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DER MANN VON DER BOTSCHAFT

DER MANN VON DER BOTSCHAFT

Regie Dito Tsintsadze
Kinostart 29.11.2007

Kritiken • DER MANN VON DER BOTSCHAFT

04. Dezember 2007 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist die Innenwelt dieser ungewöhnlichen Beziehung "die eines Vaters zu seiner nie geborenen Tochter, eines elternlosen Kindes zu jemandem, der ein bisschen für es sorgt – und daran, dass sie juristisch und moralisch unschuldig bleibt, lassen die Geschichte und das Spiel der Protagonisten keinen Zweifel. Es ist eher die umgebende Gesellschaft, die sich im ungenauen Blick auf das Paar zu der ihr innewohnenden Hässlichkeit verformt. Viele Ausgänge gäbe es aus DER MANN VON DER BOTSCHAFT; Dito Tsindsadze klickt, und das ist eine der zahlreichen Stärken des Films, auf den leisestmöglichen."

04. Dezember 2007 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Philipp Bühlerbrilliert Burghart Klaußner als DER MANN VON DER BOTSCHAFT. "Wäre es nicht Klaußner, man würde zweifeln. An wunderbaren, freilich auch wunderbar maroden Schauplätzen geht die Geschichte vor sich hin, so ziellos wie ihr Protagonist. Das Geschlechterspiel tut ihr nichts hinzu, verstärkt nur das allgemeine Unwohlsein. Keine dramatischen Fehler, aber etwas mehr Drama könnte der Herr Botschafter gut vertragen."

22. November 2007 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz sucht nach Antworten: Es "sind die Fragen, die dieser ruhige, sparsam inszenierte Film aufwirft und mit dem er die Zuschauer aus dem Kino entlässt. So sehr diese Fragestellungen aber wichtig und richtig sind – ein wenig mehr Wagemut und visuelle Opulenz hätten diesem Film sicher nicht geschadet. Zu oft wirken die Interieurs wie Versuchsanordnungen eines experimentellen Bühnenraumes, verlieren sich die Menschen darin, gehen unter in der erdrückenden Einsamkeit der Räumlichkeiten, bei denen alles hingestellt und steril wirkt. Sich allein auf die inneren Werte eines Films, auf seine Grundidee zu verlassen, ist manchmal eben doch zu wenig."

20. November 2007 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • critic.de

Einen Film über das Leben in der Fremde sah Katharina Stumm. "Skandalös oder plakativ mutet all dies allerdings niemals an, zumal Sashka vermutlich bloß als Katalysator für Neumanns Sehnsüchte nach einer Gefährtin fungiert. Dass diese nicht weiter konkretisiert und aufgelöst werden ist durchaus positiv zu bewerten. Ein Problem der Moral stellt sich dabei nicht. Dennoch vermisst man auf lange Sicht jegliche Konsequenz und Dringlichkeit des Dargestellten, so dass Der Mann von der Botschaft auf Dauer zu einem eher unbefriedigenden Erlebnis wird."

09. Oktober 2007 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • programmkino.de

David Siems lobt den Hauptdarsteller, der seine Rolle mit wunderbarer Zurückhaltung und scheinbar emotionaler Kälte spielt. "Der Film ist ein fein beobachtetes Porträt eines einsamen Mannes, der mit seinen deutschen Manieren nur schwer in der Fremde zurechtkommt. DER MANN VON DER BOTSCHAFT sinniert außerdem über das Heimatgefühl und das Suchen nach einem Platz im Leben, der nur schwer zu finden ist. Einsamkeit liegt hier allen Figuren zugrunde, die sich nur für wenige Augenblicke des Zusammenhalts erfreuen können."

10. August 2006 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Etwas ist dran an diesem Film, der sich der plakativen Zuspitzung des Konflikts widersetzt, schreibt Heike Kühn. "Und in der zwiespältigen Charakterisierung und dem Spiel der Hauptdarsteller liegt seine Stärke. Unbefriedigend ist, dass er aus ästhetischer Sicht nicht über seine Protagonisten hinauswächst. Herr Neumann darf als Drückeberger und Mann ohne Botschaft enden. Der Film verabschiedet sich mit ihm allzu sehr aus jeder Konsequenz. Nicht, dass die Geschichte nach einer Moral verlangt: Sie verlangt nach eigenwilligeren Bildern."

08. August 2006 | DER MANN VON DER BOTSCHAFT • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke faßt seine Kritik wie folgt zusammen: "Burghart Klaußner spielt den Referenten für entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit feiner Zurückhaltung: nicht unbedingt resigniert, aber mit einer aus der Routine geborenen Melancholie. Tsintsadzes einsame Figuren haben nicht viel Tiefe, sie sind eher emblematisch gestaltet wie in einem Märchen. Ihre Annäherung wird behutsam vorgetragen, mit Abstand und leiser Lakonie. Gemeinsam hängen sie in seiner Wohnung ab, in einem unschuldigen, wortlosen Beisammensein – eine Gemeinschaft, die zerstört werden wird von denen, die nur das Hässliche darin sehen können."

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