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VALERIE

VALERIE

Regie Birgit Möller
Kinostart 26.04.2007

Kritiken • VALERIE

27. April 2007 | VALERIE • Kritik • Der Spiegel

Der Debütfilm hat Birgit Glombitza beeindruckt. "Leicht hätte es eine umgedrehte Sterntaler-Geschichte werden können. Vom hungernden Mädchen in Edellumpen, das die Hände in den schneienden Berliner Himmel streckt, um endlich ein paar Taler und ein bischen Sternenglanz zu erwischen. Pudrig und zartbitter. Und mit schickem Hochglanzmartyrium, von Bulemie über Kokserei bis zu wüsten Orgien. Doch Birgit Möller ist klug genug, davon die Finger zu lassen. So erzählt sie unpathetisch und ungerührt von allen Selbstinzenierung und allem Tamtam der Branche die Geschichte ihrer Heldin als Märchen über die Einsamkeit in Großstädten."

24. April 2007 | VALERIE • Kritik • film-dienst 09/2007

Wunderbar lakonisch ist der Film für Alexandra Wach. "Die kluge Regie widersteht den dem Stoff innewohnenden melodramatischen Versuchungen, bleibt sachlich beobachtend und offen für psychologische Nuancen. Birgit Möller, die für Catharina Deus in DIE BOXERIN die Kamera führte, erzählt souverän und mitunter subtil komisch von äußerem Reichtum und innerer Armut, Schein und Realität, Einsamkeit und Egoismus in einer kalten, auf Erfolg und Gewinnmentalität getrimmten Welt."

24. April 2007 | VALERIE • Kritik • critic.de

Hannes Brühwiler hätte mehr erwartet: "Die Tatsache, dass die Charakterisierung der beiden Figuren sich vor allem über gängige Stereotypen des Autorenfilms wie Einsamkeit und gesellschaftliches Außenseitertum definiert, trägt zusätzlich zu einer weiteren Vorhersehbarkeit der Geschichte bei. Themen wie Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und die kühle Modewelt werden dagegen immer mehr in den Hintergrund gedrängt mit dem Resultat, dass VALERIE seine Ecken und Kanten verliert."

23. April 2007 | VALERIE • Kritik • br-online.de

Ein interessantes Sujet bescheinigt Heidi Reutter dem Film. "Möllers Film ist eine schöne, stimmige Geschichte über moderne Obdachlosigkeit, über Unbehaustheit und Fremdsein. Das birgt die Gefahr, sich selbst zu verlieren. Aber Valerie trägt ihr Schicksal mit Fassung. Bis zum Ende stöckelt sie auf ihren Pumps mit erhobenem Kopf durch die kalte Stadt. Sie fällt nicht hin. Bestenfalls schläft sie irgendwo ein. Ihre Würde scheint sie jedenfalls nicht zu verlieren. Am Ende also doch: Hoffnung, trügerisch. Wie der verführerisch schöne Schein."

20. April 2007 | VALERIE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist überaus angetan: Die Regisseurin inzseniert "diese hochglanzpoliturgefährdete, bittersüßigkeitenverdächtige Geschichte unerschrocken und unpathetisch geradeaus, mit einem tränen- und selbstmitleidlosen Sternenwesen im Mittelpunkt und Devid Striesow, der das Geschehen als Tiefgaragenwärter immer wieder erdet: ein nicht besonders angenehmer Mensch, wie aus dem richtigen, nicht besonders angenehmen Leben. Kolja Raschkes Kamera erkundet sorgfältig Valeries leere Seelenräume, in denen es mitunter geradezu schmerzhaft bunt zugehen kann. Und Christian Conrads Musik, sehr gelegentlich und sehr genau und sehr leise, spinnt aufregend dünne Fäden dazu."

19. April 2007 | VALERIE • Kritik • Berliner Zeitung

Kühle Töne bescheinigt Daniela Zinser dem Film. "Die Bilder sind so kaltblau wie die Aufnahmen der Überwachungskameras im Parkhaus. Geschichten über sogenannte Schattenfrauen in den USA, die tagsüber edel gestylter Mittelpunkt der Schönen und Reichen sind und abends in Autos oder unter Brücken schlafen, haben Möller zu diesem Film inspiriert, der sich ganz um Hauptdarstellerin Agata Buzek dreht. Ihr blasses, dünnes Gesicht gleicht dem mittelalterlicher Madonnen. Wie eine Heuschrecke huscht sie als Valerie durch die Welt des schönen Scheins - und bleibt im Schwebezustand wie auch der ganze Film."

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