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ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL

ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL

Regie Kutlug Ataman
Kinostart 28.09.2006

Kritiken • ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL

06. Oktober 2006 | ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL • Kritik • Der Freitag

Laut Gülcin Wilhelm versucht der Regisseur, hippes Straßengefühl und anspruchsvolles Drama zu verbinden. "Atamans mit Digitalkamera gedrehter neuer Film ist in technischer Hinsicht erneut ein Beleg für sein Talent, das sich ebenso in diversen internationalen Preisen für seine Videoinstallationen manifestiert. Seinem flottem Schnitttempo zum Trotz zieht sich ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL, der in der Türkei von einigen Kritikern als erster wahrhaftiger Jugendfilm lanciert wurde, durch sich wiederholende Schimpftiraden und Wortwechsel unnötig in die Länge. Dabei hätte der Film in der Türkei durchaus das Zeug gehabt, aufgrund seines Wagemuts und der Vitalität, die er ausstrahlt, das zu erreichen, was seinerzeit den Erfolg von LOLA RENNT hierzulande ausmachte."

28. September 2006 | ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL • Kritik • Die Tageszeitung

Verblüfft ist Harald Fricke von der Genauigkeit, mit der Ataman die gleichnamige Romanvorlage von Perihan Magden in Szene gesetzt hat. "Ataman verzichtet auf groß herausgestellte Symbole, auch auf das sonst so häufige Pathos des türkischen Kinos, und macht dagegen Pop und Äußerlichkeiten stark. Die eine der beiden jugendlichen Hauptdarstellerinnen trägt eine ansehnliche Tätowierung auf dem Arm; die andere sieht mit ihren feuerrot gefärbten Haaren und dem zerrupften Lederjackenlook nach Punk aus. In der Fußgängerzone von Istanbul würden die Mädchen nie auffallen, auf der Kinoleinwand sind sie in der Türkei die Ausnahme. Ataman weiß diese Nische zu nutzen."

28. September 2006 | ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald lobt den Film: "Kutlug Ataman hat 1999 zwischen Kreuzberg und Neukölln LOLA UND BILIDIKID gedreht, mit dem er in die türkische Schwulensubkultur eintauchte. ZWEI MäDCHEN AUS ISTANBUL ist noch urbaner und rastloser. Mit ihrem Schwanken zwischen Verzweiflung und Hybris scheinen die beiden Heldinnen das türkische Nationalgefühl beinahe archetypisch zu repräsentieren."

26. September 2006 | ZWEI MÄDCHEN AUS ISTANBUL • Kritik • film-dienst 20/2006

Der Film läuft sämtlichen KLischees von der Türkei zuwider, lobt Bernd Buder. "Ataman arbeitet mit Versatzstücken urbaner Alltagsikonografie, wenn er zeigt, wie das furiose Schauspielerinnen-Duo in den labyrinthischen Strukturen des sich anbahnenden Gefühlsinfernos auf ihre Raubzüge nach identitätsstiftenden Momenten aufbricht. Die jedoch lassen sich zwischen Diskothek, Drogerie und lästigen Männerbekanntschaften weder im 'modernen' noch im 'traditionellen' Istanbul finden, und so bleibt am Ende des erstaunlich dichten urbanen Dramas nur die nüchterne Erkenntnis, dass sich jeder seinen Weg allein suchen muss – stets in Gefahr, von schönen, faszinierenden Raubtieren aufgefressen zu werden."

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