| Regie | Allen Coulter |
| Kinostart | 15.02.2007 |
Ein RASHMOMON-artigen Vexierspiel nennt Andreas Busche den Film. "Umso enttäuschender, dass DIE HOLLYWOOD-VERSCHWÖRUNG als Film noir so kläglich versagt - während er als menschliches Drama zumindest ganz passabel funktioniert. Das liegt vor allem an Ben Affleck, der dem aufgeschwemmten Reeves überraschend sympathische Züge verleiht ... Coulter allerdings hat es geschafft, dass das "noir" in seinem Film zu bloßem Zeitkolorit verkommt. Bestenfalls bleibt die Hard-boiled-Attitüde der Figuren schnittiges Zitat. Das Melodram ist ungleich resistenter gegenüber solch nachlässiger Behandlung. Reeves ist zwar ein armes Würstchen, aber am Ende verdient er unser Mitgefühl."
Einen eleganten Neo-Noir-Thriller sah Michael Kohler. "Das Studiosystem wird in Die Hollywood-Verschwörung als so kalt und herzlos porträtiert, dass Allen Coulters Sehnsucht nach dieser Zeit etwas leicht Perverses hat. Coulter bewundert ganz offenbar nicht nur die schöpferischen Stars von damals, sondern auch den Genuis des Systems, den der Filmhistoriker Thomas Schatz im alten Hollywood entdeckte. ... Für Coulter ist seine an Rufmord grenzende Spekulation deshalb nur eine andere Form von Ehrenbezeugung und sein Film eine Hommage, die in der Gegenwart vor allem Spiegelungen der glorreichen Vergangenheit entdeckt."
Rüdiger Suchsland lobt Ben Affleck: "Eindringlich verkörpert Ben Affleck diesen Reeves. Der Auftritt ist gerade deshalb so gelungen, weil Affleck selbst ein zwar charmanter, aber auch hölzerner und immer etwas eitel wirkender Darsteller ist, der diese Attribute hier subtil in den Dienst der Rolle stellt. Zudem ist in diesem Part auch das eigene Schicksal Afflecks präsent, als gescheiterter DAREDEVIL-Darsteller, der als zeitweiliger Jennifer-Lopez-Lover mehr Schlagzeilen machte, als mit all seinen Kino-Auftritten zusammen. In den Schatten gestellt wird er aber durch Diane Lane, den heimlichen Star des Films."
Respektabel nennt Margret Köhler das Spielfilmdebüt. "Der Ausflug ins alte Hollywood wirkt manchmal nostalgisch, wenn Superman an Seilen hängend "fliegt" und die Schwerkraft ihr Recht einfordert oder ihm in einer läppischen Show ein Dreikäsehoch eine Pistole unter die Nase hält. Und bei den Stars die übliche Scheinheiligkeit - zu Hause Lust und Laster, in der Öffentlichkeit keine Zigaretten und kein morgendlicher Bourbon. Wer CHINATOWN und DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN mag, sollte sich bei dieser galligen Mixtur aus Glamour und Gefahr wohlfühlen. "
Wolfgang Höbel beeindruckt der Film vorallen durch die Liebe, mit der er dem Kostüm- und Ausstattungskino huldigt. Der Kritiker hat dem Film angemerkt, "mit welcher Leidenschaft und welchem Ehrgeiz hier die Welthauptstadt des Showbiz geschildert wird, man spürt die nostalgische Verehrung für Klassiker wie Billy Wilders SUNSET BOULEVARD in jeder Rückblende und jeder Dialogzeile. Manche dieser Zeilen versprühen auch wirklich funkelnden Witz ... HOLLYWOODLAND nötigt einem also jede Menge Respekt ab vor wunderbar aufgelegten Darstellern, grandiosen Bildern und einer ziemlich raffinierten Story, deren Auflösung sich jeder Zuschauer selber zusammenreimen darf. Aber der Film reißt einen nicht mit."
Für Anke Westphal wirkt der Film mit seinen guten Darstellerleistungen, schönen Kamerafahrten und seinem clever gehandhabtem Plot gelungen.
Daniel Kothenschulte ist enttäuscht: "Regisseur Coulter hat so lange beim Fernsehen gearbeitet, dass man ihm sein Verständnis für die Frustration des Helden gerne glaubt. Doch trotz einer komplizierten Rückblendenstruktur bleibt sein Thriller gefangen im Wertesystem der Seifenoper. Enttäuschte Hoffnungen und gefallene Idole illustrieren eine allzu konsensfähige Kritik an Startum und Erfolgskult."