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VERFOLGT

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Regie Angelina Maccarone
Kinostart 04.01.2007

Kritiken • VERFOLGT

04. Januar 2007 | VERFOLGT • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk lobt die Regisseurin: Sie "beschreibt diesen Prozess einer übers Erotische hinausgehenden Selbstfindung mit allem zu Gebote stehenden Ernst, unspektakulär, ohne den leisesten Voyeurismus. Weil sie sich des Balanceaktes bewusst war, der mit diesem weitgehend tabuisierten Stoff verbunden ist, überließ sie kein Bild, keinen Satz ihres Films dem Zufall. Aus dieser vollkommenen künstlerischen Kontrolle resultieren streng stilisierte, metaphorische Schwarzweißaufnahmen ... Angelina Maccarones Zuneigung gilt dem Mut derjenigen, die sich aus dem Korsett der Konventionen lösen und, bei Strafe ihrer Ausgrenzung, ihre ganz eigene Freiheit entdecken."

04. Januar 2007 | VERFOLGT • Kritik • Die Tageszeitung

Einen beeindruckend genauen Blick für Machtverhältnisse hat Ines Kappert wahrgenommen. "Genau in dem Ausbleiben der Scham liegt die Radikalität des Films. VERFOLGT durchleuchtet eine unmoralische Leidenschaft, die sich und andere wissentlich verletzt, ohne dass Schuldgefühle aufkommen. Ruft man sich Klassiker wie BELLE DU JOUR (1967) oder die Hollywood-Schmonzette EIN UNMORALISCHES ANGEBOT (1992) in Erinnerung, dann begreift man, wie oft ein von Frauen unternommenes Unterschreiten der Moral am Ende mit totaler Unterwerfung unter die patriarchalen Regeln und mit jeweils großem Unglück zu bezahlen ist. Dagegen ist VERFOLGT in Sachen Emanzipation tatsächlich im 21. Jahrhundert angekommen. Stringent fordert der Film die aktuell wirkmächtige symbolische Ordnung heraus."

04. Januar 2007 | VERFOLGT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn schätzt die feinfühlige Erzählung einer sexuellen Grenzüberschreitung. "Wie kein Film zuvor zeigt VERFOLGT die ekstatische Durchdringung von Innen und Außen im Zeichen mühsam gesprengter Haut-Oberflächen, mystisch, atavistisch, auf schräge Weise religiös, wenn die schlagende Übermutter das geschlagene Kind nach dem Martyrium in der Pose einer trauernden Pietà hält. ... Am Ende schlägt die Gesellschaft mit Zwangsmaßnahmen zurück. Jan landet wieder im Gefängnis. Aber wo landet Elsa? In der Normalität? Kaum. So genau verrät der Film das nicht. Nur dass Elsa nichts bereut, sieht man, und dass Angelina Maccarones Film großmütig ist, schön an Bild und an Seele."

03. Januar 2007 | VERFOLGT • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz unterhält sich mit der Schauspielerin Maren Kroymann über Medien, Macht und Merkel.

02. Januar 2007 | VERFOLGT • Kritik • film-dienst 01/2007

Unter Verzicht auf Musik lebt VERFOLGT ganz von der visuellen Strenge der Inszenierung und den Orten des Übergangs, die sich der Kamera immer wieder aufdrängen, lobt Alexandra Wach. "Ohne Reminiszenzen an Genremuster oder Bildvorgaben, entwickelt aus der tastend suchenden Kontaktaufnahme mit der Wirklichkeit, erzählt Angelina Maccarone das erotische Abenteuer einer Frau, deren Leben in einer Sackgasse steckt. ... Wer aber schlüpfrige Szenen erwartet, kommt in diesem stilsicheren Schwarz-weiß-Film nach einem Drehbuch von Susanne Billig – der fast ohne Förderung und nur mit finanzieller Opferbereitschaft des Teams entstand – kaum auf seine Kosten."

08. August 2006 | VERFOLGT • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke ist beeindruckt von der Arbeit. "Maccarones Herangehensweise an den Stoff ist bemerkenswert: frei von Ledererotik, Körpersäften und Peitschenseligkeit, in kontrastreichem Schwarzweiß zeigt VERFOLGT die Zerbrechlichkeit dieser beiden Menschen, die sich nur zaghaft ihrer Leidenschaft hingeben. Leider ist dem Film anzumerken, dass er in nur 15 Tagen abgedreht werden musste: Die Strenge der Optik kontrastiert mit einer gewissen Schlaffheit des Agierens. Vor allem die Hauptfiguren hätten noch etwas mehr Definition und Feinschliff verdient."

03. Januar 2006 | VERFOLGT • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christina Tilmann fürchtet der Film keine Tabus. "Eine schwierige, höchst virtuose Gratwanderung, die Regisseurin Angelina Maccarone nach einem Drehbuch von Susanne Billig unternimmt. Zwei Menschen, eine 52-Jährige und ein 16-Jähriger, die – ja, was? Sich verlieben? Einander verfallen? Sich ausnutzen? Bis zum Schluss bleibt das offen, und darin liegt die besondere Stärke des Films. ... Es ist ein gegenseitiges Tasten und Probieren, auch der Film tastet sich vor. Nicht, dass viel zu sehen wäre, ein paar Schläge mit der bloßen Hand, später mit dem Lineal, ein seidenes Halstuch als Fessel. Nichts von Leder-und- Lack-Ästhetik, alles sehr harmlos. Und für die Beteiligten doch mehr."

03. Januar 2006 | VERFOLGT • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz unterhält sich mit der Schauspielerin Maren Kroymann über Medien, Macht und Merkel.

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