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DAS SPIEL DER MACHT

DAS SPIEL DER MACHT

Regie Steven Zaillian
Kinostart 04.01.2007

Kritiken • DAS SPIEL DER MACHT

04. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • Der Spiegel

Einen öden Ausstattungsschinken sah David Kleingers, obwohl der Film alles hat, was man braucht: "Eine mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Vorlage, die zu den modernen Klassikern der amerikanischen Literatur zählt. Ein versierter Drehbuchautor und Regisseur, der für gediegenes Erzählkino steht. Und ein All-Star-Ensemble, das nachgerade verschwenderisch mit großen Namen wuchert. ... Der Film bleibt träge wie ein Sumpfalligator im eigenen Morast liegen: Völlig harmlos, da politisch und moralisch entzahnt, korrumpiert durch Ausstattungsmumpitz, sinnfreie Starbesetzung sowie schwiemelige Konzessionsromantik und somit jeglicher Bissigkeit beraubt."

04. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • Berliner Zeitung

Enttäuscht ist Carmen Böker von dem "über zwei Stunden allzu langatmigen Werk, das mit sepia-abgetönten Stimmungsbildern dampfender Sümpfe und an verdorrten Menschen vorbeigleitender Limousinen überreich ausgestattet wurde. ... Man sollte die Oscars abschaffen, hieß es in "Philadelphia Weekly" - dann wäre es endlich vorbei mit solchen aufgeblasenen Elefanten von Filmen. Selbstgefällig, prätentiös, hohl und einschläfernd lauteten andere Prädikate für DAS SPIEL DER MACHT - Sean Penn demonstriere damit, wie ein großer method actor den weltweit am wenigsten überzeugendsten Demagogen mimen könne, so das "New York Magazine"."

04. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • Die Tageszeitung

Für Cristina Nord verfehlt DAS SPIEL DER MACHT die große Form. Bemerkenswert an dem Film "sind weniger diese überdeutlichen Motive oder die aufdringlich entsättigte Farbgestaltung - und schon gar nicht die Hinwendung hin zur Familien- und Liebesgeschichte, die dem Film unterläuft, sobald die Figur Burdens in den Mittelpunkt rückt. Bemerkenswert ist vielmehr, was Sean Penn aus seiner Rolle macht. Er gibt den Populisten Stark, indem er mit den Armen rudert und das Becken in weiten Kreisen um die Körperachse schwingt. Seine demagogische Rhetorik - "nagelt sie an die Wand" brüllt er wie trunken, wenn er von seinen politischen Gegnern spricht - korrespondiert mit dem Ausufern seiner Gesten."

04. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Idee findet Jan Schulz-Ojala eigentlich gut. "Leider zielen die Bemühungen von Steven Zaillians Remake, das hierzulande unter dem verwaschenen Titel DAS SPIEL DER MACHT sein Glück versucht, überwiegend auf Rekordversuche in Sachen Konfusion und Langeweile. Sean Penn gibt, überwiegend penetrant chargierend, den aufrechten Bürger Willie Stark, der mit Brandreden gegen Korruption nach oben kommt, sich dann mit der örtlichen Mafia einlässt und schließlich einem Amtsenthebungsverfahren entgegenstemmt."

04. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine schwermütige Stimmung liegt laut Michael Kohler über dem Film. "Leider kann sich Steven Zaillian, der die Drehbücher zu SCHINDLERS LISTE und GANGS OF NEW YORK schrieb, weder dazu durchringen, den saftigen Braten auch saftig aufzutischen, noch dämmt er die ausufernde Handlung nach dem Vorbild von Robert Rossens Film zum politischen Lehrstück ein. Trotz großer Gesten ist Spiel der Macht ein seltsam blutleeres Werk mit lauen Auftritten erstklassiger Darsteller."

02. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • film-dienst 01/2007

Laut Holger Römers verwischt der Regisseur "den Bezug zum ursprünglichen historischen Kontext, indem er die Handlung in die Nachkriegszeit verlegt. Außerdem bleiben, nachdem Starks autokratische Methoden schon in Rossens Film nur vage in Montagesequenzen angerissen wurden, die entsprechenden Andeutungen in DAS SPIEL DER MACHT größtenteils auf Nebensätze beschränkt. So erscheint der politische Niedergang der Hauptfigur noch weniger nachvollziehbar, während die Tragweite des damit einhergehenden moralischen Scheiterns umso diffuser bleibt. Und schließlich wird hier auch noch der Beginn von Starks Politkarriere knapper abgehandelt, sodass die undemokratischen Methoden seiner Gegner ebenfalls weniger zum Tragen kommen."

01. Januar 2007 | DAS SPIEL DER MACHT • Kritik • br-online.de

Die Enttäuschung bei Andrea Mirbeth ist groß. "Im Retro-Design agiert also ein überambitionierter Sean Penn - der aktive Linke, der seit Jahren vehement die Bush-Regierung kritisiert und bekämpft, wollte mit diesem Film und seiner Rolle wohl gleich noch ein politisches Statement abgeben. Das wäre in dieser Überdeutlichkeit nicht nötig gewesen, denn es ist jedem klar, was der Film sein will: eine zeitlose Parabel über Machtmissbrauch, Korrumpierbarkeit durch Macht und den Verlust jeglicher politischer Moral. Ob diese nun in den 30er Jahren spielt oder heute ist Nebensache."

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