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THE TAKE - DIE ÜBERNAHME

THE TAKE - DIE ÜBERNAHME

Regie Avi Lewis
Kinostart 28.09.2006

Kritiken • THE TAKE - DIE ÜBERNAHME

30. September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • critic.de

Für Sonja M. Schultz liefert der Film einen Beitrag zum Neoliberalismus-Diskurs. "Vor allem aber zeigt der Film den so engagierten wie mühsamen Kampf entlassener Arbeiter um ihre ehemaligen Jobs in den Fabriken, deren Stillegung Leute wie Menem zu verantworten haben. ... Die Filmemacher versuchen nicht, das komplizierte Geflecht der Globalisierung ausgewogen darzustellen, auch die argentinische Geschichte wird in mächtigen Sprüngen nur umrissen: Unter der Auslassung der brutalen Militärdiktaturen folgen auf die blühenden 50er Jahre fast direkt die 90er."

30. September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • programmkino.de

Laut Dorothee Tackmann beziehen die Filmemacher "unverhüllt einen subjektiven Blickwinkel. Hier die unschuldigen, aufrechten Arbeiter und Aktivisten am ärmlichen Esstisch, dort der grenzdebile, greise Firmenchef im Prunksessel vor einem Champagnerkübel. Es fehlt die Mittellage. Offen bleibt, wie der Vertrieb der neuen Kooperativen funktioniert. Wer kauft die neuen Produkte? Und werden die neuen Funktionäre auf Dauer gerechter sein als die alten Bosse?

29. September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • Junge Welt

Laut Tom Dorow zeigt der Film "Verzweiflung, Wut und Entschlossenheit der Arbeiter, die ihre Fabrik mit Steinschleudern gegen die Polizei verteidigen. Vor allem aber dokumentiert der Film den Prozeß der Organisierung und Bewußtseinsentwicklung der Arbeiter. ... THE TAKE ist, trotz einiger dramaturgischer Schwächen und der etwas enervierenden Eitelkeit der Filmemacher, ein wichtiger und ermutigender Film. Er zeigt, daß konkreter Widerstand gegen den globalisierten Kapitalismus möglich ist – nicht nur in Argentinien."

28. September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • Die Tageszeitung

Bert Rebhandl erkennt das Problem des Films: "Die Nähe zu den Protagonisten schafft zwar Intimität, ohne die der politische Kampf in Abstraktion und Depression mündete. Sie verhindert aber den Überblick über die größeren Zusammenhänge, deren Opfer die Arbeiter letztlich wurden. ... Die Ausdifferenzierung der Ökonomie ist die eigentliche Herausforderung, und es ist nicht ohne Ironie, dass ausgerechnet eine mutmaßliche Globalisierungsexpertin wie Naomi Klein nun einen Film über ein ausgesprochen lokales Phänomen gemacht hat. Sie behauptet dessen globale Relevanz, verwechselt dabei aber wirtschaftliche mit symbolischer Kraft. Die Kooperativen sind ein Hoffnungszeichen für den Ausstieg aus dem Kapitalismus. Ein Raum, in den hinein dieser Ausstieg erfolgen könnte, ist aber nicht in Sicht. Davon legt THE TAKE eher unfreiwillig Zeugnis ab."

28. September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • film-dienst 20/2006

Realistisch nennt Ulrich Kriest die Dokumentation. "So wie THE TAKE filmisch auf Agitation und Propaganda setzt, so wird auch die Filmmusik der Botschaft untergeordnet. Der melancholische Tango sorgt für epischen Atem, während dynamische Ska-Musik mobilisierend und kämpferisch wirkt; sollen politische Horizonte evoziert werden, tut es auch ein Lied von Mercedes Sosa – oder, wahlweise, ein Che-Guevara-T-Shirt. Irgendwie wird man das Gefühl nie los, dass der Film zwar sehr sympathisch, aber politisch ziemlich 'retro' und eindimensional ist."

September 2006 | THE TAKE - DIE ÜBERNAHME • Kritik • filmz.de

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