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DIE ERDE VON OBEN

DIE ERDE VON OBEN

Regie Renaud Delourme
Kinostart 14.09.2006

Kritiken • DIE ERDE VON OBEN

15. September 2006 | DIE ERDE VON OBEN • Kritik • critic.de

Bei Andrea Wildt bleiben viele Fragen offen: "So löblich der Versuch auch ist, dem Kinogänger die fortschreitende Zerstörung der Erde anhand anschaulicher Bilder in seiner Dringlichkeit wieder ins Bewusstsein zu rufen, stellt sich am Ende aber doch die Frage, warum dafür eine Bilderpräsentation auf großer Leinwand als notwendig erachtet wurde. Die Fotografien Arthus-Bertrands erhalten weder durch die Animation, noch den akustischen Zusatz eine ergreifendere Aussagekraft. Ganz im Gegenteil: Man ertappt sich gelegentlich bei dem Wunsch nach einem Moment der Stille, der einfach nur die Bilder zu Wort kommen lässt."

15. September 2006 | DIE ERDE VON OBEN • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel ist erstaunt, mit simplen Mitteln wie dem Abfilmen teils monumentaler, teils sehr intimer Landschaftsaufnahmen der Film den Zuschauer in ihren Bann ziehen kann. "Auch wenn eifrig große Denker wie Antoine de Saint Exupéry und Edgar Morin zitiert werden, schrammt die fortlaufende Off-Kommentierung mitunter nur haarscharf an der Grenze zu banalem Ethno-Kitsch vorbei. Noch ärgerlicher: Die verbalen Plattitüden reißen einen desöfteren aus dem betörenden Fluss der Bilder heraus, was Delourmes eigentlicher Botschaft wenig zuträglich sein dürfte. Weniger ist manchmal mehr. Auch eine Plattitüde, aber auf DIE ERDE VON OBEN trifft sie (leider) zu."

14. September 2006 | DIE ERDE VON OBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für Christina Bylow bebildert der Dokumentarfilm das unvorstellbare Maß an Destruktivität der Erde durch den Menschen. "Es ist der Blick des Kindes, den Arthus-Bertrand seinen Zuschauern abringen will. Die Überraschung, das Staunen, der Entdeckergeist. Aber der Film von Renaud Delourme, der den Bildern von Arthus-Bertrand folgt, macht einen Fehler, der genau dies verwehrt: Er lässt das Kind in einer Erzählerstimme konkret werden. ... In der Mischung von Sentimentalität mit dem Crescendo einer mahnenden Stimme, die den Untergang des blauen Planeten beschwört, falls der Mensch nicht endlich umkehrt - verfehlt dieser Film sein Ziel."

14. September 2006 | DIE ERDE VON OBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Vieles wäre gar nicht notwendig gewesen, meint Sascha Westphal. "Letztlich sind diese Mahnungen genauso aufdringlich und kontraproduktiv wie all die Soundeffekte, die einen Großteil der Bilder begleiten. Diese imitieren die Geräuschkulisse der Orte, die wir auf den Fotografien sehen, und sollen uns so suggerieren, wir befänden uns mitten darin. Doch bei einem Projekt wie diesem kann es nicht darum gehen, dass wir uns einer solchen Illusion hingeben. Es erfordert vielmehr die Distanz des entfernten Beobachters, der mit Yann Arthus-Bertrands Aufnahmen die Welt unvoreingenommen betrachtet."

11. September 2006 | DIE ERDE VON OBEN • Kritik • film-dienst 19/2006

Ein aus Standfotos zusammengefügter Film mit musikalischer Untermalung ruft bei Jens Hinrichsen zunächst Assoziationen hervor, die in Richtung "vertonter Farbdiavortrag" gehen. "Doch DIE ERDE VON OBEN umschifft die Klippen des Genres, vermeidet das Statische, das bloße Aneinanderreihen visueller Stationen und bleibt auch in der Kombination von Ton- und Bildebene fast durchweg erfinderisch ... Die Kontraste bestimmen den Puls des Stücks, dies auch dank der unaufdringlichen Musik Amars, dessen mal klassische, mal ethnografische Klänge häufig mit Geräuschaufnahmen gewürzt werden, die der Komponist weltweit gesammelt hat."

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