Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

FLAGS OF OUR FATHERS

FLAGS OF OUR FATHERS

Regie Clint Eastwood
Kinostart 18.01.2007

Kritiken • FLAGS OF OUR FATHERS

18. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Der Spiegel

Laut Lars-Olav Beier wird Clint Eastwood als Vaterlandsverräter verdammt und als Meisterregisseur gefeiert. "Für strahlende Helden ist Eastwood nicht mehr zuständig. Kein anderer Filmemacher hat zuletzt so eindringlich die Schattenseiten amerikanischer Legenden gezeigt. Eastwood ist der König der Dunkelheit. ... Noch nie wurden zwei Zwillingsfilme über eine Auseinandersetzung gedreht. FLAGS OF OUR FATHERS ist ein ausladendes Epos, das auf drei Zeitebenen spielt und diese ständig mischt."

17. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Berliner Zeitung

Regisseur Clint Eastwood fragt laut Anke Westphal, was und wie man vom Krieg erzählt. "Nicht nur die schreckliche Aufrichtigkeit der Kriegsbilder beeindruckt an FLAGS OF OUR FATHERS, sondern auch die Art, in der Eastwood den Patriotismus behandelt: Der soll auf Wahrhaftigkeit gründen, also befragt der Regisseur patriotische Inszenierungen. ... Irgendwann in der Mitte dieses Films zeigt Clint Eastwood die US-Flagge, die hier des öfteren zu sehen war, in einem singulären Bild - als Banner in einem ewigen Himmel, als ein über alle Lüge erhabenes Symbol. So rettet er seinen patriotischen Glauben ins Abstrakte - er stellt ihn über die offiziellen, konkreten Bilder, weil denen nicht zu trauen ist."

17. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Die Tageszeitung

Für Tom Holert ist FLAGS OF OUR FATHERS "eine erstaunliche Untersuchung über öffentliche Bilderproduktion, die Sinnlosigkeit moderner Kriege, die Notwendigkeit der historischen Erinnerung, die Moral der Propaganda und die damals noch junge Celebrity-Ökonomie. Eastwood hat einen Film gedreht, der von der Fotografiekritik Susan Sontags, der Medientheorie Paul Virilios und den inszenierten Fotografien eines Jeff Wall ebenso inspiriert zu sein scheint wie vom Patriotismus eines Frank Capra oder von SAVING PRIVATE RYAN, dem Weltkriegsfresko seines Produzenten Steven Spielberg."

17. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

So kritisch Eastwood die Verwertungsmaschinerie für Heldentum in den letzten Kriegsmonaten beschreibt, so sehr hält sein Film - Ebay beweist es - den Kult darum zugleich lebendig, schreibt Daniel Kothenschulte. "Aber wie mancher politische Film der Vergangenheit hat Flags of Our Fathers trotz geschmacklicher Einwände einiges zu sagen. Er lenkt den Blick auf ein wenig bekanntes, aber hoch interessantes Kapitel früher Mediengeschichte. Seit 1945 sind die Methoden der Propaganda differenzierter geworden, aber die Ambition, sie zu dekonstruieren, scheint zu schwinden. Während auch bei uns das Genre des "Denkmalfilms" blüht, zeigt Eastwoods Film die Notwendigkeit, nach komplexeren Formen zu suchen, als sie die historische Rekonstruktion bietet."

16. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Sebastian Handke ist FLAGS OG OUR FATHER für den Kriegsfilm, was ERBARMUNGSLOS für den Western war. "Eastwood schürft die Krusten ab, die sich bei der Mythenbildung ablagerten, bis etwas anderes übrig bleibt, das freilich nicht mehr so beruhigend wirkt wie der etablierte Mythos. Eastwood, der Konservative unter Hollywoods Humanisten, hat allerdings nicht vor, das Heldenkonzept an sich zu begraben. Im Gegenteil, er hält unbedingt daran fest: FLAGS ist nicht die Demaskierung einer PR-Lüge. Denn, und darauf legt Eastwood Wert, diese Männer waren Helden. Eastwood stellt vielmehr die symbolische Geschichtsschreibung in Frage, mit der wir Sinn gewinnen aus der Geschichte, indem wir das Unverständliche eindampfen auf aussagekräftige Symbole."

16. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • film-dienst 02/2007

Holger Römers sieht zahlreiche Parallelen zu Steven Spielbergs DER SOLDAT JAMES RYAN: "Weil man den detaillierten Hyper-Realismus, mit dem in farbentsättigten Bildern die Gräuel der Schlacht aneinander gereiht werden, inzwischen gewohnt ist, stellt sich unweigerlich eine gewisse Abstumpfung ein. Genau dieser Effekt ist möglicherweise gewollt, denn just in dem Moment, in dem sich besagter Eindruck bemerkbar macht, schneidet Eastwood umso wirkungsvoller auf den absurden Zirkus einer Propaganda-Tour, auf die kurz darauf drei Teilnehmer jener Schlacht geschickt wurden."

06. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • critic.de

Beeindruckend nennt Lukas Foerster den Film. "Nach dem furiosen Auftakt ist FLAGS OF OUR FATHERS vor allem ein Film über Mythen und ihre Instrumentalisierung. Auf den ersten Blick zeichnet Eastwood in dieser Hinsicht ein recht düsteres Bild. Die Männer, die die Flagge auf Iwo Jima hissten, werden in eine rücksichtslose Propagandamaschinerie integriert, die auch vor den Gefühlen der Mütter von in der Schlacht gefallenen Kämpfern nicht zurückschreckt. Doch die Schlussszene bricht diese kritische Position: Die erschöpften Soldaten stürzen sich in die erfrischenden Fluten des pazifischen Ozeans und in einem grandiosen Schlussbild erschafft Eastwood seinen eigenen Mythos."

05. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • br-online.de

Gunnar Mergner hat der Film kalt gelassen. "Denn nach den eindrücklichen Bildern, in denen die amerikanische Streitmacht aufmarschiert und die im Hinterhalt liegenden japanischen Soldaten ihre Feuerluken öffnen, fällt die Spannungskurve erstaunlicherweise ins Bodenlose. Das liegt auch an der verschachtelten Struktur des Films: Eastwood springt zwischen drei Handlungsebenen - den DER SOLDAT JAMES RYAN zitierenden Invasionsbildern, der zynischen Werbe-Tour und einem jungen Mann, der Veteranen interviewt und sich erst im dritten Akt als Sohn von John Bradley herausstellt - hin- und her und verstrickt sich dabei heillos in Redundanzen."

03. Januar 2007 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • epd-film 01/2007

Gerhard Midding nimmt den Start des Films zum Anlaß, um über Hollywood und den Krieg im Pazifik zu schreiben.

30. Oktober 2006 | FLAGS OF OUR FATHERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte beschäftigt sich mit dem neuen Film von Clint Eastwood: Der Kriegsfilm FLAGS OF OUR FATHERS wird kritisiert, weil keine Schwarzen vorkommen.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,43067