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BOBBY

BOBBY

Regie Emilio Estevez
Kinostart 08.03.2007

Kritiken • BOBBY

09. März 2007 | BOBBY • Kritik • Der Freitag

Laut Barbara Schweizerhof widmet sich der Regisseur pathetisch den letzten Stunden der Hoffnung. BOBBY funktioniert "weniger wie eine Geschichtslektion als vielmehr wie eine therapeutische Sitzung. Emilio Estevez legt es nicht darauf an, die Vergangenheit zu verarbeiten, nein, es scheint ihm darum zu gehen, einem bestimmten Gefühl wieder nahe zu kommen: der Hoffnung darauf, dass sich am schlechten Zustand der Welt etwas zum Positiven wenden lässt. Ob es falsch oder richtig war, diese Hoffnung an Robert Kennedy zu knüpfen, ist letztlich egal. Wichtig scheint, das Gefühl selbst wieder zu entdecken, in seiner ganzen schönen und kraftspendenden Intensität."

08. März 2007 | BOBBY • Kritik • Berliner Zeitung

Mit Marli Feldvoss spricht Regisseur Emilio Estevez über seinen Film BOBBY, Hollywood-Stars und die Lage der US-Nation.

08. März 2007 | BOBBY • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche bescheinigt dem Episodenfilm Erweckungsfantasien. "BOBBY ist aus mehreren Gründen phänomenal. Einerseits scheint Estevez' Film mit seinem larmoyanten Pathos und seiner tief empfundenen Sehnsucht nach einer besseren Vergangenheit vollkommen aus seiner Zeit herausgefallen; gleichzeitig hat kein Hollywood-Film es bisher geschafft, eine so treffende Psychotopografie des gegenwärtigen liberalen Amerikas zu entwerfen. ... Suspekt an BOBBY ist, mit welch blindem Eifer Estevez Kennedy auch rückblickend noch in die Rolle des großen Erretters rückt."

08. März 2007 | BOBBY • Kritik • Neues Deutschland

Laut Marion Pietrzok gibt der Regisseur "ohne Pathosgesten und ohne Sentimentalität dem immer mitschwingenden Verlustschmerz, die aus dem Wissen um die historischen Tatsachen erwächst, Hallraum. Kennedy war die Stimme derer, die ein Ende des Vietnam-Krieges verlangte. Ob Estevez tatsächlich glaubt, dass ein Kennedy das in der Politik umgesetzt hätte, was er versprach, ist unerheblich."

08. März 2007 | BOBBY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine verblüffend echte Atmosphäre hat Heike Kühn wahrgenommen. "Anders als die blendende Hotelkulisse vermag die Patchwork-Erzählung indessen nicht über dramaturgische Baulücken hinwegzutäuschen. ... Vielleicht braucht Amerika diesen Film, der immerhin den ermordeten Hoffnungsträger aus dem Off zu Wort kommen lässt, poetisch in seinen Aufrufen zur Gewaltlosigkeit, mehr Liebender als Missionar in seinem Hohelied auf Mitgefühl und Gleichheit. Vielleicht muss politisches Engagement in Amerika derzeit pathetisch eingeklagt werden. Das alte Europa könnte für diese wohl unbewusste Seligsprechung eines Menschenopfers weniger empfänglich sein."

08. März 2007 | BOBBY • Kritik • Die Zeit

Für Diedrich Diederichsen plätschert der Film so vor sich hin. "Mehr als die spröde Handlung verdeckt aber ein verschwenderisches Aufgebot von Topstars, die durch ihre redundant berühmten Visagen die semantisch überlaufende Kontrastfolie für die nicht entwickelten Figuren liefern. Kein Zuschauer wird sich später an irgendeine Rolle erinnern, nur an" sie.

07. März 2007 | BOBBY • Kritik • Der Spiegel

Bei dem Film auch der geballte Star-Auftrieb nichts, stellt Christian Buß fest. "Dabei ist BOBBY über weite Strecken ein Film der Zwischentöne und der Paradoxien, der schleichenden Verzweiflung und kleinen Glücksmomente. ... Wie Estevez große Geschichte und private Schicksale nach Art des hier mehrmals zitierten Ensemble-Klassikers "Grand Hotel" aus dem Jahr 1932 verknüpft, zeugt von einem gewissen Gespür für die tragikomischen Widersprüche des Lebens. Während die Nachrichtenausschnitte die Integrationskraft Bobby Kennedys beschwören, dieses ewig jungenhaft lächelnden, aber verbal zupackenden Charismatikers, verläuft der gesellschaftliche Einigungsprozess in den unterschiedlichen Etagen des Hotels eben alles andere reibungslos."

07. September 2006 | BOBBY • Kritik • Der Spiegel

Statt das Polit-Thriller-Genre zu bedienen, lässt Estevez das Lebensgefühl einer Epoche wiederauferstehen, schreibt Daniel Sander. Der Regisseur "beschreibt ruhig den Tag, der in den USA für viele bis heute das Ende der amerikanischen Unschuld repräsentiert."

06. September 2006 | BOBBY • Kritik • Berliner Zeitung

Einen großartigen Ensemblefilm sah Anke Westphal. "Dass Estevez in BOBBY über die Gegenwart der Vereinigten Staaten, über Krieg, Gewalt und die Beschneidung der Bürgerrechte, in der Vergangenheitsform spricht, ist gewiss noch nicht die Kunst. Die liegt darin, den historischen Moment in seiner ganzen Kompliziertheit aus kollektiven und individuellen Erfahrungen ins Bild zu setzen. Das tut Estevez in seinen Parallelgeschichten über Politiker, Kellner, Journalisten, Telefonistinnen und über High School-Absolventen, die nicht in Vietnam sterben wollen."

06. September 2006 | BOBBY • Kritik • Die Tageszeitung

Eher konventionell nennt Cristina Nord den Film, "selbst wenn er am Tag der Ermordung Robert Kennedys spielt und mit dem Etikett "based on a true story" für sich wirbt - ein Etikett, das in diesem Jahr am Lido en vogue ist."

06. September 2006 | BOBBY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte findet die klassischen Vorbilder des Films: Sie sind "deutlich: Vordertreppe und Hintertreppe, Oberschicht und Unterschicht sind vereint in Glück und Leid - und vielleicht in der Hoffnung auf das vom aussichtsreichen Präsidentschaftskanditaten Kennedy versprochene Ende des Vietnamkriegs. Die Trivialitäten der erzählten Geschichtchen addieren sich derweil zu einer das ernste Thema geradezu beschämenden Komposition: Statt des versprochenen Sittengemäldes erlebt man eher die Rückkehr des starbesetzten Katastrophenfilms der siebziger Jahre."

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