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FALLEN

FALLEN

Regie Barbara Albert
Kinostart 17.01.2008

Kritiken • FALLEN

19. Januar 2008 | FALLEN • Kritik • Der Spiegel

Als seltsam unfertigen Film über eine seltsam unfertige Generation, bezeichnet Christian Buß FALLEN. "Gerade in dieser Unvollkommenheit, so suggeriert der Film, liegt aber auch eine Chance. FALLEN gerät auf diese Weise zu einem Plädoyer fürs Treibenlassen. Da verwundert es nicht, dass Barbara Albert, eigentlich eine der ästhetisch penibelsten Regisseurinnen ihrer Generation, mit diesem kleinen Gruppenexperiment ihr bislang undogmatischstes, naivstes und zärtlichstes Werk gedreht hat."

17. Januar 2008 | FALLEN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Ulrich Seidler gelingt es der Regisseurin "die sorgsam konstruierten Ereignisse und Situationen scheinbar zufällig eintreffen zu lassen. Jede Figur hat ihren glaubwürdigen Bogen, ihren Auftritt und ihre sympathischen, identifikationsgeeigneten Momente. Auch wenn sie nicht aus der großen Entfernung angeblickt werden, aus der der künstlerisch verwandte österreichische Filmemacher Ulrich Seidl auf seine Figuren blickt - sie bleiben einem fremd. Aber das ist ja auch kein Wunder, denn im Film geht es eben darum, dass man sich selbst nicht kennt."

17. Januar 2008 | FALLEN • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord lobt verschiedene Entscheidungen der Regisseurin: "Bemerkenswert ist, wie Albert den Ablauf der Zeit organisiert. Zunächst einmal gibt es, wie losgelöst vom Restgeschehen, Erinnerungen, die als Nahaufnahme von Körperteilen daherkommen - ein Fuß mit lackierten Zehennägeln auf einem weißen Bettlaken, ein Unterarm, auf den nach Teenagerart Namen und Zeichnungen mit Kugelschreiber aufgemalt sind, ein Zungenkuss. Es sind Bilder aus der Schulzeit. Wo sie in den Film hineinragen, eignet der sich für ein paar Sekunden ein Bild aus der Imagination einer seiner Protagonistinnen an. Es sind nicht die einzigen Augenblicke, in denen Albert aus dem geradlinigen Ablauf der Zeit ausschert."

17. Januar 2008 | FALLEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann spricht mit der Regisseurin Barbara Albert über Frauen, Sehnsüchte. Außerdem spricht die gebürtige Wienerin über den Unterschied zwischen Berlin und ihrer Heimatstadt.

17. Januar 2008 | FALLEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen wunderbaren Stimmungsfilm sah Jan Schulz-Ojala. "Vorsichtig öffnet FALLEN dem Zuschauer Räume ins Eigene, schweift und schwebt und sträubt sich bald sachte gegen seine pure Nacherzählbarkeit. Was passiert denn schon? Und geht es nicht ohnehin eher darum, das Rilke’sche "Unsichtbare" zu zeigen? Es sind die Gesten, die tastenden Kurzsätze ("Wie geht’s dir eigentlich in echt so?"), eine Grundzärtlichkeit auch für die so unverwechselbaren Figuren, aus denen der Film seine Kraft holt und leise wächst und wächst. Ekstase neben Trauer, Peinlichkeit neben Pein, ein gemeinsamer Augenblick des Loslassens und dann eine Trennung wie ein Riss."

06. Dezember 2007 | FALLEN • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking ist etwas enttäuscht. "Spätestens wenn am Ende der Protestsong der US-Bürgerrechtsbewegung "We Shall Overcome" zum Bild eines Baumes mit sanft schwingenden Blättern den Abspann einleitet, rätselt man geplättet von soviel angeblicher Botschaft, was in diesem Film eigentlich ernst gemeint ist. Ob damit etwa der Revolutionswunsch der Regisseurin proklamiert und plakatiert werden soll oder bloß der wiedererweckte ihrer Figuren."

21. Januar 2007 | FALLEN • Kritik • Begründung der Jury des Max Opüls-Preises

"Für die vier Freundinnen, die sich aus Anlass einer Beerdigung wieder sehen, ist die gemeinsame Schulzeit nur noch blasses Zitat. Zu sehr hat die jeweils eigene Biografie das Leben verändert, so dass die Erinnerung an den "süßen Vogel Jugend" nur schmerzhaft sein kann. Gabriela Hegedüs gibt in Barbara Alberts FALLEN ihr Filmdebüt. Eindringlich und facettenreich spielt sie Nicole, eine Freigängerin, die mit Teenagertochter und ehemaligen Schulfreundinnen durch ein Wochenende voll von melan"komischer" Vergangenheit, nüchterner Gegenwart und trüber Zukunft irrlichtert. Anflüge von Paranoia, Halluzination, Wut und Trauer über die Vergeblichkeit, die sich in ihrem Leben breit gemacht hat, versteht sie dermaßen eindringlich zu verkörpern, dass sie aus einem Ensemble starker Frauen unvergesslich herausragt."

05. September 2006 | FALLEN • Kritik • Die Tageszeitung

Bemerkenswert nennt Cristina Nord den Ensemblefilm. "Die Konstellation versorgt FALLEN mit einer Fülle biografischen Materials. Barbara Albert zurrt dieses Material jedoch nicht in einer abgeschlossenen Erzählung fest, sie lässt vielmehr die Enden lose flattern. Sehnsüchte und Enttäuschungen, Zufälle und Pläne, private und politische Vorstellungen vom guten, vom richtigen Leben, Gelingen und Scheitern: All dies lässt Albert zu einer schönen Skizze weiblicher Lebensentwürfe zusammenfließen."

05. September 2006 | FALLEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Nichts ist neu und überraschend in dem Wettbewerbsbeitrag der Österreicherin, meint Jan Schulz-Ojala. "Und doch rührt der scheinbar schmucklos inszenierte Film, der nur mit kurzen Zwischenschnitten Schulzeiterinnerung evoziert, an Tieferes als so manches Überwältigungsgetöse auf diesem Festival – eine feine Studie über jenes Lebensgefühl jenseits der dreißig, wenn die eigene Jugend zum Zitat wird und sich die ersten biografischen Vergeblichkeitsspuren nicht mehr verdecken lassen. Und dass FALLEN irgendwann selber ein bisschen ausfranst und ausstrauchelt? Filme, auf denen ein Zauber liegt, dürfen auch mal kein Ende finden."

04. September 2006 | FALLEN • Kritik • Der Spiegel

Laut Wolfgang Höbel wird hier geredet bis zum Abwinken. "Das ist eine Situation, aber keine Geschichte. Und so hängen und rauchen und trinken Schauspielerinnen wie Birgit Minichmeyer, Nina Proll und Kathrin Resetarits auf einem Dorffest und in der Disco herum, ohne dass mehr dabei herauskommt als Außenansichten einer sehr allgemeinen weiblichen Tristesse, die durch ein paar kapitalismuskritische Sätze aufgehübscht wird. FALLEN ist gar nicht unsympathisch, aber leider absolut egal."

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