| Regie | Joe Russo |
| Anthony Russo | |
| Kinostart | 21.09.2006 |
Möglichst wenig Worte möchte Carmen Böker über den Film verlieren. ICH, DU UND DER ANDERE "fällt ins Fach der "turbulenten Romantikkomödie", bei der Frauen gefühlvoll mitfiebern können, ob eine junge Ehe Bestand haben wird und ihre männlichen Kino-Begleiter derweil durch Stammtisch-Witze um nackte Hintern am Morgen und verstopfte Toiletten am Abend unterhalten werden - das ist im Großen und Ganzen so abgenutzt wie vorhersehbar."
Margret Köhler ist etwas enttäuscht: schwarzen Humor und scharfen Wortwitz hat sie wenig entdeckt. "Die Russo-Brüder ziehen deftige Situations-Komik der filigranen Leichtigkeit vor, wenn Dupree ins Schlafzimmer platzt, Molly aus dem Bett fällt und Dupree nebenan "das große Geschäft" erledigt und sich alle hinterher die Nase zuhalten. Holzhammer statt Florett, das muss nicht jeder mögen."
Besondere Originalität hat Jens Hinrichsen vermisst. Aber das Filmteam beweist "eine glückliche Hand in Besetzungsfragen. Owen Wilson brilliert als Unglücksrabe, der nach guter alter Komödienart zum Postillon d'Amour mutiert. Wilson, eine Art Rampensau des Kinos, braucht sich bloß in Begleitung eines ausgestopften Elchkopfs und eines Kuschelsacks in den Türeingang zu stellen, einen treudummen Blick aufzusetzen – und die Lachtränen laufen. Demgegenüber wirkt Kate Hudsons Munterkeit etwas gestelzt ... Eine Geschlechterkomödie (fast) ohne Frauen: In diesem Punkt scheint es an Einfühlung zu mangeln. Immerhin gelingen einige Seitenhiebe auf die Prüderie in der amerikanischen Provinz."
Die Regisseure haben es laut Susanne Ostwald "verstanden, aus dem unscheinbaren Stoff eine flotte Komödie zu schneidern. Das spritzige Drehbuch von Mike LeSieur schlägt immer wieder überraschende Volten und huldigt dem Aberwitz."