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THE GOOD GERMAN

THE GOOD GERMAN

Regie Steven Soderbergh
Kinostart 01.03.2007

Kritiken • THE GOOD GERMAN

01. März 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Berliner Zeitung

Marcus Rothe spricht mit Regisseur Steven Soderbergh über THE GOOD GERMAN, Siegermächte und Moral.

01. März 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus unterhält sich mit dem Regisseur über sein deutsches Vorbild Rainer Werner Fassbinder, seine Pläne, eine amerikanische Privatpartei zu gründen und seinen neuen Film.

28. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Jungle World

Jürgen Kiontke findet die Retro-Formensprache blöd: "Die hochkarätige Besetzung – George Clooney, Cate Blanchett – gerät so zur Requisite. Sie sind Teil einer zu schaffenden Atmosphäre typischer Spionage- und Nachkriegsfilme. Die Schauspieler treiben ein doppeltes Spiel. Clooney/Blanchett sind in CASABLANCA und dem DRITTEN MANN unterwegs, aber dennoch sollen sie eine eigene Geschichte erzählen wollen. ... Soderbergh ist von Haus aus Cutter, und so versucht er, seine Aufgaben technisch zu lösen. Er schafft Atmosphäre, wo Klarheit gefragt ist. Nicht eine dichte, eine eklektizistische Geschichte ist sein Ding."

28. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • film-dienst 05/2007

Sperrig-artifiziell nennt Felicitas Kleiner das Melodram. "Von seinem Vorbild unterscheidet sich THE GOOD GERMAN vor allem durch seine offensiv ausgestellte Künstlichkeit. Der Retro-Look und -Klang des Films, der Schauspielstil der Darsteller, der mehr "ikonisch" als naturalistisch ist, die Arbeit mit der Atmo (die gelegentlich einfach weggelassen wird) sowie der Wechsel von Erzählperspektiven funktionieren wie V-Effekte, die ein auf Identifikation bauendes Versinken in der dargestellten Welt verhindern und den Zuschauer das Gesehene mehr reflektieren als mitleiden lassen."

28. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Der Spiegel

Leider hat der Film außer dem hohlen Nachstellen berühmter Szenen nicht viel mehr zu erzählen, kritisiert Birgit Glombitza. "Vom Filmmaterial, das original aus den vierziger Jahren stammen soll, den Studiobauten, der Kamera- und Lichttechnik, den Hintergrundprojektionen, den weichen Konturen und der großen Palette an Grauwerten, bei denen Gut und Böse, Schwarz und Weiß leicht ineinander verschwimmen, bis hin zu Schauplätzen und narrativen Verstrickungen. Alles scheint es so ähnlich schon einmal gegeben zu haben. Doch Soderberghs traumschöne schwarz-weiße Erinnerungsbilder an ein Kino von einst scheinen keine andere Ambition zu kennen als das hohle Nachstellen."

12. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte bringt seine Kritik wie folgt auf den Punkt: "Soderbergh glaubt, er habe eine Hommage an das Kino der vierziger Jahre gedreht, doch seine Annäherung bleibt plumpe Fälschung. Das schwarzweiße Video wird niemals Kino, und die Zeiten, in denen man seine Cinephilie noch durch lässig eingestreute Casablanca-Zitate beweisen konnte, sind mindestens zwei Jahrzehnte vorbei. Dieser Film lässt sich nicht in die Augen schauen, Kleines, denn er hat nicht einmal ein Gesicht."

11. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • festivalblog.de

Christian Westheide ist unerbittlich: Der Film taugt nicht Mal als Metapher auf irgendwas. "Was ist dieser Film? Ein Krimi, ein Remake, eine Hommage, eine Neuinterpetation, ein bloßes Nachäffen? Keine Ahnung. Von allem etwas vermutlich. Durchaus gelungen die Wiedergeburt eines 40er Jahre Thrillers direkt am Anfang, mit der pompösen Musik als Aufmacher, den wackeligen Bildern, die zackige Einführung der Charaktere und sogar ein wenig Esprit in den Dialogen. Aber warum überhaupt der Aufwand, einen Film zu machen, der wie in den 40ern gemacht aussieht? Das hab ich bis zum Ende nicht begriffen ...."

10. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Berliner Zeitung

Steven Soderbergh wollte einen Film machen wie vor sechzig Jahren. Nur seine Stars stören ihn dabei, meint Maxim Leo. "Der Grund, warum das mit dem Zeitsprung im Film nicht so richtig klappt, sitzt an diesem Tag direkt neben dem Regisseur Soderbergh auf dem Podium in Berlin. Der Grund hat lange blonde Haare, sieht umwerfend aus und heißt Cate Blanchett. Der zweite Grund, warum der Streich nicht funktioniert, konnte nicht kommen. Er hat dunkle Haare, sieht auch umwerfend aus und heißt George Clooney. Die beiden spielen die Hauptrollen in dem Film und ihre Star-Gesichter sorgen dafür, dass die Zeitreise nie wirklich stattfindet."

10. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Tobias Rapp erfreut sich THE GOOD GERMAN ein wenig zu sehr am Nachkriegs-Berlin als Abenteuerspielplatz, um in Sachen Moralfragen noch überzeugen zu können. Die "Leichtigkeit, die Berlin so überzeugend als eine Stadt zeichnet, die sich jedem an den Hals wirft, der auf der Suche nach dem schnellen und billigen Glück ist, wird zu einem Problem, wenn es darum geht, das große und teure Unglück abzubilden. Genau das will THE GOOD GERMAN aber eben auch noch. In diesem Setting zusätzlich über die schuldhaften Verstrickungen von KZ-Aufsehern und die moralische Verantwortung von Militärs zu reflektieren, die glauben, zu egal welchem Preis auf deutsche Raketentechnologie angewiesen zu sein - das ist dann doch ein wenig viel."

10. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Steven Soderbergh ist ein Dieb, stellt Christiane Peitz fest. "Mit THE GOOD GERMAN liefert der Dieb seinen Meistercoup ab. Zitternde Vorspanntitel, die zu elegischem Streichersound über Berlins Nachkriegstrümmerlandschaft flimmern! Der Schwarzweißstil der Warner-Filme aus den Vierzigerjahren! Lange Schatten, sonnengebleichte Bildränder, der Flughafen Tempelhof ist das Flugfeld von CASABLANCA, andere Szenen zitieren DIE MÖRDER SIND UNTER UNS oder A FOREIGN AFFAIR – und George Clooney und Cate Blanchett spielen Humphrey Bogart und Lauren Bacall. Handwerklich perfekter Eklektizismus also, mit dem kleinen Unterschied, dass die Faustschläge härter ausfallen als damals und der einzige Kuss diskretest möglich verschattet wird. Und mit dem großen Unterschied zwischen Pose und Haltung."

10. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Neues Deutschland

Der Regisseur ist keiner von den ganz Dummen, obwohl THE GOOD GERMAN manchmal dumm aussieht, kritisiert Gunnar Decker. "THE GOOD GERMAN ist ein einziger Witz. Fragt sich nur, ob gewollt oder ungewollt. Aber vor allem: Wird aus soviel ironisch gebrochener Nostalgie ein guter Film?
George Clooney schaut als amerikanischer Kriegsreporter in diesem Schwarz-Weiß-Nostalgiefetzen immer so, als wüsste er nicht, in welchem Film er sich gerade befindet. Kein Wunder, der Zuschauer weiß es auch nicht, wir springen von einem Zitat zum anderen. Wahrscheinlich weiß es nicht einmal der Regisseur."

09. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel lobt die Darsteller, ist aber ansonsten nicht begeistert von dem Film. "Der Schwarzweißfilm benutzt historische Dokumentaraufnahmen aus der von Bomben zertrümmerten deutschen Hauptstadt und ist voller Berlin-Sinnsprüche wie "Diese Stadt macht für jeden die Beine breit" oder "In Berlin wird jeder zum Dummkopf". Außerdem sucht Soderbergh die Bildsprache von Michael Curtiz' Filmklassiker CASABLANCA. Man könnte also sagen: Es handelt sich um ein sehr seltsames, oft grotesk ambitioniertes und leider bei allem Pathos nie wirklich ergreifendes Machwerk."

07. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

06. Februar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

05. Januar 2007 | THE GOOD GERMAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Andreas Conrad weiß, spielt der Film im Nachkriegs-Berlin, wurde aber in Hollywood gedreht. "Wie seinerzeit Billy Wilder lässt nun Steven Soderbergh die Ruinen Berlins in einem amerikanischen Filmstudio neu erstehen, ebenso eine Bushaltestelle, einen sowjetischen Kontrollpunkt oder den Hintereingang des "Bugi Wugi"-Clubs. Auch die Sets für die Außenaufnahmen lagen quasi vor Hollywoods Haustür: Potsdam wurde in Pasadena gefunden. ... So ist Soderberghs Berlin-Film ohne die Berliner Nachkriegsgeschichte zwar undenkbar, der konkrete Beitrag der Stadt aber bleibt bescheiden."

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