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WICKER MAN

WICKER MAN

Regie Neil LaBute
Kinostart 02.11.2006

Kritiken • WICKER MAN

02. November 2006 | WICKER MAN • Kritik • Berliner Zeitung

Horror, so süß wie Honig sah Julia Teichmann. "Der finale, rituelle Maskenreigen gerät zur Maskenfarce - und Nicolas Cage bricht als Officer Edward Malus im Bärenkostüm durchs Unterholz. LaButes Inszenierung ist spannend; aber die subtilen Untertöne, die feinen, scharfen Anspielungen und Verweise, die in seinen Filmen sonst ausgeprägte Medien- und Gesellschaftskritik gehen WICKER MAN ab. Dazu ist seine Version, die er auf der Grundlage des Originaldrehbuchs von Anthony Shaffer (der übrigens auch das Drehbuch zu Hitchcocks FRENZY schrieb) entwickelt hat, vielleicht wieder nicht Farce genug."

02. November 2006 | WICKER MAN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Rüdiger Suchsland sagt es unumwunden: "Wer einen guten, in seiner Mischung aus Horror, Musical und Psychostudie überaus originellen und für den Zeitgeist der frühen Seventies repräsentativen Film sehen möchte, sollte sich die DVD besorgen, und das Remake von Neil LaBute ignorieren. Interessant ist diese langatmige, stilistisch völlig uninspirierte Neufassung, produziert von Nicolas Cage, der auch die Hauptrolle übernahm, allenfalls aus anderen Gründen: Als prägnantes Beispiel für die kulturellen Differenzen zwischen Amerika und Europa, und in bezeichnenden Verschiebungen der Handlung, die das Remake, ungeachtet seiner Schwächen zu einem aufschlussreichen "Tagtraum der Gesellschaft" (Siegfried Kracauer) machen."

26. Oktober 2006 | WICKER MAN • Kritik • film-dienst 22/2006

Für Jörg Gerle ist WICKER MAN auf ganzer Linie gescheitert. "Unbehagen oder gar Entsetzen will sich nicht einstellen. Zu ungeschickt hat LaBute die simple Geschichte verkompliziert: Er dichtet dem Polizist eine Vorgeschichte und eine direkte Beziehung zum Inselgeschehen an. Je mehr sich die Handlung aber verschachtelt, desto mehr Fragen wirft sie auf, was den beängstigenden Gehalt der Geschichte zunehmend neutralisiert. Logische Brüche fallen dabei umso deutlicher ins Auge. Völlig misslungen ist die Darstellung der Bewohner von Summerisle."

05. September 2006 | WICKER MAN • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander fragt sich, warum sich Schauspieler für so einen Film hergeben. "Eine Weile ist es noch ganz spaßig einem völlig außer Kontrolle geratenen Nicolas Cage dabei zuzuschauen, wie er mit absurd überzogener Mimik und Gestik versucht, ein kleines blondes Mädchen vor einem finsteren Kult zu retten. Dass er das mitunter todernst in einem Bärenkostüm erledigt, wirkt dann aber nur noch albern. Zuviel erwarten wird aber eh niemand, der das Original kennt. Dass sich gestandene Größen wie Neil La Bute und Nicolas Cage zu so einem Unfug hinreißen lassen, ist ganz niedlich, macht den Film aber auch nicht besser."

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