrickungen und Verwirrungen der Zuschauer immer aufs Neue dazu verführt wird, Vorgänge und Motivationen zu erahnen, ohne in Wirklichkeit die Hintergründe überblicken zu können. Der Film funktioniert Szene für Szene nach dem vorangestellten Rezept eines jeden guten Zaubertricks. Illusion und Magie sind es, mit denen Nolan jongliert wie der Zauberer mit dem Kaninchen – seien es Details in der Motivationskette, die er nicht verrät, oder geschickte Manipulationen von Zeit und Raum, Rückblenden versteckt in Rückblenden oder einfach auch nur bis zum Ende verschwiegene oder verborgene Elemente der Geschichte."

12. Dezember 2006 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • programmkino.de

Dem Regisseur gelingt laut Marcus Wessel ein weiteres Meisterstück. "So wechseln sich Thriller-Elemente mit ironischen Kommentaren zum gesamten Showbiz ab, die Chronik einer gescheiterten Beziehung vermischt sich mit dem märchenhaften Flair alter Varietés. Scheinbar mühelos legt er die Köder aus, an denen wir uns schlussendlich verschlucken sollen. Natürlich ahnen wir, dass ein Film, der von Täuschungen und Illusionen handelt und dessen Regisseur noch dazu Christopher Nolan heißt, nicht nur einen sondern gleich mehrere doppelte Böden besitzt. Dieses Vorwissen schützt einen jedoch keineswegs davor, zum Ende hin erstaunt, gebannt und ungläubig die Leinwand anzustarren."

01. Dezember 2006 | PRESTIGE - DIE MEISTER DER MAGIE • Kritik • ray Dez/2006 - Jan/2007

Laut Holger Römers ist der Film wie ein besonders kühner Zaubertrick angelegt. "Die Lösungsansätze werden nämlich schon früh in jeweils anderem Zusammenhang eingestreut, während Wally Pfisters unaufdringliche Handkamera dem Zuschauer einen einzigen Anblick auffallend hartnäckig vorenthält. Die Spannung speist sich dabei aus der heraufdämmernden Ahnung, welchen Ausgang die Handlung schließlich nehmen wird. Doch vom Grad der Überraschung, den man über die Schlusswendung empfindet, hängt auch das Ausmaß der jeweiligen Enttäuschung ab."

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