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ICH BIN DIE ANDERE

ICH BIN DIE ANDERE

Regie Margarethe von Trotta
Kinostart 05.10.2006

Kritiken • ICH BIN DIE ANDERE

05. Oktober 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • Die Tageszeitung

Ein riskantes Experiment sah Cristina Nord. "Für von Trotta folgt aus dieser Figuren- und Konfliktkonstellation die Rückkehr zu einer entsprechend exaltierten Filmgrammatik - zu roten Farben und blauem Licht, zu einer blonden Perücke, zu Rebstöcken, die in einer Totale wie Rasiermesser aufragen, zu großbürgerlichen Interieurs, die daraus, dass sie ein Grab sind, kein Hehl machen. Kaum eine Sequenz kommt ohne dramatische Zuspitzung aus. Entschieden wendet sich die Regisseurin ab von den Augenblicken der Ruhe, des Leerlaufs, der Stagnation, wie sie etwa in den Gefühlserkundungen jüngerer deutscher Filmemacher en vogue sind."

05. Oktober 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • Der Tagesspiegel

Lauter geschundene Seelen in diesem erotischen Thriller, angereichert um das romantische Doppelgänger-Motiv und ein Freud’sches Frauentrauma, hat Christiane Peitz wahrgenommen. "Man scheut ein wenig davor zurück, es zu sagen, weil der deutsche Film ohne Trottas Frauenbilder ärmer wäre: Ihr Psychodram ist eine Enttäuschung. Wegen der Behauptungen: Fabrys Obsession – er will Carlotta/Carolin retten, ja erlösen – wird nicht begründet. Riemanns Verführungsakt: eine Peinlichkeit. Die Milieus – der Yuppie mit Villa am Starnberger See, die Bourgeoisie im Rheingau und schließlich Casablanca als folkloristischer Fluchtpunkt, an dem die Liebenden nur knapp einem Bombenanschlag entkommen: purer Oberflächenreiz."

05. Oktober 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte fasst seine Kritik wie folgt zusammen: "Es ist ein Patchwork aus Einzelszenen, die sich niemals zu Puzzlestücken fügen, sondern störrisch nebeneinander liegen bleiben. Die für sich genommen erstklassigen Darsteller zementieren diese Kluft unfreiwillig, indem sie nie zusammenfinden. August Diehl spielt einmal mehr den klugen Yuppie ungebremst-genialisch, Katja Riemann zelebriert als Carlotta eine nurmehr historische "fesche-Lola"-Laszivität, deren Wirkungsmacht auf die heutige Jugend ein Rätsel bleibt. ... Die Dialoge sind allerdings so hölzern wie der durchschnittliche Zwischentitel eines Decla-Stummfilms von 1918. Bis zum unvermeidlich tragischen Ende verbinden sich diese Zutaten zu einer höchst irritierenden Kinoerfahrung."

04. Oktober 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl fragt, ob das eine Trash-Phase ist. "ICH BIN EINE ANDERE mag im Stadium des Entwurfs einmal ein interessantes Psychogramm gewesen sein. Der realisierte Film lässt davon nur noch wenig erkennen. Das liegt daran, dass Margarethe von Trotta alles an die Oberfläche zerrt, was sich eigentlich psychologisch erschließen müsste. ... ICH BIN EINE ANDERE scheint nun in gar keine Kategorie zu passen. Alles an dem Film ist bizarr und aus den Fugen. Wer will, kann vielleicht ein grandioses Trash-Melodram darin sehen, so wie manche Spätwerke mit Richard Burton und Liz Taylor. Das war aber sicher nicht die Absicht. ICH BIN EINE ANDERE ist bitterernst, und nur unfreiwillig komisch."

04. Oktober 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • br-online.de

Laut Andrea Mirbeth fordert der Film "den Zuschauer. Nicht nur, weil man im Kino eine lange Durststrecke überwinden muss, da erst nach dem Knall am Ende rückblickend vieles klar wird, was man im Laufe des Films nicht ahnt und das Dabeibleiben stellenweise mühsam macht. Aber Durchhalten lohnt sich!"

28. September 2006 | ICH BIN DIE ANDERE • Kritik • film-dienst 20/2006

Katharina Zeckau ist nicht besonders von dem Film angetan: "Was auf der Ebene der Bilder meist funktioniert – ein Gefühl von 'Bigger than life', Größe, Tragik, Schicksal und Determiniertheit –, bleibt der Rest des Films indes schuldig. Statt sich zu einer universellen Erzählung von tragischer Wucht aufzuschwingen, liefert der Plot nur eine behäbig wirkende Versuchsanordnung und scheint, wie Fräulein Schäfer, nicht so recht den Absprung zu schaffen. Die artifiziellen Dialoge kommen über ihren konstruierten Charakter nicht hinaus, und an Stelle großer, leidenschaftlicher und zwingender Gefühle stehen oft nur Behauptungen, die zuweilen unfreiwillig ins Komische kippen."

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