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KHADAK

KHADAK

Regie Peter Brosens
Jessica Woodworth
Kinostart 17.04.2008

Kritiken • KHADAK

22. April 2008 | KHADAK • Kritik • Junge Welt

"KHADAK ist schon seines Schauplatzes wegen eine Art 'Entführung ins Exotische'. Vermutlich deshalb trimmen die beiden Regisseure ihr Spielfilmdebüt mit allen Mitteln auf poetisches Roadmovie. An stets wiederkehrenden sentimentalen Erkennungszeichen fehlt es nie: Äpfel und blaue Bänder spielen tragende Rollen. Repressalien gegen die Nomaden werden klischeeversessen mit übellaunigen Uniformträgern im Sowjetstil choreographiert. Jede einzelne Einstellung drängt dem Zuschauer selbstverliebt ihre gemäldeartige Komposition auf, was leider zu Lasten des Handlungsflusses geht."

17. April 2008 | KHADAK • Kritik • Der Tagesspiegel

Ethno, eso, öko und politisch ... das alles hat Christina Tilmann ausgemacht. "Es gibt viel Symbolik in diesem Film KHADAK, der von Schamanen erzählt, und von einem, der tote Tiere hört und am Ende als Geist durch den Raum geht, bis es blaue Tücher vom Himmel regnet. Manchmal wird es fast zu viel, das raunende Wissen von der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur vor großartiger Kulisse. Doch KHADAK erzählt noch eine andere Geschichte, und durch sie erhält er Gewicht. Es ist die Geschichte staatlicher Umsiedlungspolitik, mit der die Regierung gegen die Nomaden und ihre Lebensweise vorgeht."

17. April 2008 | KHADAK • Kritik • Neues Deutschland

Als Ethno-Elends-Kitsch bezeichnet Caroline M. Buck KHADAK. Er sticht "durch seinen Ehrgeiz hervor, nicht nur abzubilden, wie die Verstädterung ehemaliger Nomaden die traditionellen Lebensgewohnheiten in der Mongolei verändert hat. Nein, KHADAK muss dem Verlust der Traditionen auch noch einen filmischen Überbau beigeben, der von Unterdrückung und Auflehnung kündet, den musikalischen Underground als Hort des widerständischen Untergrunds feiert und in Zukunfts- und sonstigen Visionen die lebenswerte, warme Vergangenheit mit der kalten Gegenwart konfrontiert."

10. April 2008 | KHADAK • Kritik • kino-zeit.de

Die Geschichte hat Joachim Kurz nicht ganz überzeugt: "So unstrittig die formalen Qualitäten auch sein mögen, so sehr erfordert und fördert die Geschichte die Bereitschaft, sich auf fremde Kulturen, Traditionen und eine andere Art des Denkens einzulassen. Und mancher Zuschauer wird vermutlich an diesen Herausforderungen scheitern, muss dies sogar beinahe zwangsläufig tun – so groß ist die Hermetik der Symbole und die Fremdheit der beschriebenen mythologischen Traumwelten. Mit Khadak haben Peter Brosens und Jessica Woodworth ihr bisheriges filmisches Schaffen, das sich ausschließlich der fremden Welt der mongolischen Steppe verschrieben hat, durch ein echtes Juwel der Bildgestaltung gekrönt."

13. Dezember 2007 | KHADAK • Kritik • programmkino.de

Weniger wäre laut Michael Meyns vielleicht mehr gewesen. "Es gelingt den Autoren nur bedingt eine eigene Welt zu schaffen, die Leerstellen zwischen den Bildern mit Inhalten zu füllen. Oft greift man dann doch auf langatmige Dialogpassagen zurück, die den Kontext herstellen sollen, den eigentlich die Bilder erzeugt müssten. Allein der Versuch einen "anderen" Film über die Mongolei zu drehen ist fraglos aller Ehren wert, dass man dabei etwas über die erzählerischen Fähigkeiten hinausgeschossen ist, bedauerlich."

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