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THE BLACK DAHLIA

THE BLACK DAHLIA

Regie Brian De Palma
Kinostart 05.10.2006

Kritiken • THE BLACK DAHLIA

06. Oktober 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Der Spiegel

Stilvolle Leichenfledderei mit Starbesetzung nennt David Kleingers THE BLACK DAHLIA. "Glaubwürdigkeit der Charaktere ist ohnehin kein Kriterium in "Black Dahlia", solange alle nur gut aussehen: Josh Hartnett und Aaron Eckhart als kettenrauchende Dressman-Detektive, Scarlett Johansson als sanftäugiges Angorahascherl - und Hilary Swank in einer lasziven Rita-Hayworth-Gedächtnisrolle. Die einzige wirkliche emotionale Identifikation im oberflächenfixierten Schaulaufen findet bezeichnenderweise mit einer Figur statt, die nur posthum auftritt: Elizabeth Short, deren alte Probeaufnahmen Bleichert und Blanchard sichten. Die kanadische Schauspielerin Mia Kirshner, einst dank Atom Egoyans "Exotica" als Entdeckung gefeiert, transportiert in diesen wenigen schwarzweißen Szenen die gesamte Traurigkeit und Würde einer verlorenen Träumerin."

05. Oktober 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Berliner Zeitung

Die Schlüsselszene des Films ist ein Ausbund ausgeklügelter Kamera-Artistik, schwärmt Harald Jähner. "Brian de Palma ist ein Bildbesessener. Er rollt den Fall in extremer Weise vom Visuellen her auf ... Weil die Verfilmung auf diese Weise ganz und gar vom Bild her gedacht ist, kommen aber Ellroys kunstvoll schäbige Dialoge viel zu kurz, dieser faszinierende Unrat, in dem nur ab und an ein paar Nettigkeiten schwimmen wie Erbsen im Abwaschwasser. Das Gute an Brian de Palma ist, dass er um diese Schwächen genau weiß, die die Kehrseite seiner Stärke bilden. Seine THE BLACK DAHLIA ist letztlich eine Auseinandersetzung mit der Gewalt des Kinos, mit der Fresslust der Bildmaschinerie."

05. Oktober 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Die Tageszeitung

Hollywoods Hässlichkeit hat Andreas Busche wahrgenommen. "De Palmas Anspruch, einen großen Film zu machen, verträgt sich nicht mit den Abgründigkeiten der Geschichte. In einem winzigen Detail schließlich steckt das ganze Potenzial von THE BLACK DAHLIA, das leider verschlossen bleibt: die Probeaufnahmen Bettys, die Bucky und Lee sich wieder und wieder ansehen. In diesen kurzen Sequenzen steckt ein tiefes, beunruhigendes Geheimnis, dem der Rest des Films nie gerecht wird."

05. Oktober 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein perfektes Zitat eines Film Noir sah Jan Schulz-Ojala. "In zwei Stunden Genre-Kino entfalten sich, großartig entspannt, ein Zeitpanorama, eine Phalanx elegant skizzierter und schön undurchschaubarer Charaktere, eine wirbelnde dramatische Handlung, dazu jede Menge nicht gerade herzensguter, dafür äußerst leidenschaftlicher Gefühle – und das grenzenlose Wohlsein des Zuschauers nach einem hochbekömmlichen cineastischen Siebengängemenü. ... Die Besichtigung von THE BLACK DAHLIA ist eindeutig nicht notwendig, aber jederzeit ohne Schaden wiederholbar – als immer wieder frischer Ausflug in eine Welt, in der man aus gutem Grund nichts verloren hat."

05. Oktober 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wiedergänger, sexuelle Obsessionen, gequälte Seelen und der Fetisch Hollywood - offenbar sind wir mit James Ellroy auch tief in Brian-de-Palma-Land angekommen, schreibt Michael Kohler. "Vermutlich ist Brian de Palma immer dann am besten, wenn er seine Vorbilder in die Untiefen seiner eigenen Besessenheit hineinzieht, und nicht wie jetzt in BLACK DAHLIA versucht, sie mit opulenten Gesten zu überbieten. Zumindest nach dem ersten Sehen springt der Funke nicht recht über - für eine Reise ins Herz der Finsternis wirkt der Film etwas zu kontrolliert und für eine Erzählung über die Gespenster Hollywoods über weite Strecken zu seelenlos."

02. September 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte bedauert, dass sich der Regisseur "bei seiner Annäherung an den legendären Mord an einem Pinup-Modell überhaupt an Ellroys Romanversion gehalten hat. Sein punktgenau und stimmungsvoll inszenierter Film ist in seinen verunsichernden Momenten viel besser als in den angebotenen Lösungen. In den Kulissen von Sergio Leones Architekten Dante Ferretti inszeniert De Palma den Liebesdienst eines Cinephilen an seine Heroen."

01. September 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Der Spiegel

Für Daniel Sander ist THE BLACK DAHLIA "ein Film Noir der alten Schule, wunderschön ausgestattet und streckenweise spannend, das ist doch für den Anfang gar nicht schlecht. ... So virtuos ist De Palmas Film dann doch nicht. Der Plot schwirrt unentschlossen umher, erzählt ein paar Geschichten zuviel auf einmal. Nicht jede Wendung kommt überraschend, nicht alle darstellerischen Leistungen bewegen sich auf hohen Niveau. Aaron Eckhart als harter Cop und Hilary Swank als mysteriöse Sex-Bombe leisten so hervorragende Arbeit, dass es geradezu ärgerlich ist, dass sie sich die Leinwand mit Scarlett Johansson und Josh Hartnett teilen müssen."

31. August 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal war der Film nicht gerade ein Paukenschlag. "Man sieht dem Film sehr bald an, dass der Regisseur Ellroys Handlungsstränge, Figuren und die widerstreitenden Motive schrecklich verwirrend und anstrengend gefunden haben muss. De Palmas Film ist das Ergebnis einer stupiden Reduktions- und Ausstattungsarbeit. Zuschauern, die Ellroys Vorlage nicht kennen, wird das kaum auffallen - sie werden sich nur darüber wundern, dass dieser Film so wenig überzeugend wirkt: dass er so hastig von Szene zu Szene springt, ohne irgendwo auf den Punkt zu kommen, dass seine Figuren so schlicht agieren und dass er die Auflösungen der Motive so schulbuchartig forciert."

31. August 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Die Tageszeitung

Einen geradlinig-harten Film noir nennt Cristina Nord den Film. "THE BLACK DAHLIA spielt in Los Angeles in den Jahren 1946 und 1947, ein bisschen braunstichig sind dementsprechend die Ausleuchtung und die Kulisse; De Palma benutzt als Hintergrundfolie die Studios und Besetzungsbüros von Hollywood, so wie er in seinem letzten Film, FEMME FATALE (2002), den Rummel des Filmfestivals von Cannes zur Kulisse wählte."

31. August 2006 | THE BLACK DAHLIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala verwandelt der Regisseur die Vorlage in "einen klassischen film noir, wobei er dem langsam anhebenden und verwinkelten Romangeschehen entspannt Reverenz erweist ... De Palma verlässt sich ganz auf sanft ausgewaschene Farben, guten alten Suspense und eine Prise Hitchcock-Charme. ... Mia Kirshner, Hilary Swank und Scarlett Johansson sind die allesamt entzückend fatalen Frauen in diesem Spiel um Raub, Korruption, Oldie- Pornofilme, gebrochene Freundschaften und düstere Family Plots – THE BLACK DAHLIA ist pures B-Picture-Material, das Regie-Routinier Brian De Palma mühelos zum A-Ereignis hochzujazzen weiß."

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