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HOUWELANDT

HOUWELANDT

Regie Jörg Adolph
Kinostart 14.09.2006

Kritiken • HOUWELANDT

15. September 2006 | HOUWELANDT • Kritik • critic.de

Einen aufschlussreichen Einblick in den Literaturbetrieb sah Thorsten Funke. "Was es bedeutet, sich mit dieser Art von Selbstzweifel in die Arbeit des Bücherschreibens zu stürzen, davon vermittelt der Film einen unmittelbaren Eindruck. Umso befreiender, auch für den Zuschauer, ist es dann, wenn von Düffel seiner Frau aus dem Manuskript vorliest und er sich darüber freut, dass sie an der richtigen Stelle lacht. Adolph greift auch in den Szenen, in denen er anwesend ist, nicht ein, stellt keine einzige Frage."

14. September 2006 | HOUWELANDT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn ist von der Dokumentation angetan. "Einmal erklärt der Dichter, warum er die Verdichtung des Schreibens der nüchternen Realität vorziehe. Er brauche die fiktionale Ebene, um die Wirklichkeit interessant werden zu lassen. Das ist seine Kunst. Adolphs Kunst besteht genau in der Umkehrung dieses Vorgangs. Der Schriftsteller, der schriftstellernd in Cafés und Zügen sitzt, der grübelt und für viele Worte seines Textes vorsichtshalber gleich eine Alternative in Klammern schreibt, eröffnet mitten in seiner Wirklichkeit ein neues Feld der Wahrnehmung: den Menschen im Übergang des Denkens, die Brücke zur Phantasie. Das allein ist schon bewundernswert."

11. September 2006 | HOUWELANDT • Kritik • br-online.de

Thilo Wydra lobt die Dokumentation: "Es ist die genaue Beobachtung eines kreativen Prozesses, die anschaulich macht, welche Kraftanstrengung ein solches Buch bedeutet, wie viel Zeit und Energie und Hartnäckigkeit und Geduld es bedarf, bis es schlussendlich einmal in den Regalen der Buchhandlungen für den Leser greifbar ist. ... Gelungen ist Jörg Adolphs Film allein schon deshalb, weil er zu keinem Zeitpunkt an Spannung verliert, sondern das Interesse an der weiteren Entwicklung des Buchs nurmehr wächst."

11. September 2006 | HOUWELANDT • Kritik • film-dienst 19/2006

Ein Film übers Schreiben. Wie geht das, fragt Hans Messias. "Ein zentraler Bestandteil des Films sind jene Passagen, in denen sich von Düffel den Frust oder die Lust der täglichen Arbeit vor dem Objektiv einer Minikamera von der Seele redet, die in seinem Arbeitszimmer installiert ist. Somit ist der schriftstellerische Arbeitsprozess weitgehend erfasst; in dichten Momenten erscheint es, als könne man dem Schöpfer beim Schaffen zuschauen, auf Augenhöhe seiner geistigen Anstrengungen sein. Doch für einen fesselnden Film reicht das noch nicht aus, und so bringt Adolph den Verlag und dessen Mitarbeiter ins Spiel und beschreibt die Entwicklung einer Idee zum verkaufsfertigen Produkt."

25. September 2005 | HOUWELANDT • Kritik • Der Tagesspiegel

Herausgekommen bei der filmischen Erkundung ist allerdings vor allem ein Dokument, das zeigt, wie schwer man mit den visuellen Möglichkeiten des elektronischen Mediums den Prozess des Schreibens einfangen kann, schreibt Hendrik Feindt. "Doch auf literarischem Feld tut sich das Bildmedium Film weiterhin schwer: So ist auch Adolphs Dokumentation über die Entstehung von HOUWELANDT ein Lehrfilm über die Marktgängigkeit von Literatur geworden. Darin liegt aber auch der eigentliche Reiz dieser Dokumentation, die eindrucksvoll den Prozess von der Erschaffung eines Romans bis zur Vermarktung beschreibt. Eine Art Product Placement, wie es aus Hollywood und seinen "The making of"-Filmen bekannt ist."

24. September 2005 | HOUWELANDT • Kritik • Berliner Zeitung

Meist sind Filme über Schriftsteller Künstlerporträts. Der Zugang zum Schreiben bleibt der Kamera verborgen, behauptet Fritz Wolf. "Der Dokumentarfilmer Jörg Adolph hat einen Weg gefunden, der Arbeit des Schreibens nahe zu kommen. Mit einer kleinen Digitalkamera blieb er dem Autor 15 Monate lang auf den Fersen. Er nahm teil am Schreibprozess, drehte die Diskussionen mit dem Lektor, Text-Gespräche mit Freundin und Vater. Adolph richtete die Kamera auch auf den Laptop des Autors und kann so die Formulierungsarbeit sichtbar machen. Texte werden verändert, umgebaut, weggeworfen. Der Dichter als Handwerker."

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