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DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER

DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER

Regie M. Night Shyamalan
Kinostart 31.08.2006

Kritiken • DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER

01. September 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Der Film verdichtet sich laut Alexandra Stäheli zu einer manchmal skurrilen, manchmal etwas platten Parabel auf den Sinn des Lebens, die zuweilen auch mit durchaus krätzigem Humor überrascht. "Auch wenn DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER ein bisschen surrealer als die letzten Werke des indisch-amerikanischen Regisseurs daherkommt, so scheint der Welterklärungsmythos doch wieder Shyamalans bekanntes Set an spirituellen Fragen offenzulegen, die mit jedem Film in anderer Weise - aber mit ähnlichem Ziel - gestellt werden: Wie verhalten sich Glauben und Wissen zueinander? Kann das Hören auf die eigene innere Stimme eine Verbindung zu einer transzendenten Welt herstellen? Und wenn ja, weshalb ist uns diese innere Stimme in der modernen Welt abhanden gekommen?"

31. August 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • Die Tageszeitung

DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER ist für Anke Leweke eine Art Fantasy-Nachbarschaftsfilm. "Dieser Film wirkt jedenfalls so, als habe er die Ramschkiste eines Esoterik-Buchladens geplündert und aus allen Themen und Motiven ein Drehbuch zusammengebraut. ... Es ist das Raunen eines Märchenonkels, der seine Heldin "Story" nennt, ihre Existenz mit einer alten koreanischen Legende verwebt, von der die Handlung des Films hellseherisch vorweggenommen wird. Es ist das Raunen eines Films, der sein eigenes Mysterium plakativ vor sich her trägt. Denn hier wird alles erklärt, gezeigt, gedeutet."

31. August 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Michael Kohler ist DAS MäDCHEN AUS DEM WASSER eine "Meditation über die Mechanismen und Wunder des Erzählens, Märchen für Erwachsene, apokalyptische Vision und Heilsgeschichte, dazu Ausdruck einer Schaffenskrise und zugleich deren in ihrer Überdeutlichkeit entwaffnende Reflexion. Es ist ein Monstrum von einem Film ... Immer noch ist Shyamalan der Regisseur, der die cheap thrills des Horrorfilms am teuersten verkauft, immer noch besticht seine Poesie der Andeutung, sein visuelles Gespür, sein Blick für Details, die sich allmählich mit Bedeutung aufladen. Gleichzeitig stößt er uns diesmal in beinahe jeder Szene auf die Mechanik des Erzählens, darauf, wie ein Film gebaut ist und wie zwangsläufig eins aus dem anderen folgt."

30. August 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • Berliner Zeitung

Mythen in Tüten - das erlaubt einigen Kitsch, schreibt Anke Westphal. "Aber der Regisseur sucht ihn aufzufangen - mit schwarzem Humor und indem er die erzählerischen Mittel offen von seinen Figuren kommentieren lässt. Am Ende verbreitet dieser Film doch einigen Zauber; es ist nicht zuletzt auch der Zauber zweier guter Darsteller und der von Christopher Doyles Kamera."

30. August 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • Der Spiegel

Immer gibt es bei diesem Regisseur eine große Erzählung, die für Konsistenz und Ordnung sorgt, meint Daniel Haas. "Wie alle großen Prediger der amerikanischen Geschichte träumt Shyamalan den Traum des Auserwähltseins. Die Schwimmbad-Truppe, die sich in der Apartmentburg verschanzt wie die frühen Siedler hinterm Planwagen, hat Modellfunktion für eine Gesellschaft auf der Suche nach Integration und Orientierung. ... Verpackungslyrik für die Offenbarung, Rezepte zur Revolution: Dem MÄDCHEN hätte mehr von dieser Selbstironie gut getan. Doch Shyamalan kann sich erhellenden Humor nur in Maßen leisten. Schließlich ist er immer noch Night, Hollywoods ambitioniertester Nachtwächter."

29. August 2006 | DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER • Kritik • film-dienst 18/2006

Felicitas Kleiner ist begeistert: Der Film "ist eines der originellsten und schönsten Produkte, die der Hollywood-Mainstream in seiner Sequel- und Remake-Manie seit langem hervorgebracht hat. Der poetisch-fantastische Plot verbindet souverän eine märchenhafte Geschichte um die heilsame Macht der Fantasie, um Solidarität und den Mut, die eigenen, verschütteten Talente zu entdecken, mit skurrilen Porträts diverser Bewohner des Wohnblocks. Das Ensemble entwirft vom großartigen Paul Giamatti bis zu kleineren, nichtsdestotrotz liebevoll entworfenen Nebenfiguren einen multikulturellen, grotesk-sympathischen Reigen menschlicher Schicksale, Schwächen und Stärken, ohne dass die Geschichte dadurch zerfasern."

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