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WOLF CREEK

WOLF CREEK

Regie Greg McLean
Kinostart 13.07.2006

Kritiken • WOLF CREEK

13. Juli 2006 | WOLF CREEK • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film strapaziert laut Julian Hanich auch starke Nerven. "Darüber hinaus fährt er das gewohnte Arsenal des Horrorfilms auf: Gewalt, Schock, Ekel, Suspense. Was die sadistische Lust an der Folter betrifft, steht McLeans Film sogar Eli Roths Schocker HOSTEL nicht nach. Selten, so darf man sagen, hat ein Film die körperliche Empathie des Zuschauers so stark beansprucht. Im Gegensatz zu Roth ist McLean auch noch klug genug, seine Figuren mit einem Mindestmaß an Sympathie auszustatten und sie nicht als bloß nervtötendes Menschenmaterial dem Grauen auszuliefern. Zugegeben: WOLF CREEK beginnt als gemächlich dahingleitendes Roadmovie und kommt wie viele Horrorfilme anfangs nur sehr zuckelnd in Fahrt. Irgendwann aber werden die Buschmesser gewetzt und die Jagdgewehre in Anschlag gebracht, dass es nur so kracht und knackt."

13. Juli 2006 | WOLF CREEK • Kritik • epd-film 07/2006

WOLF CREEK dementiert Outback-Filme konsequent und auf blutig nüchterne Weise, meint Georg Seeßlen. Der Film "bewegt sich konsequent von einem dokumentarisch nüchtern gehaltenen Genrefilm in Richtung auf ein grimmiges Statement über australische Selbstverständnisse. Greg McLeans Studie in Australian angst kann die Hermetik des Genres noch nicht vollständig hinter sich lassen und verdankt seinen relativen Erfolg wohl dem Umstand, dass er in einem Atemzug mit den neuen "harten" Horrorfilmen wie Hostel genannt wird. Ob McLean anderswo hinwill, wird sich zeigen – sein nächster Film handelt von einem menschenfressenden Krokodil. Eine Talentprobe ist so ein Genrefilm (fast) ohne Genreklischees allemal."

13. Juli 2006 | WOLF CREEK • Kritik • Berliner Zeitung

WOLF CREEK ist für Peter Uehling einerseits ein wirklich ärgerlicher, andererseits ziemlich eindringlicher Film. "Ärgerlich ist, dass sich die beiden Frauen, nachdem sie sich befreien konnten, so abartig dämlich anstellen. Sie lassen das Gewehr neben dem ohnmächtigen Peiniger liegen; sie fahren, obwohl schon ein gutes Stück geflohen, noch einmal zur Hütte zurück. Wer es darauf anlegte, abgeschlachtet zu werden, könnte sich nicht geschickter anstellen. Eindringlich ist der Film auf Grund seiner Schlichtheit: Hier bedauert man es nicht, dass dem Hinterwäldler keine Motivation untergeschoben wird; in seiner behaarten Verwahrlosung ist er selbst ein Stück jener Natur, deren unchristliche Gesetzmäßigkeiten dem Leben schon immer ans Leder wollten. Auch Katzen sollen ja ein gewisses Vergnügen daran besitzen, ihre Opfer lebendig noch ein bisschen zu quälen."

12. Juli 2006 | WOLF CREEK • Kritik • br-online.de

Gnadenloser Horror aus Australien, mit einem der besten Bösewichte der letzten Jahre sah Florian Kummert. "Auf jeden Fall geht WOLF CREEK einem schon genug an die Kehle, und das liegt vor allem an seinem grandiosen Hauptdarsteller, John Jarrat. Der spielt einen der großartigsten, schauerlichsten Finsterlinge der vergangenen Jahre, Mick Taylor, einen quietschvergnügten Hinterwäldler, der urplötzlich zur grausamen Bestie werden kann und Menschlichkeit und Sadismus in einem Blick vereint. Ungeziefer hat er früher vernichtet, und nun jagt und foltert er Touristen. Greg McLean macht einen weiten Bogen um die üblichen Slasher-Klischees. Hier laufen keine nervigen Teenies durchs Bild, denen man einen blutigen Tod an den Hals wünscht. Es ist ein roher Film, grobkörnig, der die Grausamkeit von Mick Taylor und die Unerbittlichkeit der Landschaft furios vereint."

06. Juli 2006 | WOLF CREEK • Kritik • film-dienst 14/2005

Kaum innovativ findet Jörg Gerle den Slasherfilm, aber er zeichnet sich "durch eine gewisse Natürlichkeit und Ursprünglichkeit aus, was ihn von aalglatten Hollywood-Produkten unterscheidet. ... McLean und sein Kameramann Will Gibons finden immer wieder Bilder von archaischer Schönheit, die sich phasenweise zu einem "vertrocknet-faulen" Horror-Potpourri verdichten. Doch so wahr die (größtenteils schlicht behaupteten) Begebenheiten auch sein mögen, die die drei Urlauber in den Fängen des wahnsinnigen Einsiedlers erlitten, so ermüdend dramatisiert sie der Film, der sich schnell in einem öden, eher psychisch als physisch gewalttätigen Katz-und-Maus-Spiel erschöpft und als einzige Variation zwischenzeitlich die Umkehr der Rollenverteilung vorsieht."

15. Juni 2006 | WOLF CREEK • Kritik • Die Tageszeitung

Überzeugend nennt Andreas Resch den Horrorfilm, durch seine Details. "In Einstellungen, die etwas Klaustrophobisches haben und von extremen Hell-dunkel-Gegensätzen geprägt sind, wird man Zeuge eines brutalen Gemetzels, das in seiner Intensität an TEXAS CHAINSAW MASSACRE erinnert, dabei aber, und das ist erfreulich, nie zur - vermeintlich gesellschaftskritischen, tatsächlich aber nur sinnentleerten - Effektschau wie jüngst HOSTEL verkommt."

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