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HARD CANDY

HARD CANDY

Regie David Slade
Kinostart 29.06.2006
Genre Drama

Kritiken • HARD CANDY

04. Juli 2006 | HARD CANDY • Kritik • Junge Welt

Die Anlage der Geschichte ist offensichtlich als eine Umkehrung eines Verführungsszenarios gedacht, schreibt Peer Schmitt. Der Film "offenbart, ohne an irgendeiner Stelle eine kritische Reflexion zwischenzuschalten, die Kehrseite der postmodern liberalen Mißbrauchspanik sozusagen in Reinform. Diese Kehrseite ist eine idealisierte Verfügungsgewalt, die so total ist wie letztlich gnadenlos. Der andere stellt eine potentielle persönliche Bedrohung dar, die permanenter Kontrolle und Therapie unterworfen werden muß. Die letzte Konsequenz der Kontrolltherapie ist dann die Folter."

29. Juni 2006 | HARD CANDY • Kritik • Berliner Zeitung

Ulrich Seidler hat schon frühzeitig bei diesem optisch durchgestylten Kammerspiel mit Bildverwacklungen, Licht- und Farbspielereien, einer Angeber-Design-Ausstattung und zwei intensiven Darstellern Böses geahnt. "Auch wenn die aufgefahrenen Instrumente immer brutaler werden, ändert sich eigentlich nichts mehr an der machtverdrehten Grundsituation. Der Rest ist Enthüllungsgeschlenker, bei dem sich die schrittweise entbergende Perversion von Jeff und die sich steigernde Brutalität von Hayley ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Dieser Film berührt den Zuschauer nicht, so sehr er auch nach ihm grabscht."

28. Juni 2006 | HARD CANDY • Kritik • fluter.de

Bei Michael Brake bleiben einige Fragen unbeantwortet. "Bis zum Finale bleibt es ein auf gelungene Weise quälender Film, der durch seinen reduzierten Rahmen – ein Handlungsort, zwei Charaktere, wenige Stunden erzählte Zeit – enorm dicht ist. Und je länger sich Hayleys Psychoterror hinzieht, desto deutlicher wird die zentrale Frage von HARD CANDY: Wer ist in diesem Selbstjustizdrama eigentlich die Identifikationsfigur? Der smarte Beinah-Pädophile oder der sadistische Racheengel?"

22. Juni 2006 | HARD CANDY • Kritik • film-dienst 13/2005

Für Jörg Gerle entpuppt sich der Film "als ehrgeiziger Versuch, einen harten Thriller mit einer prekären Thematik sowie mit Horror-Zitaten zu verbinden und ein Kammerspiel so publikumskompatibel zu gestalten, dass eine jüngere und eine ältere Klientel gleichermaßen Gefallen daran findet. Umso problematischer ist jedoch das Ergebnis: Der Film erweist sich als formal schicker, selbstgefälliger Selbstjustiz-Thriller voller nur schwer nachvollziehbarer Behauptungen und bedenklicher Geisteshaltungen. ... Der Eindruck, den der Film hinterlässt, ist der eines ambitionierten, aber völlig gescheiterten Projekts, das vielleicht nur in einer Gesellschaft reifen kann, in der Todesstrafe ein gangbarer Weg ist und ein Gefangenenlager wie Guantanamo von höchster Stelle moralisch sanktioniert wird."

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