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SYNDROMES AND A CENTURY

SYNDROMES AND A CENTURY

Regie Apichatpong Weerasethakul

Kritiken • SYNDROMES AND A CENTURY

31. Juli 2008 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer ist darüber erbost, dass der Film in Thailand nur gekürzt gezeigt werden darf. "Im März 2008 erhofft sich Weerasethakul von einer erneuten Prüfung seines Filmes ein günstigeres Urteil. Stattdessen werden zwei weitere Einstellungen kritisiert, in denen Statuen der königlichen Familie zu sehen sind. Um eine Freigabe zu erhalten, willigt der Regisseur schließlich ein, dass die Szenen mit der Schere aus der Kopie entfernt werden. Für den Verleih dieser einzigen in Thailand offiziell genehmigten Version hat er die Kürzungen in ihrer kompletten Dauer durch stummen Schwarzfilm ersetzt."

08. Juni 2007 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • critic.de

Laut Lukas Foerster nimmt der Film seine eigene Sonderbarkeit vollkommen gleichgültig hin. "Und der Zuschauer ist gefordert, eine ähnliche Haltung einzunehmen. Und nicht etwa den Versuch zu unternehmen, den Film als Erzählexperiment zu verstehen. Denn wie in TROPICAL MALADY lockt Weerasethakul auch hier das Publikum auf eine falsche Fährte, indem er durch einige Kunstgriffe die narrative Struktur seines Werkes in den Vordergrund zu rücken scheint. ... Dennoch stellt auch SYNDROMES AND A CENTURY wieder ein vollkommen neues Kapitel – ein nebenbei bemerkt auch überraschend luftiges, komödiantisches – in dem Werk des Thailänders dar, in einem Werk, welches dem Kino von Film zu Film neue Bild- und Klanguniversen zu erschließen scheint."

02. September 2006 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal zeigt der Film, wie schlapp sich der Thailänder in seiner "nahezu unkritischen Verehrung gebadet hat: Tradition und Moderne, Mythen und Technik bringt Apichatpong Weerasethakul hier mit Hilfe des ihm vertrauten Gesundheitswesens zusammen. Eine Ärztin und ein Arzt behandeln buddhistische Mönche; die haben Tiefsinniges zu erzählen und lassen Wurzeln da gegen Kummer und Sorgen. Nun befinden sich Festivalbesucher immer in Erwartung des einen, so noch nie gesehenen Bildes oder aber der so noch nicht erzählten Geschichte, doch SANG SATTAWAT hilft ihnen nicht weiter."

02. September 2006 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sperrig wäre das falsche Wort für dieses hybride, aus dokumentarischen wie lyrischen Elementen so fließend komponierte Kino, schreibt Daniel Kothenschulte. "Aus der Distanz der Erinnerung porträtiert Apichatpong nicht nur seine Eltern. Die Räume wirken auf seltsame Weise beseelt und animiert. Indem er die entgegengesetzten Schauplätze einer Großklinik und eines kleinen Provinzkrankenhauses frei miteinander kombiniert, scheinen die Proportionen zu zerfließen. So entsteht eine vollkommen neuartige filmische Darstellung von Erinnerung, die manchmal klar ist und präzise, ein anderes Mal aber auch lückenhaft und vage."

01. September 2006 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film verschränkt für Cristina Nord viele Motive aus dem bisherigen Oeuvre des thailändischen Filmemachers. Die Schönheit "speist sich nicht aus geläufigen Kinoordnungen und -formen, auch sie hat, wo die Figuren ihre Erzählungen frei fließen lassen, etwas Wucherndes. Sie speist sich darüber hinaus aus dem Grün der ersten, auf dem Land spielenden Filmhälfte und aus dem Weiß der Krankenhausgänge in der zweiten Hälfte, aus der Güte und der Freundlichkeit, mit denen die Figuren einander begegnen, aus der Muße, die es schafft, ihnen in ihren Momenten der Muße zuzuschauen, aus den Einstellungen, die länger dauern als üblich und dadurch das Auge zur Versenkung einladen, schließlich aus den kleinen Schrullen, denen oft eine leichte Melancholie innewohnt."

31. August 2006 | SYNDROMES AND A CENTURY • Kritik • Der Spiegel

Laut Daniel Sander gilt der Regisseur als große Kreativ-Hoffnung des Weltkinos. "Spektakuläre Bilder gehen in kontemplativer Ruhe auf den Zuschauer nieder, bevor ein irrwitziges Gemeinschaftstanz-Finale die Meditation jäh beendet."

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